Milliardengewinne trotz Krise
Shell fährt 10,8 Milliarden Dollar Gewinn im dritten Quartal 2026 ein.
So viel wie seit 2022 nicht mehr, und stockt die Aktienrückkäufe gleich mal von drei auf fünf Milliarden auf.
Die einen zahlen, die anderen kassieren. Während der normale Autofahrer an der Zapfsäule ins Schwitzen kommt, knallen bei den Ölkonzernen die Sektkorken - sorry, Champagnerkorken. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Der Grund
Der Iran-Krieg bremst die Dieselproduktion am Golf. Russische Raffinerien wurden durch den Krieg mit der Ukraine zerstört.
Die europäischen Raffinerien laufen auf Hochtouren, und Shell kassiert 42 Dollar Marge (Gewinnspanne) pro Barrel. Im Vorjahr waren es gerade einmal 11,6 Dollar. Anderer Leute Elend ist eben ein gutes Geschäftsmodell.
Und die Politik?
Die Frage - die sich stellt - ist: Welche Vorteile sehen verantwortliche Politiker*innen, wenn sie finanzielle Belastungen für die Bevölkerung gutheißen und einfache, durchzuführende Entlastungen verweigern. Die Konzerne dürfen also weiter ungestört einsammeln.
Greenpeace fordert eine Übergewinnsteuer, die SPD ebenfalls.
Kanzler Merz und Wirtschaftsministerin Reiche (beide CDU) wollen davon nichts wissen.
Der Iran brennt, die Ukraine bombt russische Raffinerien weg, und an der Zapfsäule zahlt der Normalbürger die Zeche.
Wer sich freut? Die Mineralölkonzerne! Shell mit 10,8 Milliarden Dollar Gewinn in drei Monaten, so viel wie seit 2022 nicht mehr. Als Dankeschön an die Aktionäre gibt es mal eben fünf statt drei Milliarden für Aktienrückkäufe. Die Raffineriemarge bei Shell: 42 Dollar pro Barrel, vor einem Jahr noch 11,6. Das ist keine Marge mehr, das ist eine Lizenz zum Gelddrucken.
Krieg, Krise: Kasse klingelt
Und die Politik? Greenpeace fordert eine Übergewinnsteuer, die SPD auch. Merz und Reiche von der CDU sagen Nein.
Wer in der Krise Milliarden einsackt, muss also nichts abgeben, und wer an der Tankstelle blecht, darf zuschauen.
Pointe: Wenn Bomben fallen, steigen die Dividenden.
Fazit
Wer zahlt, wer kassiert: Shell generiert 10,8 Milliarden Dollar Gewinn in drei Monaten. Der Grund heißt Krieg. Wo am Golf kaum noch Diesel produziert wird und russische Raffinerien in Trümmern liegen, verdient der Rest der Welt seine Margen mit Lizenz zum Gelddrucken: 42 Dollar pro Barrel bei Shell, vor einem Jahr waren es 11,6 Dollar
Die Politik schaut zu. Merz und Reiche sagen Nein zur Übergewinnsteuer. Die Konzerne kassieren, der Autofahrer blecht.
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