Dienstag, 12. Januar 2021
Mark Zuckerberg & WhatsApp

Den neuen AGB – zustimmen oder nicht?

Bei Genehmigung der neuen AGB, werden neben der Mobiltelefonnummer, Status-Informationen und den Transaktionsdaten, auch Geräte- und Verbindungsdaten sowie Standort an Facebook übermittelt. Dabei geht es insbesondere darum, dass Daten von WhatsApp-Nutzern auch mit Facebook selbst und anderen Konzerntöchtern wie Instagram geteilt werden sollen, unabhängig davon, ob man Mitglied dieser Medien ist.

Wer dem Datenaustausch zwischen WhatsApp und Facebook nicht zustimmt, kann WhatsApp ab dem 8. Februar 2021 nicht mehr nutzen. Nach dem Motto "friss oder stirb", erpresst das Unternehmen seine Kunden.

Update: 02.02.2021
Zwischenzeitlich hat Herr Zuckerberg gemerkt, dass die User sich nicht alles bieten lassen und sich mit den App’s von Threema und Signal Alternativen ausgewählt haben, die den Datenschutz ernst nehmen. Da hilft auch nicht, dass der Termin zur Zustimmung der AGB bis zum 15. Mai 2021 verlängert wurde.

Ich persönlich habe auch keine Probleme damit, für Systeme, die den Datenschutz, im Sinne ihrer Nutzer betreiben, Gebühren zu entrichten, lasse mich aber nicht von Herrn Zuckerberg und WhatsApp erpressen. Hiermit verabschiede ich mich zum 15. Mai von WhatsApp, da ich den neuen AGB nicht zustimme.

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Mittwoch, 20. März 2019
Gier frisst Gehirn auf

Ein normal denkender Mensch, schüttelt über die Dummheit des Bayer-Konzerns und deren Verantwortlichen nur den Kopf.
Vor lauter Geld-und Machtgier, wurde Monsanto - mit allen Altlasten (Glyphosat) - im Juni 2018 für ca. 59 Milliarden Euro vereinnahmt. Es ist die größte Übernahme durch einen deutschen Konzern.

Politik und Börse jubelten genauso, wie sie jetzt rumjaulen. Ein Dax-Unternehmen, das tief in die Miesen geht und, ach wie gruselig, die Einlagen der Aktionäre verbrennt. Dabei waren die durchaus, voraus schaubaren Probleme, durch das Unkrautvernichtungsmittel Roundup, mit Glyphosat, mehr als deutlich.

Schon zur Zeit der Übernahmegespräche zwischen Bayer und Monsanto, lagen mehrere Gutachten, über einen evtl. krebserregenden Effekt von Glyphosat vor.
Die Gutachten wurden je nach Interessenlage, unterschiedlich interpretiert und instrumentalisiert. Alleine dieser Umstand, hätte beim Bayervorstand, die Alarmglocken läuten lassen müssen. Zumal für jeden Bayer-Verantwortlichen klar war, dass es in den USA schon laufende Klagen gab, die nachweisen sollten und sollen, ob Glyphosat krebserregend ist.

Davon ist (Stand: 03/2019), eine Jury in den USA überzeugt, die sich mit der Klage von Edwin Hardeman auseinandersetzte. Die Jury ist sich sicher, dass seine Krebserkrankung, durch Unkrautbekämpfung in seinem Garten, mit dem, von ihm jahrzehntelang, verwendeten, glyphosathaltigen Mittel Roundup zusammenhängt.

Ein Gericht in San Francisco wird demnächst entscheiden, ob Roundup bei Edwin Hardeman den Krebs verursacht hat. Ist das der Fall, muss Bayer eine Entschädigung im hohen Millionenbereich zahlen. Das ist aber nur der Anfang. Weitere Klagen werden folgen, die Bayer und ihren Aktionären sehr wehtun werden.
Es handelt sich hier um ein Lehrbeispiel, dass die Gier, dass Denkvermögen stark einschränkt.

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Montag, 30. Juli 2018
Verträge und Verbraucherschutz

Verträge sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Abgeschlossene Verträge, sollen Käufer und Verkäufer gleichermaßen Rechtssicherheit bieten.

Ob es sich um Zeitungsabo, Internet, Fitnisstudio, Mobilfunktarife oder - noch schlimmer - um einen telefonisch aufgeschwätzten Vertrag handelt, der nicht einmal eine rechtsgültige Unterschrift erfordert, muss sich der Verbraucher, mit ellenlangen, nur schwer zu entschlüsselten Kleingedrucktem auseinandersetzen.
In vielen Fällen ist er überfordert. Gleich, ob es sich um kurzfristige oder längere Vertragslaufzeiten über mehrere Jahre handelt. Jedes mal muss überprüft werden, wann der Kündigungstermin ist. Nicht wenige Kunden verpassen deswegen die Kündigungsfristen und bleiben, ob sie wollen oder nicht, ein Jahr oder mehr, gebunden. Man hat das Gefühl, das ist gewollt und hat System.

Aus Verbrauchersicht ist das ein typisches Geschäftsmodell, zur Übervorteilung, obwohl sich eine einfache, übersichtliche, verbraucherfreundliche Lösung anbietet. Man schließt einen Vertrag über einen bestimmten Zeitraum ab und fertig.

Der Vertrag endet automatisch, nach Ablauf der festgelegten Zeit. Dem Unternehmen steht es dann frei, sich rechtzeitig in Position zu bringen und den Kunden für einen weiteren, festen Zeitraum an sich zu binden oder der Kunde verlängert von sich aus.

Da das anscheinend politisch nicht gewollt wird, wäre ein Lösungsansatz, nach Abschluss eines Vertrages, die 14tägige Widerrufsfrist abwarten. Anschließend umgehend, zum nächstmöglichen Termin kündigen - und eine Bestätigung der Kündigung anfordern.

Wenn der Gesetzgeber nicht auf die Einflüsterung der Lobbyisten hört, sondern, mit politischen Willen und einem entsprechenden Gesetz, den Verbraucher schützt, wäre das echter Verbraucherschutz.

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