Seit Christi Geburt werden Kriege im Namen Gottes geführt, doch noch hat kein einziger Krieg den Glauben gereinigt, sondern nur Menschen verbrannt. Eine blutige Spur heiliger Überzeugungen zieht sich durch die Jahrhunderte. Was bleibt, ist die Frage: Warum fällt es uns so schwer, Frieden zu bewahren? Die Antwort ist so einfach wie bitter: Der Mensch!
Immer wieder diente Religion als Ausrede für Macht, Gewalt und Unterwerfung. Von den Kreuzzügen bis zum Islamischen Staat – der Glaube wurde zum Werkzeug der Herrschenden.
Vielleicht ist der wahre Sieg des Glaubens nicht die Bekehrung des anderen, sondern die Erkenntnis der eigenen Begrenztheit.
Wer Religion zur Waffe macht, verrät ihren Kern. Ob Papst, Bischof, Kalif oder Prediger – wo Glauben zur Ideologie wird, endet Menschlichkeit. Die Geschichte lehrt: Es braucht keine heiligen Kriege, sondern heilige Demut.
Wie der Glaube den Krieg nährt
Wer im Namen Gottes tötet, tötet immer auch den Glauben selbst.
Seit über zweitausend Jahren ist Religion zugleich Quelle von Hoffnung und Rechtfertigung für Gewalt. Kaum ein Krieg in der Geschichte war völlig frei von religiösen Bezügen – und kaum ein Religionskrieg ohne politische oder ökonomische Hintergründe. Der Glaube verlieh Kriegen Sinn, Moral und Legitimation. Er machte sie zu etwas, das sich „lohnen“ sollte – wenigstens vor Gott.
Die Antike: Glaube gegen Imperium
Die ersten Religionskriege nach Christi Geburt waren die jüdischen Aufstände gegen Rom. Drei Mal – 66, 115 und 132 n. Chr. – rebellierten jüdische Gruppen gegen die Besatzungsmacht, weil ihre Religion unterdrückt, ihre Rituale beschnitten und ihre Tempel geschändet wurden.
Die Römer reagierten mit extremer Härte: Jerusalem wurde zerstört, die jüdische Bevölkerung zerstreut. Religion war hier sowohl Ursache als auch Identität – ein Symbol für Würde unter Fremdherrschaft.
Doch mit der Christianisierung Roms drehte sich das Rad. Aus den Verfolgten wurden Verfolger. Christliche Kaiser ließen heidnische Tempel zerstören, Andersgläubige zwangsbekehren und häretische Strömungen verfolgen. Schon in der Spätantike wurde der Glaube zur staatlichen Waffe.
Frühmittelalter: Mission mit dem Schwert
Mit dem Aufstieg des Islams im 7. Jahrhundert begann eine neue Ära. Innerhalb eines Jahrhunderts dehnten arabische Kalifate ihren Einfluss von Arabien bis Spanien aus. Diese Expansion war religiös legitimiert – sie sollte den wahren Glauben verbreiten –, aber zugleich auch politisch und wirtschaftlich motiviert.
Auch das christliche Europa kannte keine friedliche Mission. Karl der Große führte blutige Sachsenkriege (772–804), um die germanischen Völker zum Christentum zu zwingen. Wer sich weigerte, starb. Religion war hier Mittel zur Machtausweitung – und zur kulturellen Vereinheitlichung eines zersplitterten Kontinents.
Mittelalter: Der heilige Krieg als Geschäftsmodell
Das Hochmittelalter war das Zeitalter der Kreuzzüge (1095–1291). Was als frommer Aufruf begann, das „Heilige Land“ von den „Ungläubigen“ zu befreien, wurde bald zu einem europäischen Massenphänomen: Pilger mit Schwert und Segen, getrieben von Frömmigkeit, Abenteuerlust und der Aussicht auf Sündenvergebung – und Beute.
Doch die Kreuzzüge richteten sich nicht nur gegen Muslime. In Südfrankreich wurde der Albigenserkreuzzug (1209–1229) gegen die christlichen Katharer geführt – ein innerkirchlicher Vernichtungskrieg im Namen der „wahren Lehre“. Auch die Baltischen Kreuzzüge gegen heidnische Völker im Osten waren getarnte Kolonialfeldzüge.
Parallel dazu tobte auf der Iberischen Halbinsel die , die „Rückeroberung“ Spaniens durch christliche Königreiche. Sie war religiös motiviert, aber politisch kalkuliert. Wer „Ungläubige“ besiegte, gewann Land, Titel und Einfluss.
Am Ende des Mittelalters flammten neue religiöse Konflikte auf: Die Hussitenkriege (1419–1436) in Böhmen waren Aufstände gegen die Korruption der Kirche – und zugleich Vorboten der Reformation.
Frühe Neuzeit: Wenn Christen Christen töten
Die Reformation zerriss Europa. Was als religiöse Reformbewegung begann, endete in einem Jahrhundert konfessioneller Kriege. Aus Glaubensfragen wurden Machtfragen.
In Deutschland kämpften Protestanten und Katholiken im Schmalkaldischen Krieg (1546–1547) um Einfluss. In Frankreich metzelten sich Katholiken und Hugenotten (1562–1598) in einer Spirale aus Massakern und Racheaktionen nieder. In den Niederlanden verband der Achtzigjährige Krieg (1568–1648) religiöse und nationale Befreiungsbewegungen.
Von 1618–1648: Dreißigjähriger Krieg
Der Höhepunkt dieser Katastrophen war der Dreißigjährige Krieg! Er begann als Glaubenskonflikt, verwandelte sich aber in einen allgemeinen Machtkampf. Als er endete, war Mitteleuropa verwüstet, Millionen waren tot.
Erst der Westfälische Friede brachte die Erkenntnis: Kein Glaube darf mehr über Staaten herrschen.
19. Jahrhundert: Mission und Kolonialismus
Mit der Aufklärung schien Religion an politischer Bedeutung zu verlieren – doch in den Kolonien wurde sie zur moralischen Tarnung des Imperialismus. Missionare segneten Eroberungen, Bekehrung diente als Vorwand für Unterwerfung.
In Indien kämpften die Sikhs (1845–1849) gegen die britische Kolonialmacht um ihre religiös-politische Selbstbestimmung. In Afrika erhob sich der Mahdi (1881–1899) im Sudan gegen die „ungläubigen“ Briten.
Gleichzeitig erschütterte in China der Taiping-Aufstand (1850–1864) das Reich der Mitte: eine christlich inspirierte Sekte wollte das „Himmlische Königreich“ errichten – und löste einen der blutigsten Konflikte der Weltgeschichte aus.
20. Jahrhundert: Religion als Identitätspolitik
Im 20. Jahrhundert wandelten sich Religionskriege. Sie wurden seltener durch Dogmen ausgelöst, dafür stärker durch Identität und Zugehörigkeit.
Nach der Teilung Indiens (1947) explodierte Gewalt zwischen Hindus und Muslimen, Millionen starben oder flohen. Der Kaschmir-Konflikt ist bis heute eine offene Wunde religiöser Grenzziehung.
Auch in Europa lebte die religiöse Spaltung fort: Der Nordirlandkonflikt (1969–1998) trennte Katholiken und Protestanten, Loyalisten und Republikaner – Glauben und Nation verschmolzen zu einem tödlichen Gemisch.
Im Nahen Osten schließlich mischten sich Religion, Politik und Geopolitik auf engstem Raum – etwa im Libanesischen Bürgerkrieg (1975–1990), wo Christen, Schiiten, Sunniten und Drusen um Macht und Sicherheit kämpften.
Der Heilige Krieg des 21. Jahrhunderts
Der neue, heilige Krieg trägt viele Namen: Hamas, Al-Qaida, Islamischer Staat, Boko Haram, Al-Shabaab. Diese Gruppen kämpfen nicht nur um Territorium allein, sondern auch um eine religiöse Vision – die totale Herrschaft des Glaubens über alle Lebensbereiche.
Im Irak und in Syrien führten sie ihre „Gotteskriege“ mit apokalyptischem Eifer. In Nigeria zerstörte Boko Haram Schulen, weil Bildung als „westlich“ galt. In Wahrheit sind diese Kriege Ausdruck von Armut, Korruption und Machtvakuum – Religion dient als Brandbeschleuniger.
Wenn Glaube zur Waffe wird
Religionskriege entstehen, wenn Menschen Gott für ihre Zwecke vereinnahmen – und sich selbst an seine Stelle setzen.
Von den jüdischen Aufständen bis zum Islamischen Staat zieht sich eine Linie der Instrumentalisierung durch die Religion. Es ging und geht ausschließlich darum, Menschen zu mobilisieren, Herrschaft zu sichern und Gewalt zu rechtfertigen.
Die wahren Ursachen liegen selten im Glauben selbst, sondern in der Angst, ihn zu verlieren – in der Furcht vor Vielfalt, Freiheit und Machtverlust.
Frieden, so zeigt die Geschichte, entsteht nicht aus der Überlegenheit einer Religion, sondern aus der Einsicht, dass kein Glaube allein im Besitz der Wahrheit ist.
Warum (Religions)-Kriege entstehen?
1. Theologische/Dogmatische Differenzen (z. B. Ketzerverfolgung, Konfessionskonflikte).
2. Identität & Gruppenzugehörigkeit (Religion als Markenzeichen einer ethnischen/nationalen Gruppe).
3. Staats- und Machtfragen (Legitimation von Herrschaft, Kontrolle über Territorium).
4. Soziale/ökonomische Ursachen (Ressourcenverteilung, Land, Steuern; Religion als Mobilisierungsrahmen).
5. Kolonialismus & antikoloniale Bewegungen (koloniale Interaktion radikalisierte religiöse Mobilisierungen).
6. Externes Eingreifen / Geopolitik (mächtige Staaten/Koalitionen nutzen Religion als Hebel).
7. Zwangsbekehrung & Missionierung (direkte Ursache bei vielen mittelalterlichen und kolonialen Konflikten).
Fazit
Heilige Demut statt heiliger Krieg. Von den Zeloten im alten Jerusalem bis zu den Dschihadisten des 21. Jahrhunderts zieht sich eine Linie der Anmaßung: Menschen, die glauben, im Namen Gottes Gewalt ausüben zu dürfen. Doch wer Religion zur Waffe macht, verrät ihren Kern.
Vielleicht liegt der wahre Sieg des Glaubens nicht in der Bekehrung des Anderen, sondern in der Erkenntnis der eigenen Begrenztheit.
Frieden beginnt dort, wo kein Mensch mehr Gott für sich beansprucht – sondern ihm Raum lässt, auch im Andersgläubigen.
Es braucht keine heiligen Kriege. Es braucht heilige Demut.
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Offizielle Erzählung
Politik und Medien-Darstellung ist, die Rente müsse ständig durch die Steuerzahler*innen gerettet werden.
Jährlich wird die Rentenversicherung mit über 100 Mrd. € Bundeszuschuss (BZ) subventioniert.
Das Mantra „Die Jungen zahlen für die Alten“ ist ein Märchen, das Politik und Lobbygruppen gern erzählen, um die gesetzliche Rente schlechtzureden. Diese Diskussion artet in einem (gewollten?) Klassenkrieg - Arm gegen Reich - aus.
Realität der Finanzierung
Der BZ wird nicht ausschließlich aus Steuern der arbeitenden Bevölkerung finanziert, sondern auch aus den Beiträgen und Steuern der Rentner*innen selbst.
Rentner*innen als Zahler
Renten sind ab einer bestimmten Höhe zu versteuern. Jährlich fließen dadurch zweistellige Milliardenbeträge Einkommensteuer von Rentner*innen zurück in den Bundeshaushalt.
Das wird in der Rentendebatte genauso verschleiert, wie die Finanzierung, der versicherungsfremden Leistungen (VL):
> Mütterrente
> Renten für Kriegsopfer
> Fremdrentenrecht
Diese Posten sind eigentlich gesamtgesellschaftliche Aufgaben. Sie müssten aus dem Bundeshaushalt getragen werden und nicht aus den Beiträgen der versicherten Rentner*innen zweckentfremdet. Man könnte es auch als Plünderung der Rentenkasse bezeichnen.
Fazit
Fakt ist: Der BZ zur Rentenkasse stammt nicht nur aus den Steuern der Erwerbstätigen. Auch Rentner*innen finanzieren ihn durch Einkommensteuer auf ihre Rente, Sozialabgaben auf Betriebsrenten und Nebenverdienste sowie durch Mehrwertsteuer & Co. bei jedem Einkauf.
Der BZ ist kein Geschenk, sondern eine Rückführung von Beitragsgeldern und eine Umlenkung von Steuerzahlungen der Rentner*innen.
Hinzu kommt, dass die Politik sich weigert, versicherungsfremde Leistungen sauber aus dem Rententopf herauszurechnen und aus dem Topf zu finanzieren, wo sie hingehören: Aus dem allgemeinen Steuerhaushalt.
So entsteht das Bild, die aktuellen Beitragszahler*innen würden überfordert und die Rentner*innen seien eine finanzielle Belastung.
Durch die Vermischung von Beiträgen, Zuschüssen und versicherungsfremden Leistungen entsteht ein Narrativ, das Rentner*innen den Staat nur Geld kosten.
Die Wahrheit ist: Rentner*innen sind nicht nur Empfänger, sondern auch Mitfinanzierer – über Steuern und Abgaben für die VL, in dreistelliger Milliardenhöhe.
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Die Enthüllung des Spiegels (Nr. 37, 5.9.2025), dass Philipp R. , der Koordinator für Sicherheit der AfD-Bundestagsfraktion rechtskräftig wegen einer brutalen Gewalttat gegen Asylsuchende verurteilt wurde, löste kaum noch Aufsehen aus. Zu vertraut sind solche Schlagzeilen inzwischen geworden.
Die eigentliche Gefahr
Gewaltvergangenheiten in den Reihen der rechtsextremistischen AfD wirken längst nicht mehr wie ein Schock, sondern wie eine Blaupause, für den nächsten antidemokratischen Akt der AfD.
Diese strebt in ihrer Stoßrichtung – auch wenn sie es in Programmen verschleiert – auf eine Einschüchterung, Deklassierung und Abschiebung von Bürger:innen nach Abstammung an. Demokratische Rechte sollen nicht mehr für alle gelten, sondern nach „Stammbaum“. Das ist nicht einfach nur rechts. Das ist demokratiefeindlich.
Im Bundestag wollen die Grünen nun erneut prüfen, ob man das Bundesverfassungsgericht einschalten sollte. Die Linkspartei hat sich bereits gesprächsbereit gezeigt. Aber wo bleiben Union und SPD?
Gerade die Union drückt sich um Klarheit. Ihr Fraktionschef Jens Spahn plädierte zu Beginn der Wahlperiode dafür, die AfD „wie jede andere Partei“ zu behandeln. Im Wahlkampf schwenkte die Union dann auf das Thema „Migration“ um und lieferte der AfD damit die Bühne, auf der sie sich am Wahlabend feiern konnte. Auch die SPD bleibt unentschlossen.
Fazit
Die regierenden Volksparteien (SPD und Union) wissen, dass es in Deutschland Instrumente der wehrhaften Demokratie gibt, die dazu da sind genutzt zu werden.
Das Bundesverfassungsgericht kann prüfen, ob die AfD eine Gefahr für die Demokratie darstellt. Doch anstatt diesen Schritt konsequent zu gehen, fürchten Union und SPD, politisch schwach auszusehen.
Sie lassen die stärkste Waffe (Parteiverbot), die das Grundgesetz gegen Demokratiefeinde bereithält, ungenutzt – aus Angst, schwach zu wirken und Vertreter:innen zu verlieren.
So entsteht ein gefährlicher Widerspruch: Demokratische Parteien, die sich alle Wege (auch Sackgassen) offenlassen, nur um gegenüber der AfD nicht schwach zu erscheinen.
Vielleicht wird man eines Tages sagen: Die Demokratie ist nicht an der Strategie der AfD gescheitert – sondern an der Furcht der demokratischen Parteien, entschlossen und geschlossen zu handeln.
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Fast jeder kennt die Situation: Alle in der Clique machen mit – und auch du überlegst, ob du mitziehst, obwohl du eigentlich gar nicht so richtig willst. Genau das ist Gruppenzwang.
Gruppenzwang ist nicht per se schlecht. Er kann in riskantes, negatives Verhalten treiben, aber auch positive Effekte haben:
> Negativer Gruppenzwang
Alkohol trinken, rauchen, Drogen probieren, Radikalismus, Vandalismus, Mobbing. Vieles entsteht aus Mutproben oder dem Wunsch nach Anerkennung durch die Gruppe.
> Positiver Gruppenzwang
In bestimmten Cliquen gilt es als cool, Sport zu treiben oder sich sozial einzusetzen. Auch das ist Anpassung – nur mit konstruktiven, positiven Folgen.
Fazit
Gruppenzwang kann starken Stress auslösen – von innerem Druck und Selbstzweifeln bis hin zu Handlungen, die sogar rechtliche Konsequenzen haben können.
Offene Gespräche mit Freund*innen helfen, diesen Druck einzuordnen, die eigenen Standpunkte zu festigen und Orientierung zu finden.
Entscheidend bleibt, dass man sich als Mensch traut, seinen eigenen Weg zu gehen – auch wenn das bedeutet, gegen den Strom zu schwimmen.
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Update: zum Artikel vom 6. Mai 2025
Es kam, wie es kommen musste. Nach 100 Tagen Regierung kommen CDU/CSU und SPD mit ihrer Regierungspolitik nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Da hilft auch der 146-seitige Koalitionsvertrag nicht, auf deren inhaltlichen Aussagen sich CDU/CSU und SPD geeinigt haben.
Fazit
Genau, wie schon bei dem Vertrag der Ampelkoalition (CDU/CSU, Grüne, SPD) scheinen viele der Vertragszeilen für die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker schwer interpretierbar oder bindend zu sein.
Die aktuell dokumentierten Vorstellungen in der Sozialpolitik, lassen eine gemeinsame, für die Bevölkerung konzipierte Politik nicht zu. Die Zeilen des Koalitionsvertrages werden von jeder Koalitionspartei so interpretiert, wie es zu ihren individuellen Denkansätzen gerade passt.
Man darf davon ausgehen, dass diese Vorgehensweise nicht fördernd zum Fortbestand der Koalition beiträgt.
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Im Oktober 2024 erinnerte der folgende Artikel daran, dass die Menschheit, mit all den Kriegen und der hausgemachten Klimakatastrophe, sich immer wieder selbst infrage stellt. Es ist davon auszugehen, dass es sich auch nicht ändern wird.
Schaut man sich den Lauf der Weltgeschichte an, ist es eine immerwährende Geschichte, die sich seit Jahrtausenden wiederholt. Die Realität kann nicht verleugnet werden.
Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, das Drama Israels in Palästina und die vielen anderen Kriegsschauplätze weltweit, zeigen das Ego der dafür verantwortlichen Politiker*innen deutlich auf.
Was schwer nachvollziehbar ist, dass es auch Menschen sind, die diese Kriegstreiber wählen, unterstützen und ihr menschenunwürdiges Wirken gutheißen. Die Geschichte wiederholt sich, weil wir es zulassen, ja sogar unterstützen, dass die Menschheit – seit es sie gibt – sich immer wieder selbst infrage stellt. Wir drehen uns im Kreis. Kriege, Gewalt, Unterdrückung und Missachtung der Umwelt – wieder und wieder. Andere Namen, andere Orte, dieselben Muster.
Schon Abraham Lincoln (16. Präsident der Vereinigten Staaten) verfestigte diese Tatsache mit einem Satz:
> Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.
Fazit
Gerade in Zeiten von Krieg und Unterdrückung zeigt sich, wie wahr Lincolns Worte sind – damals wie heute.
Der Angriffskrieg auf die Ukraine, das Drama in Palästina, die vielen weiteren Brennpunkte rund um den Globus – sie alle führen uns diese Tatsache deutlich vor Augen.
Es sind Menschen mit Macht und an der Macht, die folgenschwere Entscheidungen treffen, die Familie und Menschen vertreiben und töten. Politiker*innen mit einem Ego, das offenbar größer ist als jedes menschliche Mitgefühl.
Schwer nachvollziehbar ist, dass ausgerechnet Menschen diese Kriegstreiber wählen, unterstützen und ihr menschenverachtendes Wirken gutheißen.
Sie werden bejubelt und von Menschen gefördert, die deren Rhetorik mittragen, unterstützen, ihre Taten relativieren oder einfach wegsehen. Manche sogar aus Überzeugung. Andere aus Angst oder Gleichgültigkeit.
So bleibt die große, unbequeme Frage? Warum lernen wir nichts? Warum lassen wir es immer wieder zu, dass das Schlimmste im Menschen an die Oberfläche darf – und das Beste im Menschen zu leise bleibt? Vielleicht, weil wir bequemer geworden sind. Vielleicht, weil wir hoffen, dass andere das Denken übernehmen. Oder weil wir Angst haben, das Falsche zu sagen – und dabei lieber gar nichts mehr sagen.
Aber Schweigen war noch nie ein guter Ratgeber. Es war immer der Anfang vom Ende.
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Es war vorauszusehen, dass es in der Koalition zwischen den Unionsparteien (CDU/CSU) und der SPD zu einem Getriebeschaden kommt.
Nach dem Stopp zur Wahl neuer Verfassungsrichter*innen durch den Bundestag ist die Aufregung bei den Sozialdemokraten groß. Ihr Koalitionspartner, die Union, versucht zu beschwichtigen. Aber zu unterschiedlich sind die Vorstellungen der Koalitionspartner über die politische Ausrichtung der vorgeschlagenen Verfassungsrichter*innen.
Begonnen hatte der Eklat um die Richterwahl mit Einwänden der Union gegen die von der SPD aufgestellte Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf, die eher dem linken Flügel zuzurechnen ist. Es begann ein der Demokratie unwürdiger Streit der Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD über die Wahl von Frau Brosius-Gersdorf als Richterin für das Bundesverfassungsgericht.
Der Bundestag konnte sich vor der Sommerpause nicht auf die Kandidatin einigen. Die SPD-Fraktion besteht auf ihren Vorschlag zur Wahl von Frau Brosius-Gersdorf, der nicht im Sinne der Union ist.
Nicht ganz ungelegen scheint der Union dieses Thema, als Ablenkung vom Maskendilemma des CDU-Fraktionschefs Spahn.
Die Wahl der Verfassungsrichter*innen erfolgt zu zwei Dritteln durch den Bundestag und Bundesrat. Sie müssen parteiübergreifend unterstützt werden – das macht den Konsens so wichtig.
Ein solcher Eklat ist daher ungewöhnlich und gefährlich für das Ansehen und die Unabhängigkeit des Bundesverfassungsgerichts die politische Stabilität und den Koalitionszusammenhalt.
Die CDU/CSU könnte der SPD-Kandidatin nicht zustimmen.
Möglicherweise spielt hier auch ein parteipolitisches Kalkül eine Rolle, um sich nach außen als „Hüter konservativer Rechtsstaatlichkeit“ zu positionieren.
Die SPD wiederum sieht darin eine Strategie zur politischen Einflussnahme auf das höchste deutsche Gericht.
Eine Neuwahl der Richter*innen ist erst nach der Sommerpause möglich – sofern ein Kompromiss gefunden wird.
Fazit
Die Wahrscheinlichkeit eines Koalitionsbruchs ist gegeben, sollten SPD und Union sich nicht einigen.
Die Debatte wird öffentlich weitergeführt werden – auch vor dem Hintergrund das die AfD davon profitiert inkl. populistischer Angriffe auf unsere demokratische Verfassung.
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Quelle: Nichtregierungsorganisation (NGO) Volksverpetzer. Diese hat 14 Tipps über den Umgang der Medien mit der AfD erstellt.
Das Thema ist nicht neu. Schon in 2024 wurde in Talkshows von ARD und ZDF deutlich, dass die Kommentator*innen selten in der Lage waren, Lügen, Narrative und hohle Phrasen der AfD-Gäste zu entlarven. Das Gleiche gilt für die Interviews in den analogen Medien. Der Volksverpetzer zeigt auf, wie Kommentatoren und Reporter gegenhalten können und müssen.
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Die Alternative für Deutschland (AfD) ist eine rechtspopulistische Partei, die in Teilen offen nationalistisch und antidemokratisch agiert. Es gibt innerhalb der Partei Strömungen und Personen, die immer wieder durch Aussagen oder politische Forderungen auffallen, die entsprechend GG Art. 21 demokratiefeindlich interpretiert und sanktioniert werden könnten. Folgend eine Übersicht prominenter AfD-Politikerinnen und -Politiker, die durch solche Positionen aufgefallen sind, inklusive ihrer Argumentationsmuster:
Björn Höcke, (Landesvorsitzender in Thüringen) und Führungsfigur des formal aufgelösten Flügels - von Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft.
> Forderte eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad.
> Nannte das Holocaust-Mahnmal ein „Denkmal der Schande.
> Setzt sich für eine organische Demokratie (staatlich kontrollierte Wirtschafts- und Berufsstände) ein, was für eine autoritäre Führerdemokratie interpretiert werden kann.
> Hat das GG als abstraktes Machwerk infrage gestellt.
> Abschaffung oder Aushöhlung der liberalen Demokratie zugunsten einer ethnonationalistischen Volksgemeinschaft.
Andreas Kalbitz (ehemals Mitglied des AfD-Bundesvorstands), inzwischen ausgeschlossen, aber weiterhin ideologisch einflussreich.
> Enge Kontakte zu Neonazis und zu Organisationen wie der Heimattreuen Deutschen Jugend (verboten).
> Deutliche Nähe zu autoritären, völkischen Idealen; Kritik an der Parteiendemokratie.
> Anschluss an extrem rechte Diskurse zur Überfremdung und Umvolkung, was eine Grundlage für antidemokratische Maßnahmen schaffen soll.
Christina Baum (AfD-Bundestagsabgeordnete)
> Forderte Einschränkungen für öffentlich-rechtliche Medien, sprach von Staatspropaganda.
> Hat Verschwörungsmythen über eine Corona-Diktatur verbreitet.
> Diskreditierung demokratischer Institutionen als Teil einer Systemkritik, die autoritäre Alternativen legitimieren soll.
Alice Weidel (Bundessprecherin der AfD)
> Oft gemäßigter im Ton, aber unterstützt die Strategie der Delegitimierung des Staates.
> Sprach mehrfach davon, Deutschland werde von einer Diktatur regiert.
> Fordert Einschränkungen der Gewaltenteilung, Entmachtung der Altparteien und Beschneidung des Bundesverfassungsgerichts.
> Stellt Institutionen der liberalen Demokratie als Feind des Volkes dar, um radikale Veränderungen zu legitimieren.
Mattias Hess (stellvertretender innenpolitischer Sprecher der AfD im Bundestag)
> Fordert weitreichende Maßnahmen gegen Linksextremismus – oft als Vorwand, um bürgerrechtliche Freiheiten einzuschränken.
> Stellt Grundrechte wie Versammlungsfreiheit in bestimmten Kontexten infrage.
> Nutzt die Sicherheitspolitik als Hebel, um autoritäre Überwachung und Kontrolle auszubauen.
> Behauptung, Deutschland sei keine echte Demokratie mehr (Altparteien-Kartell, Merkel-Diktatur).
> Verächtlichmachung des Parlaments und der Justiz: z. B. als Volksverräter, Systemhuren oder Handlanger der Globalisten.
> Schaffung eines Feindbildes: Migranten, Linke, Medien, NGOs (Non Government Organisation = Nichtregierungsorganisation) – als angebliche Zerstörer des deutschen Volkes.
> Rechtfertigung autoritärer Maßnahmen: Notwendigkeit einer nationalen Wiedergeburt oder einer starken Hand zur Lösung von Krisen.
> Kriegsvokabular (Umvolkung, Bevölkerungsaustausch, Endkampf gegen das System).
Fazit
Viele AfD-Politiker agieren in einer strategischen Mehrdeutigkeit. Doch die programmatische und rhetorische Linie zielt häufig auf eine Transformation Deutschlands in ein autoritäres, völkisch-nationales Regime. Ein direkter, offener Aufruf zur Abschaffung der Demokratie ist selten, aber es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass bestimmte Akteure innerhalb der AfD ein autoritäres, völkisch-nationales System bevorzugen würden – was im klaren Widerspruch zum GG steht. Es gibt nur eine Lösung für ein friedliches - weltweites - Zusammenleben und die heißt: Nie wieder Nazis.
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