Nicht nur in den 1930 Jahren war Satire gefährlich für Diktaturen. Autoritäre Regime fürchten auch heute noch Spott und Häme, weil sie ihren Anspruch auf Unfehlbarkeit zerstört. Deshalb wurden Karikaturisten wie Walter Trier verfolgt.
* Walter Trier war mehr als der Illustrator von Kinderbüchern. Obwohl ihn viele - vor allem durch die Illustrationen zu den Büchern von Erich Kästner kennen, war er einer der bedeutendsten politischen Zeichner seiner Zeit.
* Die Nationalsozialisten verfolgten ihn früh. Als Jude erhielt Trier Berufsverbot, musste fliehen und setzte seinen Kampf gegen den Nationalsozialismus aus dem Exil fort.
* Humor als Widerstand. Für die britische Regierung zeichnete er Propagandamaterial gegen Adolf Hitler. Seine Zeichnungen machten Diktatoren lächerlich – und nahmen ihnen damit einen Teil ihrer Macht. Trotz seiner Erfahrungen wurde Trier kein Zeichner des Hasses.
Seine Arbeiten waren von Humanismus geprägt und sollten Menschen zum Nachdenken bringen, nicht zur Vergeltung aufstacheln.
Fazit
Dieser Zeit sind wir wieder erschreckend nahegekommen. Viele aktuelle Politiker*innen – mit rechtem Gedankengut – erinnern uns daran, dass Demokratie kein Selbstgänger ist. Sie wirken darauf hin, dass Nationalismus, Antisemitismus und autoritäres Denken wieder mehr Einfluss gewinnen.
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