Samstag, 20. Juni 2026
Geringe Reformbereitschaft

In Deutschland herrscht geringe Bereitschaft, für Reformen
Angesichts großer Probleme in vielen Bereichen – wie bei Rente, Arbeitsmarkt oder Gesundheit – halten die weitaus meisten Befragten grundlegende Reformen in Deutschland für wichtig, unabhängig von finanziellen Belastungen und Einschnitten. 
Gleichzeitig gibt es aber erhebliche Zweifel an der Reformbereitschaft in unserem Land: Nur knapp ein Viertel geht davon aus, dass die Bereitschaft für solche Reformen groß ist. Drei Viertel glauben nicht, dass hierfür bei uns alles in allem eine hohe Bereitschaft vorhanden ist. 
Hinweis: Alle hier aufgeführten Prozentwerte und Annahmen sind dynamisch und können sich entsprechend des Umfragetermins und der politischen Situation, jederzeit verändern.
Nach wie vor herrschen aber große Zweifel am Reformpaket der Regierung und weiter viel Unzufriedenheit. Das spiegelt sich in der sogenannten Sonntagsfrage, durch die hohe Zustimmung zur AfD (stärkste Partei) wider.

AfD weiter vor der Union
Union und SPD erhalten weiterhin nur relativ wenig Zustimmung: Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU auf 24 Prozent und die AfD würde mit 28 Prozent vorne liegen.
Die SPD verharrt auf 13 Prozent. Grüne dürfen sich auf 12 Prozent einstellen. Was die Linke anbetrifft, sie darf mit 11 Prozent rechnen. Während die FDP mit 4 Prozent unter der 5%-Hürde dümpelt und somit außen vor ist. Mit diesem Ergebnis hätte Schwarz-Rot keine Mehrheit.

Fazit
In diesem Jahr wird in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Die Mehrheit der Bevölkerung erwartet negative Folgen für Deutschland. Das liegt am hohen Zuspruch zur AfD und deren voraussichtliche Wahl. Stellt die AfD zukünftig in beiden ostdeutschen Bundesländern die Regierung, wären die nationalen und internationalen Auswirkungen für Deutschland, nach Meinung der meisten demokratisch gesinnten Wähler:innen und Institutionen eher negativ.
72 Prozent der Deutschen sehen in der AfD eine Gefahr für die Demokratie, darunter 74 Prozent der Befragten im Westen und 61 Prozent der Befragten im Osten. Insgesamt gut ein Viertel (26 Prozent) sieht das nicht so.
Es ist schwer nachvollziehbar, warum sich demokratisch gesinnte Menschen, der AfD hinwenden.

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