Samstag, 18. Juli 2026
Jens Spahn (CDU) und Leihmutterschaft

Es geht hier nicht um den Menschen, sondern um das Kindeswohl und den Spitzenpolitiker Jens Spahn. Man sollte meinen, Politiker denken und handeln vorausschauend. Bei dem Politiker Jens Spahn war das aus Sicht vieler Beobachter nicht der Fall, zumal seine Partei CDU das Thema Leihmutterschaft ablehnt. 
Umso wahrscheinlicher ist es, dass im Umkehrschluss die AfD versuchen wird, Herrn Spahns Offenlegung – zu einer Leihmutterschaft – politisch für sich zu nutzen und zu instrumentalisieren. Wie heißt es so schön: „Die Glaubwürdigkeit der Politik“ wird mit Füßen getreten.
Dass, die AfD das Thema in den kommenden Wahlen dankend aufgreift und sich davon zusätzlichen Rückenwind für die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt (6. September 2026) und in Mecklenburg-Vorpommern (20. September 2026) erhofft, ist voraussehbar.
Ob sich dies tatsächlich in Wahlerfolgen niederschlägt, lässt sich allerdings nicht vorhersagen, da das Wahlverhalten von vielen Faktoren abhängt.
Viele überzeugte Demokraten blicken aber mit Sorge auf eine solche Entwicklung. Sie befürchten, dass die Debatte die politische Polarisierung weiter verschärfen und extremen Kräften zusätzliche Aufmerksamkeit verschaffen könnte. Welche Auswirkungen dies letztlich auf unser demokratisches System und die betroffenen Parteien haben wird, bleibt noch offen.

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