Samstag, 18. Juli 2026
Immer wieder-Klimadiskussion

Klimaneutralität,
Europa ist der Kontinent, der am stärksten vom Klimawandel betroffen ist. Was das heißt, haben die Hitzewellen der vergangenen Wochen jedermann drastisch vor Augen geführt. Europa ist aber auch ein Kontinent, dem der Wille zum Klimaschutz zunehmend abhandenkommt.
Schaut man sich den Klima-Report der World Meteorological Organization (WMO an, bekommt jeder Mensch, der eins und eins zusammenzählen kann - Zukunftsängste.

Extreme Wetterereignisse nehmen zu. Häufigere und intensivere Folgen durch:
* Hitzewellen
* Starkregen
* Überschwemmungen
* Hagel
* Stürme
Millionen betroffene Menschen, Gesundheits- und Existenzängste und Milliardenschäden.

In einer Zeit, in der die Industrie darniederliegt, massenhaft Jobs verloren gehen und viele Länder ihrer Verantwortung für die Zukunft des Planeten nicht mehr gerecht werden, stellt sich hier verstärkt die Frage, wie teuer Klimaschutz sein darf und wie weit Selbstbeschränkung gehen kann. Das ist die Kulisse, vor der die jüngsten Vorschläge der Brüsseler EU-Kommission zur Reform des europäischen Emissionshandels zu betrachten sind.

Das System für Industrie und Stromerzeugung soll nicht abgeschafft, aber gelockert werden. Es geht darum, kurzfristig die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Wirtschaft zu erhöhen, ohne die Klimaziele aus den Augen zu verlieren. Bis 2040 will die EU ihre Treibhausgasemissionen um 90 Prozent im Vergleich zu 1990 senken, zehn Jahre später soll Europa als erster Kontinent klimaneutral sein.

Mit ihren Vorschlägen kommt die EU-Kommission der europäischen Industrie und fossilen Staaten wie Deutschland und Polen weit entgegen. Das ist allerdings erst der Auftakt für einen langwierigen Gesetzgebungsprozess.

Fazit
Die Frage ist nicht ausschließlich die Wettbewerbsfähigkeit, sondern sind die Industriestaaten in der der Lage, die Treibhausgase so zu reduzieren, dass die weltweite Umwelt nicht mit Stürmen, Dürren und Waldbränden, Überschwemmungen und all dem menschlichen Leid, was sich damit verbindet, zurückschlägt.
Allen, die sich dem effektiven Klimaschutz verweigern, sei in Erinnerung gerufen: denkt vorausschauend. Es wird auch eine Zeit nach euch geben. Die Weichen für die künftige Generationen und einer lebenswerten Umwelt werden jetzt gestellt.


1. Überschrift
* Aufgeheizte Städte
* In vielen Gebäuden und an nicht wenigen Plätzen herrschen im Sommer gefährliche Temperaturen. Seit Jahren ist bekannt, wie sich das ändern lässt – theoretisch.
* Von Michael Bauchmüller, Tim Frehler und Claudia Henzler
2. Einleitung
* Das Robert-Koch-Institut berichtet über die hohe Zahl der Hitzetoten (6830 bis Anfang Juli).
* Klimawandel verschärft die Hitze.
* Leitfrage: Warum sind Deutschlands Städte und Gebäude nicht besser vorbereitet?
3. Beispiel Stuttgart
* Absage des Stadtteilfestes auf dem Marga-von-Etzdorf-Platz wegen Hitze.
* Peter Pätzold erklärt, dass Begrünung, Schatten und Wasser seit 2013 gefordert werden, aber oft als „weiche Faktoren” gestrichen wurden.
4. Warum wurde zu wenig getan?
* Der Klimawandel war lange nicht so unmittelbar spürbar.
* Andere Probleme wie Wohnraummangel hatten Vorrang.
5. Wohnungsbau versus Klimaanpassung
* Bundesbauministerin Verena Hubertz setzt auf den „Bau-Turbo”.
* Nachverdichtung und einfachere Bebauung.
* Bernd Düsterdiek erklärt den Zielkonflikt zwischen Wohnungsbau und Klimaanpassung.
6. Wie Städte künftig gebaut werden sollten
* Schwammstadt-Prinzip.
* Mehr Bäume, Fassadenbegrünung, Wasserspeicherung.
* Beispiel Marga-von-Etzdorf-Platz.
* Pätzold: Heute würden größere Bäume und zusätzliche Schattendächer eingeplant.
7. Akute Maßnahmen gegen Hitze
* Sonnensegel.
* Nebelsprühanlagen.
* Mobile Bäume.
* Geplanter Pavillon in Stuttgart (1,3 Mio. Euro), aber fehlendes Geld.
* Manche Plätze werden im Hochsommer trotzdem kaum nutzbar sein.
8. Die eigentliche Herausforderung
* Nicht einzelne Plätze, sondern der gesamte Stadtumbau.
* Langfristige Strategie.
* Zusammenarbeit vieler Ämter.
* Vor allem: ausreichende Finanzierung.
9. Beispiel Nürnberg
* Rahmenplan seit 2014.
* Parks saniert.
* Flächen entsiegelt.
* Mehr Stadtgrün.
* Umsetzung wegen Geldmangels deutlich langsamer.
10. Finanzprobleme der Kommunen
* Über 30 Milliarden Euro Defizit.
* Freiwillige Klimamaßnahmen werden zuerst gekürzt.
11. Vorschlag der Kommunen
* Klimaschutz und Klimaanpassung sollen kommunale Pflichtaufgabe werden.
* Dadurch gemeinsame Finanzierung durch Bund und Länder.
12. Verfassungsrechtliches Problem
* Dafür müsste das Grundgesetz geändert werden.
* Politische Mehrheiten sind derzeit fraglich.
13. Reaktion des Bundes
* Verweis auf die Grundgesetzänderung des Vorjahres.
* 100 Milliarden Euro Sondervermögen für Länder und Kommunen.
* Umweltminister Carsten Schneider hält das Geld für ausreichend.
14. Kritik der Kommunen
* Tatsächlich kämen nur rund 60 Milliarden Euro bei den Kommunen an.
* Der Investitionsstau sei fast viermal so hoch.
* Beispiel Stuttgart: Außenjalousien und Klimageräte als Übergangslösung.
15. Gebäude als zweites großes Problem
* Viele Gebäude sind alt und schlecht gegen Hitze geschützt.
* Besonders betroffen: Bauten der 1950er bis 1970er Jahre.
* Rund ein Drittel aller Wohnungen stammt aus dieser Zeit.
16. Sanierung als Lösung
* Früher war schlechte Dämmung vor allem ein Winterproblem.
* Heute dient jede energetische Sanierung auch dem Hitzeschutz.
* Fenster, Sonnenschutz und Dachdämmung helfen.
17. Förderung wird gekürzt
* Architektin Eva Ibrügger kritisiert die Kürzung der KfW-Förderung.
* Das Wirtschaftsministerium verweist auf Haushaltsdisziplin und gezieltere Förderung.
18. Schluss
* Die energetische Sanierungsquote liegt nur noch bei 0,7 Prozent.
* Jan Peter Hinrichs kritisiert, dass der Fokus zu stark auf Wärmepumpen lag.
* Die Gebäudehülle wurde vernachlässigt – und genau das rächt sich nun in immer heißeren Sommern.

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