Sonntag, 20. Dezember 2020
Das Wort zum Jahreswechsel
Update: 24.12.2020

Erst einmal schönen Dank für die angeregte Diskussion. Ich habe ganz bewusst geschrieben, mit „Solidarität“ wäre die Staatsverschuldung schnell in den Griff zu bekommen. Es geht hier ausschließlich um die Nettovermögen im Milliardenbereich und nicht um die 1,7 Million Arbeitnehmer (mit Bruttoverdienst zwischen 5.000 und 7.000 Euro), die so die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage, den Spitzensatz von 42 Prozent zahlen. Alleine diese Zahlen weisen doch darauf hin, dass unser Steuersystem renovierungsbedürftig ist.

Nur zur Information, wenn man die weltweite Situation gegeneinander abwiegt, möchte ich in keinem anderen Land Leben. In diesem Sinne, geruhsame Feiertage und ein hoffentlich gesundes und erfolgreiches Jahr 2021.
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Das Thema, wo kommt das Geld für Extraausgaben, der „Corona Pandemie“ her, wäre mit Solidarität leicht zu lösen.

Ein Überblick, über die Finanzsituation in Deutschland, zeigt auf, dass ein Verteilungsdefizit gibt. Die Vermögens- und Schuldenuhr (Quelle: Wirtschaftspolitik, ver.di), zeigt auf die Sekunde, das Nettoprivatvermögen und wie sich das Vermögen der Superreichen vermehrt. Gleichzeitig tickt die Schuldenuhr des Staates unerbittlich.

Deutlich wird auch, dass nur 1 % der reichsten Bundesbürger, über ein Drittel dieses Vermögens besitzen. Diese Summe ist mehr als das zweifache der Staatsverschuldung.

Hier einen vernünftigen, solidarischen, Mittelweg - zwischen Staatsverschuldung und Superreichtum - zu finden, müsste ein Hauptanliegen der jeweiligen Bundesregierung sein. Ganz besonders in Coronazeiten, wo dreistellige Milliardenbeträge benötigt werden, um Wirtschaft, Gesundheit- und Sozialwesen zu stabilisieren.

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Der Mittelweg wäre nicht das Dümmste ehe jemand den Proudhon-Hammer rausholt:

Ich aber behaupte, dass weder die Arbeit, noch die Besitznahme, noch das Gesetz das Eigentum zu schaffen im Stande sind, dass es vielmehr eine Wirkung ohne Ursache ist: wer will mich deshalb verdammen? Was für ein Sturm der Entrüstung sich da erhebt! - Das Eigentum ist Diebstahl!

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Stimmt
ohne Kompromisse (Mittelweg) wird nichts gehen.

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Ein Existenzmaximum und Steuerhinterziehung als Straftsbestand des Raubs, das wär doch schon mal was. Für den Kompromiss braucht es ja immer noch zwei. Meineserachtens denkt das Kapital, es ginge auch ohne. Vielleicht lieber dann doch gleich den Proudhon-Hammer ;-)

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in deutschland zahlen 4 millionen einwohner den spitzensteuersatz von 42%
nehmen wir mal an du würdest 56000 euro im jahr verdienen dann fallen bei 42% 23500 euro an
ein drittel der bevölkerung zahlt überhaupt keine steuern

wohin willst du das verändern auch in erkenntnis das es sich ja nicht unbedingt bei selbstständigen um ein einkommen auf lebenszeit handelt?
ob der nicht vom kümmerlichen rest für seine altersvorsorge was zur seite legen muss?

die sogenannten milliardäre da wird ja immer der jeweilige aktienkurs einbezogen der ja extrem schwankend ist sind global aufgestellt und können mit einem federstrich den unternehmensstandort verändern oder eine andere staatsbürgerschaft annehmen

das ist die problematik populistischer volksreden
es wird was vorgegaukelt was in der praxis gar nicht durchsetzbar ist

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Ihre - wenn ich es mal populistisch - feudalistische Argumentation - nennen darf -gaukelt da auch ein wenig: Es sei jedem freigestellt, dort zu wohnen, wo er/sie will. Aber wer es hier schön findet, würde, wenn es nach mir ginge, auch hier einen entsprechenden Beitrag zahlen. Ich weiß nicht, welches Drittel Sie meinen, das keine oder kaum Steuern zahlt. Ihre Rechnung mit den 42% geht auch nicht ganz auf, wenn Sie einen Blick darauf richten, was man so absetzen kann. Wer geschickt Immobilien kauft, zahlt selbst als Chefarzt, den ich gut kenne, kaum Steuern.
Ich bin selbst nicht arm, fühle mich aber besser aufgehoben, wenn die Menschen um mich herum auch nicht schlecht leben. Mir sind diverse Schlupflöcher bekannt, die auch genutzt werden, so sie weiter bestehen. Ich frage mich, warum auf Goldan- und verkauf keine Mehrwertssteuer erhoben wird. Ich denke, dass das Gründen von Stiftungen nicht überlebenswichtig ist für eine gemütliche Kultur. Ich glaube auch nicht, dass es die Bank of Bahamas ist, die ihr Geld in die Steueroase verschippert, sondern unsere eigenen Großbanken. Ich erinnere an die kürzliche Diskussion, ob Firmen wie Amazon, die hier gut verdienen, nicht auch hier einen entsprechenden Teil ihrer Steuern zahlen sollten. Da gäbe es schon Mittel und Wege, wenn die Gier und ihre Komparsen dies zuließen. Und ich denke, dass es allen Beteiligten besser bekäme. Ich bin mir sogar sicher. Diese Schlupflöcher sind nicht gesund uns Wohlhabende - sie sind die Schokolade des bulemischen Kapitals.

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naja wenn ich so die jämmerlichen kurse unserer grossbanken sehe
deutsche bank 8,97 2007 87,50
commerzbank 5,27 höchstkurs 2007 200
dann scheint es mit dem geldfluss auf die bahamas einige schwierigkeiten gegeben zu haben

bei dem drittel in deutschland was keine steuern zahlt und vermutlich nie bezahlt hat und auch nie bezahlen wird könnte man sich beim statistischen bundesamt oder beim finanzministerium kundig machen
das ist kein vorwurf das ist eine feststellung
so sieht das realistisch nun mal aus

was kann ein lehrer denn absetzen z.b.?
absetzen heisst doch nicht ich kriege die kohle vom staat zurück sondern heisst nur ich kriege die kohle im umfang meines steuersatzes zurück
kauft der lehrer also schulmaterial was er braucht für 3000 euro und hat im schnitt einen steuersatz von 33% ja dann bleibt er ja wohl auf 2000 euro kleben

steuerschlupflöcher die populistisch verkündet werden hat es noch nie gegeben aussa sie waren politisch so gewollt oder die unfähigkeit der administration die verkündet es wäre ein loch im schiff das sie steuern und gebaut haben

amazon apple und konsorten ist ein europa-problem kein deutschland-problem
und haben sich den riesenwettbewerbsvorteil dadurch verschafft das sie 27 staaten gegeneinander ausspielen können nach dem motto: wenn ich dir 5% gebe dann hast du mehr kohle für deinen staatshaushalt als die wo 6% verlangen wollen
ja und dann werden so manche staaten schwach
ich würds doch genauso machen

familienunternehmen wie henkel oder oetker mit höheren steuersätzen zu drohen wo sie sowieso in aller welt ihre hütten und höhlen haben wie fast alle gutverdienenden sportler ist ein aberwitz
und primitivster populismus

wir leben nun mal in einer globalen welt
das mag der eine mögen und der andere nicht
das ist die unerbittliche realität

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