Dienstag, 5. Dezember 2023
Foulspiel im Fußball

Wer sich heute Fußballspiele der europäischen Topligen anschaut, bekommt das Gefühl, verbotenes Spiel und unsportliches Betragen existieren für die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter nur auf dem Papier. Immer häufiger fragen sich Fußball interessierte ZuschauerInnen und Zuschauer, wie kann es sein, dass bei noch so brutalen, absichtlichen aber auch unabsichtlichen Foulspiel, die Unparteiischen, diese Aktionen nicht entsprechend der vorgegebenen *Fifaregel 12 bestrafen. Die Antwort darf man bei der FIFA finden. Diese ist für das Regelwerk und die Vorgaben, wie sich die Unparteiischen in der jeweiligen Situation zu verhalten haben, verantwortlich.
Körper verletzende Fouls werden immer häufiger als Spiel gegen den Ball und in vielen Fällen, ohne entsprechende Strafe durchgewinkt. Das wird als normaler Kontakt ausgelegt und scheint gewollt. Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter haben anscheinend die Order, das Spiel laufen zu lassen. Beispiele sind in allen Profispielen präsent. Man darf davon ausgehen, dass es nach dem Motto: Brot und Spiele, bewusst geplant ist. Schließlich müssen alle Zuschauer unterhalten werden. Das könnte auch ein Grund sein, warum Verantwortliche immer wieder die Floskel: Wir waren nicht aggressiv genug, ins Spiel bringen.
Das Gespür für Respekt, Fairness und die Gesundheit der Gegenspieler scheint vielen Kickern und Fußballlehrern abhandengekommen zu sein. Besonders auffällig ist das im Profibereich. Verbal sowie mit Gesten wird von den Spielern angedeutet, dass nur der Ball gespielt wurde. Der Ball wird in vielen Zweikämpfen aber erst getroffen, nachdem die Beine des Gegenspielers beiseite geräumt wurden. Auffällig ist zurzeit das bewusste Treten (in Fußballerkreisen: Stempeln genannt) auf den Spann und gegen die Fußgelenke. Viele dieser Attacken würden im privaten Bereich eine Klage wegen Körperverletzung nach sich ziehen.
Beim Studium, der *Fifaregel 12 fällt auf, nur der Versuch zum Foulspiel, zieht gleiche Konsequenzen nach sich, wie ein Foul. Diese Regelauslegung wird praktisch nie angewendet. Nimmt man die Regeln ernst, dafür sind sie da, würden in jedem Profispiel, nach 15 Minuten, nur noch acht gegen acht spielen und vier Elfmeter verhängt worden sein.
Fouls, wie Halten (Klammern) und das Grätschen von hinten, mit gestrecktem Bein und offener Sohle, werden fast nur noch als normales Zweikampfverhalten bewertet. Entsprechend der *Fifaregel 12, müsste es einen Freistoß oder im Strafraum verursacht, einen Elfmeter geben. Man stelle sich vor, bei einer Ecke oder Freistoß, würde es für jedes Halten im Strafraum, einen Elfmeter geben. Regeln sind eigentlich dafür da, dass sie eingehalten werden sollen. Ist das nicht der Fall, sollte die vorgesehene Strafe verhängt werden.
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, was hindert Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, die Vergehen entsprechend den u. a. Regeln, zu bewerten

Folgend Auszüge aus der *Originalquelle Regel 12 - Verbotenes Spiel und unsportliches Betragen:

https://www.weltfussball.de/fussballregeln/12/0/

Ein Spieler verursacht einen direkten Freistoß für das gegnerische Team, wenn er eines der nachfolgend aufgeführten sieben Vergehen, nach Einschätzung der Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter fahrlässig, rücksichtslos oder mit unverhältnismäßigem Körpereinsatz begeht:

  • einen Gegner tritt oder versucht, ihn zu treten
  • einem Gegner das Bein stellt oder es versucht
  • einen Gegner anspringt
  • einen Gegner rempelt
  • einen Gegner schlägt oder versucht, ihn zu schlagen
  • einen Gegner stößt
  • einen Gegner bedrängt

Dem gegnerischen Team wird ebenfalls ein direkter Freistoß zugesprochen, wenn ein Spieler eines der nachfolgenden drei Vergehen begeht:

  • einen Gegner hält
  • einen Gegner anspuckt
  • den Ball absichtlich mit der Hand spielt (gilt nicht für den Torwart im eigenen Strafraum)

Begeht ein Spieler eines der o. a. genannten zehn Vergehen im eigenen Strafraum, ist dies durch einen Strafstoß zu ahnden, vorausgesetzt, der Ball war im Spiel.

Anmerkung des Autors
Halten, ist das einzige der o. a. zehn Vergehen, wo das Regelwerk sich nicht hinter dem Passus: „nach Einschätzung/Ansicht der Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen“ verstecken kann. Für alle Beteiligten, den Zuschauerinnen und Zuschauer, ist Halten eindeutig sichtbar. Aber selbst Halten und Klammern, wird trotz eindeutiger Regel, als normaler Zweikampf gewertet. Das ist besonders bei Eckbällen und Freistößen in den Strafräumen deutlich zu sehen.
Dass Fußball eine Kontaktsportart ist, braucht nicht diskutiert zu werden. Trotzdem sind Regeln einzuhalten, oder entsprechend zu modifizieren.
Interessant wäre es zu wissen, was vonseiten der Verbände (FIFA, UEFA, DFB etc.) mit den Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern passiert, die Rückgrat zeigen und entsprechend der Regel 12 konsequent pfeifen. Da sie dann nicht mehr nach dem Motto: Brot und Spiele agieren, darf man davon ausgehen, dass sie aus dem Verkehr gezogen werden. Auf einen einfachen Nenner gebracht: Die Medien müssen bedient werden. Solche widersprüchlichen Aktionen (fairer Einsatz oder Foulspiel) sind der Stoff für Storys, die den Umsatz anheizen.
Fazit:
Die Fifaregel 12 (Foulspiel), wäre für alle Fußballfans leichter zu verstehen und würde dem Fußball dienen, wenn der Passus: „Versuch“ gestrichen und offensichtliches Foulspiel, konsequent, entsprechend der Regel, geahndet wird.
Wünschenswert wäre es, wenn die Sportreporter der Medien, diese Regelauslegung einmal thematisieren würden.

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Mittwoch, 5. April 2023
ABC eines Fußballromantikers

Ich musste dieses Thema noch einmal ansprechen. Da die folgenden Zeilen immer noch oder immer wieder aktuell sind.
Was jetzt folgt, ist keine Besserwisserei, sondern nur der Extrakt aus jahrelangen Diskussionen mit aktiven und Ex-Fußballern jeden Alters.
Fußball ist und war noch nie eine Wissenschaft. Abgesehen von der individuellen Fitness der Spieler, die durch wissenschaftliche Methoden optimiert werden kann. 
Jede Mannschaft benötigt eine Formation, mit mindestens sieben bis acht eingespielten Stammspielern, die das Gerüst bilden. Um die herum kann, je nach Situation, rochiert werden. Was alles schieflaufen kann, wird jede Saison aufs Neue vorgeführt. Die Frage sei erlaubt, ob sportliche Führung und Trainer sich bei der Kaderplanung Gedanken darüber machen, einen Kader mit bis zu 35 Spielern aufzubauen. Unruhe (nicht eingesetzte Spieler) in der Mannschaft ist vorprogrammiert. 
Ganz abgesehen von den finanziellen Aufwendungen, die der Verein stemmen muss. Angeblich werden Spieler geholt, die der Mannschaft weiterhelfen und sie besser machen sollen. Wieso diese die meiste Zeit der Saison nicht eingesetzt werden, erschließt sich dem objektiven Beobachter nur schwer. 
Das Schlimmste, was transferierten Spielern passieren kann, ist die Aussage von Trainern und Offiziellen: Wir haben einen vielseitig verwendbaren Spieler erworben. Im Umkehrschluss heißt das, wir haben einen Spielertyp, der immer dann einmal einspringen darf, wenn Not am Mann ist. Klar, es kommt keine Profi-Mannschaft mit 20 Spielern unfallfrei über eine Saison. Schaut man sich aber den Kader vieler Klubs, mit über 30 Spielern, an, gruselt es jeden Fußballer. 
Übrigens, was die Rotation anbetrifft, widersprechen sich die Trainer doch selbst. Man hört immer, die Abläufe haben sich bisher nicht verfestigt. Wie soll das passieren, wenn pausenlos rotiert wird? Auch ist die Aussage: Wir müssen die Mannschaft perspektivisch aufbauen, Augenwischerei und Wunschdenken. 
Heute sind nur drei bis vier Bundesligavereine in der Lage, hochtalentierte Nachwuchsspieler zu halten und perspektivisch (mittel- und langfristig) in ihre Mannschaft zu integrieren. Für alle anderen Vereine zählt nur das Hier und Heute. Das bedeutet, sie können für ihr Team maximal eine Saison im Voraus planen. Talente und auffällige, überdurchschnittliche Kicker der Mannschaft, werden sofort von zahlungskräftigen Vereinen abgeworben. So gesehen, stehen die betroffenen Klubs bei der Kaderplanung für die neue Saison wieder bei null.
Die Basis des erfolgreichen Fußballs, sind trotz aller neuen Systeme, Statistiken und Videoanalysen, immer noch die individuellen, fußballerischen Fähigkeiten, Mentalität und Charakter der Spieler. Gleich, ob sie 18 oder 38 Jahre alt sind. Das gilt auch für die deutsche Nationalmannschaft.
Nach wie vor, wird - ab Beginn - mit Elf gegen Elf gespielt und die alte Weisheit, wer am meisten Tore schießt, gewinnt, hat immer noch Bestand.
Was nützt 80 % Ballbesitz, wenn das Spiel vergeigt wird. Es würde auch mehr Sinn ergeben, wenn nicht gegen den Ball, sondern mit dem Ball gespielt wird. Um es noch einmal deutlich zu machen, ein Spiel gewinnen können, egal ob Vierer- oder Fünferkette - nur die Spieler, auf dem Platz. Deswegen lebt das Fußballspiel von Spielertypen mit:

  • > körperlicher Fitness
  • > technischen Fähigkeiten
  • > Kreativität
  • > geistige Beweglichkeit (vorausschauendes Denken)
  • > bereit Verantwortung zu übernehmen
  • > Teamfähigkeit (Fehler der Mitspieler ausbügeln)
  • > den unbedingten Willen (eine Mentalitätsfrage) zu gewinnen
  • > Spaß am Spiel

Nur mit Spielern, die diese Fertigkeiten in sich vereinen und einem Trainer, der auch die menschlichen Belange der Spieler berücksichtigt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, ein erfolgreiches Team zu formen. Wenn ein Fußballlehrer, seinen Spielern, die immer noch aktuellen, folgenden oldschool-Regeln, des Fußballs vermitteln kann, ist das eine gute Voraussetzung, ein erfolgreiches Team zu formen.

  • Das Spielsystem nach vorhandenen Fähigkeiten der Spieler ausrichten, nicht die Spieler in SEIN System pressen und dadurch ihrer Vorteile berauben.

  • Bei eigenem Angriff bewegen, freie Räume nutzen, nicht verstecken, sondern den Ball fordern und Verantwortung übernehmen. Es fällt auf, dass sich in vielen Fällen nur der ballführende Spieler bewegt. Das ist auch der Grund, dass immer mehr Torleute die meisten Ballkontakte haben, da immer wieder zurückgespielt wird.

  • Wenn am gegnerischen Strafraum, dann Abschluss suchen. Danach ist genügend Zeit, die Abwehr neu zu ordnen.

  • Kein Hin- und Hergeschiebe und zurückspielen, bis zum eigenen Torwart. Die Wahrscheinlichkeit ist groß ist, das zeigt die Praxis, dass der Gegner den Ball erobert und kontert.

  • Einwürfe auf Höhe des gegnerischen Strafraums, hart in Richtung Fünfmeterraum werfen. Direktabnahme oder Querschläger (der sogenannte 2. Ball) durch Gegner sind gefährlicher und effektiver als neuer Spielaufbau.

  • Flanken, wenn möglich, direkt aus dem Lauf schlagen, nicht erst auf den Ball treten und warten bis der Gegner abblocken kann oder zurückgespielt werden muss.

  • Doppelpass, die effektivste Spielart, eine Abwehr auszuhebeln.

  • Zur Not nehmt die Pike, ein einfaches Mittel, um den Ball ins Tor zu befördern.

Es muss ein Umdenken stattfinden, wieder Fußball spielen, statt Fußball zu arbeiten. Für die Zuschauer ist alles andere Fußball zum Abgewöhnen.

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Montag, 21. November 2022
One-Love

Wie die größten europäischen Fußballverbände und deren Offizielle sich dem Diktat der FIFA und hier speziell Herrn Infantino unterwerfen und einknicken, verführt zum Fremdschämen.
Da verzichten - trotz großer Sprüche im Vorfeld - Nationen, wie Deutschland, England, Niederlande und Dänemark, die Kapitänsbinde "One-Love" zu tragen. Statt Druck auf die FIFA auszuüben, beugt man sich dem Druck von Infantino und seinen katarischen Freunden.
Stellt man die angedrohte Spielsperre durch die FIFA und die Restriktionen, die iranische Spieler erwartet gegenüber, verdienen die iranischen Spieler, die das Mitsingen ihrer Nationalhymne, aus Protest gegen die Staatsgewalt verweigerten, Hochachtung. Das alles, mit den Gedanken im Kopf, welcher Gefahr sie, durch die iranische Polizei, nach ihrer Rückkehr ausgesetzt sind. 
Hätten Spieler und Offizielle, nur etwas vom Mut der Iraner aufgebracht, würden sie Herrn Infantino und der FIFA endlich einmal die Grenzen aufzeigen. Aber was solls, schließlich zählt für den DFB, eine Gelbe Karte bei der WM mehr, als alle Menschenrechtsverletzungen, in Katar und Iran. Verwunderlich ist auch, dass die Schiedsrichter:innen, beim Tragen der One-Love-Binde, Gelbe Karten vergeben sollen, ohne zu wissen, nach welcher Regel, sie diese Maßnahme durchführen sollen.
Mit dem Vorgehen der FIFA wurde endlich deutlich, internationaler Sport ist Politik. Wer etwas anderes behauptet, lügt.

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Donnerstag, 27. Oktober 2022
Auswechseln in der Nachspielzeit

Es würde einmal interessieren, welche Motivation Fußballtrainer haben, noch in den letzten Minuten oder sogar in der Nachspielzeit, Spieler ohne Verletzung auswechseln, nur um Zeit zu schinden. 
Nicht nur, der gesunde Menschenverstand, sondern auch die Realität im Profifußball zeigt auf, dass es oftmals nicht sinnvoll ist, solche Maßnahmen zu ergreifen. Geht es darum, ein Remis oder eine knappe Führung über die letzten Minuten zu bringen, geht diese Zeitschinderei häufig nach hinten los.
Hier zwei Beispiele, aus der Vergangenheit, die sich in der aktuellen Realität, immer wiederholen: HSV und Ingolstadt.
Dazu tragen, zwei einfache Gründe bei. Die Auswechselungen werden meistens vorgenommen, wenn die Mannschaft ohnehin schon unter Druck steht.
Jeder eingewechselte Fußballer weiß, dass es schwer ist, sich sofort und hundertprozentig, ins Mannschaftsgefüge einzugliedern. Auch wird die Zeit für die Auswechselung noch einmal draufgelegt. Unterm Strich muss eine Mannschaft, die ohnehin schon mit der Rücken zur Wand steht, eine noch längere Nachspielzeit überstehen.
Die Zeit, die das Team benötigt, um sich nach einer Unterbrechung neu zu sortieren, ist oft der Grund für Gegentore, Punkteverlust und Niederlage. Beispiele sind an jedem Spieltag zu sehen. Dennoch wird diese Aktion fortgeführt.

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Montag, 17. Oktober 2022
Stadtderby, 14. Okt. FC. St. Pauli - HSV 3:0

Das schon im Vorfeld, aufgrund der Tabellensituation, von vielen sogenannten Experten, zugunsten des HSV entschiedene Derby, gegen den FC. St. Pauli, zeigte auf, dass zum Fußball mehr gehört, als nur den Ball richtig zu treffen.
In der heutigen Zeit, wo man keinen Spieler, der 1. und 2. Liga mehr das Fußballspielen beibringen muss, stellt sich überwiegend die Frage, nach der Mentalität und (Spiel)-Intelligenz der eingesetzten Spieler. Da spielt es auch nur eine untergeordnete Rolle, welches System, vom Trainer, angesagt wurde.
Auch wenn der HSV über eine Stunde nur zu zehnt agieren konnte, waren viele - objektive - Zuschauerinnen und Zuschauer enttäuscht, dass die o.a. Eigenschaften nicht oder nur schwer zu erkennen waren und ihr Club, letztendlich verdient verloren hat. Anders formuliert, kann man es auch als Mentalitätssache ansehen.
Als Hamburger drücke ich dem HSV die Daumen, dass es mit dem Aufstieg, in dieser Saison, endlich klappt, da die Stadt Hamburg, einen Verein in der 1. Fußball-Bundesliga braucht. Als gebürtiger St. Paulianer, freue ich natürlich mich über den Sieg von St. Pauli.

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Sonntag, 9. Oktober 2022
Videobeweis im Fußball

Seitdem es den Videobeweis gibt, wird die Verunsicherung bei Schiedsrichterinnen, Schiedsrichter, Spielerinnen, Spieler, Offiziellen, Zuschauerinnen und Zuschauer immer größer. Das Schiedsrichterteam, wird durch Videoentscheidungen zu Statisten degradiert, und in der Wahrnehmung kritischer Situationen beeinflusst. Auch, oder weil gerade gilt: Die Entscheidung fällt immer auf dem Platz! In diesem Zusammenhang wird auch deutlich, nicht immer werden die Unparteiischen, vor den Kameras, im Kölner Keller, den Ansprüchen gerecht.
Gleichartige Fouls so zu bewerten, wie es die Fifaregel 12 vorschreibt, ist gerade bei brutalen Fouls, selten zu beobachten. Das Gegenteil ist häufig der Fall. Da werden Aktionen, durch Zeitlupe und Standbilder aus dem Zusammenhang gerissen, die den normalen Spielverlauf, oftmals, nicht mehr realitätsnah widerspiegeln.
Ein Studium der Regel 12, würde auch einmal den Sportreportern guttun. Ihre Kommentare zum Foulspiel, tun teilweise körperlich weh.
Wünschenswert wäre eine Kultur, mit einer gleichartigen Strafe für gleichartige Fouls.
Auch könnte man den Videobeweis auf das reduzieren, worum es beim Fußball geht, Tor oder nicht Tor.
Gleichwohl, lebt von der Diskussion und Berichterstattung, um das Für und Wider (Foul oder fairer Einsatz), die gesamte Sport-Medienlandschaft.
Man muss kein(e) Medienexpertin oder Experte sein, um den nächsten Schritt zu erahnen. Durch die Unterbrechungen, werden der Werbewirtschaft, im wahrsten Sinne des Wortes, Tor und Tür, für noch mehr TV-Werbeeinblendungen geöffnet.
Es handelt sich nur um eine Frage der Zeit, wann dieses Tor geöffnet wird. Das alles unter dem Deckmantel der sportlichen Gerechtigkeit. Leider wird dabei vergessen, dass es den Fernsehpublikum nur um das Spiel und Tore geht und nicht um lange Unterbrechungen, die durch Werbeeinblendungen überbrückt werden.

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Samstag, 24. September 2022
Länderspiel Deutschland-Ungarn

Das Spiel gegen Ungarn hat wieder einmal aufgezeigt, wie es um den deutschen Fußball steht. Ziel, beim Fußball, ist es zu gewinnen. Das klappt beim Fußball nur, wenn Tore geschossen werden. Wie sollen Tore erzielt werden, Statistik hin oder her, wenn gefühlt dreimal pro Spiel aufs Tor geschossen wird. Die Kugel wird immer wieder hin und her geschoben, obwohl freie Sicht bis zum Viereck besteht. Durch mangelndes Selbstvertrauen der Spieler, die Aktion mit einen Torschuss abzuschließen, landet der Ball häufig wieder beim eigenen Torwart und das Geschiebe geht aufs Neue los. 
Was nützen 72 % Ballbesitz, wenn niemand Verantwortung übernimmt und sich traut, aus 20 Meter abzuziehen. Wird der Ball gehalten oder geht übers/neben Tor, ist genügend Zeit, um die Abwehr wieder zu ordnen. Man bekommt das Gefühl, die Spieler haben Angst davor, sie treffen das Tor. 

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Mittwoch, 17. August 2022
HSV und Finanzen

Nicht nur sportlich haben die jeweils Verantwortlichen des Hamburger SV (HSV), in den letzten Jahren, vieles fahrlässig vertan. Viel schlimmer ist der Umgang mit den finanziellen Ressourcen, die dem Verein von der Stadt Hamburg, für die Sanierung des Volksparkstadions zur Verfügung gestellt wurden. 
Der HSV hat 23,5 Mio. Euro, für den Grundstückverkauf des Geländes des Volksparkstadions an die Stadt Hamburg erhalten. Im Gegenzug wurde ein Erbbaurecht mit einer Laufzeit bis mindestens 2087 eingeräumt.
Auflage war, mit dieser Finanzspritze, vor der Fußball-EM 2024, das Volksparkstadions zu sanieren, aber auch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzufedern. Von der Summe ist so gut wie nichts mehr vorhanden, obwohl die Sanierungsarbeiten noch nicht einmal begonnen haben.
Das Geld wurde wofür, auch immer verwendet. Der Club muss jetzt schauen, wie er die Summe für die Stadionsanierung, zur Fußball-EM 2024, aufbringt.
Eine Lösung wäre, eine erneute Zusammenarbeit mit Herrn Kühne, die aber nicht gewollt ist.
Die Steuerzahler werden nicht begeistert sein, wenn sie lesen, dass der Hamburger Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), sich vorstellen kann, dass die Stadt Hamburg, eine Bürgschaft, für das zur Sanierung benötigte Geld, übernimmt. Das besonders unter der Prämisse, dass Millionen für neue Spieler-Transfers ausgegeben werden. Im Umkehrschluss bedeutet das für Außenstehende, der HSV wird für seine chaotische Finanzplanung, ggf. mit Steuergeldern belohnt.

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Sonntag, 29. Mai 2022
Interviews im Sport

Nach dem Endspielsieg, (1:0 für Madrid-2022) im Champions-League Finale (Madrid-Liverpool), brach Toni Kroos, genervt von den negativen Fragen, das Interview mit dem ZDF-Reporter Nils Kaben einfach ab. Ich höre und sehe in den Medien schon wieder: als Sportler, der Millionengagen einkassiert, ist man verpflichtet, den Sportreportern Rede und Antwort zu stehen. Die Reporter gehen nur ihrer Arbeit nach. Das ist nicht von der Hand zu weisen! Nur, da gewinnt Toni Kroos zum fünften Mal die Champions League, war einer der entscheidenden Akteure und muss sich anhören, dass Liverpool stark gespielt hat. Bescheuerter kann man ein Interview nicht führen. Nicht nur für die noch ausgepumpten Spieler, auch für die Fernsehzuschauer*innen, sind die sich wiederholenden Phrasen, der Reporter, eine Zumutung. 
Oft taucht für die Zuschauer*innen das Gefühl auf, ein anderes Spiel gesehen zu haben. Diese, für einen Sportler häufig zwanghaft geführten Interviews, tun körperlich weh. Zumal, wenn den Spielern noch vor Verlassen des Spielfelds, ein Mikrofon unter die Nase gehalten wird. Nur, wer will solche schwachsinnigen Interviewfragen hören, wie: Erklären sie einmal, warum sie gewonnen haben! Oder nach einer Niederlage: Was haben sie falsch gemacht? Das, unter der Prämisse, dass die Zuschauer das Spiel mit eigenen Augen verfolgt haben und sich ihre eigene Meinung bilden konnten.
Ein triftiger Grund, erst mit Beginn des Spiels den Fernseher einzuschalten und nach direkt zum Spielende umgehend ein anderes Programm zu wählen, sind die Reporter und die sogenannten Experten, mit den krampfhaften Interviews und Analysen. 
Klar, die Sportreporter bedienen mit ihren Interviews, direkt nach dem Spiel, die Medienlandschaft und sicherlich auch eine gewisse Anzahl von Menschen, die Gründe für Sieg oder Niederlage ihrer Mannschaft suchen. Es fällt aber auf, egal, welcher Reporter interviewt, die Fragen sind immer die Gleichen. 
Toni Kroos hat mit seinem Schritt, hoffentlich, einen (im wahrsten Sinne des Wortes) Anstoß dafür gegeben, wie kann, direkt nach einem Spiel, ein für beide Seiten interessantes Interview geführt werden. Danke, Toni, für deine Courage. Hoffentlich trägt dieser mutige Schritt dazu bei, dass sich die Sender und Sportreporter einmal Gedanken machen, was interessiert die Zuschauerinnen und Zuschauer, nach so einem Spiel, tatsächlich. 
Zum Glück gibt es einen Knopf, der jedem Fernsehzuschauer freistellt, diesen zu bedienen.

Ps. Mir ist bewusst, dass es bei diesem Palaver nur darum geht, teure Sendezeit zu generieren. Ein Grund mehr, für Sender und Experten, ihre Interviewstrategie zu überdenken!

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Dienstag, 24. Mai 2022
HSV hält die Klasse

Als Hamburger, dessen Sympathie eher in Richtung zum FC St. Pauli tendiert, bin ich trotzdem enttäuscht, dass der HSV, den Aufstieg in die 1. Bundesliga, wieder vermasselt hat. Zu Hamburg, als zweitgrößte Stadt der Bundesrepublik, gehört eine Mannschaft in Liga 1.
Dass der HSV, sich mit dem 1:0 in Berlin, eine hervorragende Ausgangsposition für den Aufstieg geschaffen hatte, war im Rückspiel nicht zu merken. Man hatte während des Spiels, das Gefühl, dass Hertha im Kopf mehr wollte als der HSV.
Versuchte man das Spiel von hinten aufzubauen, war der ballführende HSV-Spieler die ärmste Sau. Fast alle HSVer standen brach in der Landschaft oder versteckten sich, vor der Verantwortung, den Ball zu übernehmen. Damit ist eigentlich alles gesagt. Nur kurz zum 2:0 für Hertha. In der old School des Fußball wurde gelehrt, dass der Torwart und die Abwehrkräfte, bei Flanken und Standardsituationen, vorrangig das lange und kurze Eck absichern. Die Erkenntnis scheint aber zu alt und unmodern.
Lässt man das Spiel aus neutraler Sicht Revue passieren, dann muss neidlos anerkannt werden, die alte Dame Hertha, ist nach diesem Auftritt, ein würdiger Sieger der Relegation.

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