Samstag, 20. Juni 2026
Björn Höcke - Verharmlosung der NS-Diktatur

Das Streben, einer erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad, ist das Lebensthema des AfD-Geschichtslehrers Björn Höcke.
Zwar leugnete Höcke (seit 2014 Vorsitzender der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag) nie den Massenmord an den Juden, aber für ihn ist er nur eine unschöne Fußnote, in der sonst so glorreichen deutschen Geschichte oder “ein Vogelschiss der Geschichte“, wie sein Parteifreund Alexander Gauland behauptete.
Schon in seinem Buch „Nie zweimal in denselben Fluss" und seinen mutmaßlichen Frühwerken, die er wohl unter Pseudonym „Landolf Ladig" in NPD-Postillen schrieb, verharmlost Höcke das NS-Regime als gut gemeinte Antiglobalisierungsbewegung, die versuchte, die Krisen der Moderne in den Griff zu bekommen, aber leider dabei über das Ziel hinausschoss.
Mit seiner neuesten Aussage, der Holocaust sei „nicht im Namen der Deutschen" geschehen, ist aber auch für Höcke eine neue Stufe der Lüge und Geschichtsklitterung erreicht.
Er will die deutsche Verantwortung für den industriellen Massenmord ultimativ abstreifen. Der sei ja unter strengster Geheimhaltung passiert. Höcke spricht nach dem Motto:
„Wenn das der Führer wüsste!" Als hätten nicht Deutsche die Deportationen organisiert, sich am Gut der Ermordeten bereichert, Wachtürme besetzt und Gaskammern bedient.

Fazit
Über Gaulands „Vogelschiss" gab es 2018 einen Aufschrei in Politik und Zivilgesellschaft. Der Höcke von 2026, das ist die deprimierende Nachricht, kann solche Sprüche folgenlos äußern. Man muss diesem Mann zuhören und widersprechen, seine Botschaft als den Skandal brandmarken, die sie ist. Und verhindern, dass so ein Mensch und seine Gesinnungsgenoss*innen je eine Staatskanzlei besetzen.

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