Donnerstag, 10. Juni 2021
Fehler eingestehen

Fehler wird es immer geben. Gleich, ob es sich um den privaten Bereich, Beruf, Sport oder die Politik handelt. Fehler einzugestehen und daraus zu lernen, ist eine Stärke und hilft für die Zukunft. Leider wird die Einsicht einen Fehler zu begangen haben, häufig als Schwäche ausgelegt, obwohl aus Fehlern zu lernen, eine menschliche Stärke ist. Ganz besonders in der Politik werden Fehler selten zugegeben. Minister, stellen sich lieber vor die Kameras und Mikrofone und publizieren, wider besseren Wissen, dass sie alles im Griff und unter Kontrolle haben. Das kann man auch häufig als Lüge bezeichnen. Wurde ein Fehler begangen, wird nur das offengelegt, was die Medien per Fakt beweisen können.

Zurzeit gibt es eine Menge Baustellen, die einen politischen Schutthaufen hinterlassen haben. Es geht hier nicht um Schuldzuweisungen, die sind ohnehin zu spät. Ein perfektes Anschauungsbeispiel bietet uns der Bundesminister für Gesundheit, Herr Spahn, mit dem Rumgeeiere, um den Einkauf und Einsatz von minderwertigen Covid-Schutzmasken und eine evtl. Weitergabe an obdachlose, arme und behinderte Menschen.

Die Bürger*innen erwarten, dass Fehler eingestanden werden und die Verursacher die Konsequenzen daraus ziehen. Egal, ob es sich um Fehleinschätzungen, Vetternwirtschaft oder Korruption handelt.

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mal ne dumme frage quasselstrippe
hat je ein bürger fehlerhafte masken erhalten?

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Fehler eingestehen

Schönen Dank für die berechtigte Frage. Ob die Masken ausgeliefert wurden, darum geht es mir nicht. Ich habe diesen Fall nur beispielhaft, für das Verhalten von Politikern skizziert, die sich bei noch so offensichtlichen Fehlern und falschen Entscheidungen vor Kameras und Mikrofone stellen und ihr Vorgehen als Erfolg verkaufen wollen. So ganz von der Hand zu weisen, ist im Fall Spahn, diese Thematik wohl auch nicht. Nicht umsonst reitet die gesamte Opposition und die Medien darauf herum. Klar, es ist Wahlkampfzeit, da fällt es besonders schwer Fehler einzugestehen.

Um es noch einmal deutlich zu machen, es geht mir nur darum, dass das Eingestehen von Fehlern menschlich ist. Da Politiker auch Menschen sind, würde ihre Glaubhaftigkeit bestimmt nicht darunter leiden, wenn sie Fehler zugeben. Ich bin überzeugt, das würde bei ihren Wähler*innen gut ankommen.

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