Freitag, 12. Juni 2026
Abschiebung

Es trifft die Falschen (Hamburger Abendblatt, 12. Juni 2026)
Bereits Ende der 1950er Jahre kamen Menschen aus Afghanistan, Vietnam, Jugoslawien, Griechenland, Italien und vielen anderen Ländern nach Deutschland. Sie lebten sich ein, arbeiteten und trugen mit ihren Steuern und Sozialabgaben zum Wohlstand Deutschlands bei. Eine Politik, die unser Land und den sozialen Status nachhaltig geprägt hat. Die meisten dieser Gastarbeiter*innen kehrten später in ihre Heimatländer zurück.
Vor diesem Hintergrund ist es schwer nachvollziehbar, dass Menschen aus sogenannten Drittstaaten, mit Abschiebung aus Deutschland konfrontiert werden, obwohl der deutsche Arbeitsmarkt wieder dringend Arbeitskräfte sucht. Deutschland benötigt Menschen wie den Pflegehelfer Emin Özar: Menschen, die arbeiten, Verantwortung übernehmen und den Sozialstaat stützen. Ohne sie wäre unser Wohlstand nicht denkbar.

Fazit
Statt auf Abschiebung zu setzen, sollte Deutschland eine echte Perspektive bieten. Deutschland braucht Menschen, wie den kurdischen Pflegehelfer Emin Özar, die arbeiten, Verantwortung übernehmen und den Sozialstaat unterstützen. Ohne diese Menschen, würden wir nicht dastehen wo wir heute sind. Deshalb sollten wir alles daransetzen, diese Menschen nicht abzuschieben, sondern ihnen eine Perspektive in unserem Land zu geben.
Übrigens: es stellt sich die Frage, wie ca. 3.900 km deutsche Außengrenze, personell überwacht werden soll. Dazu fällt nur ein Begriff ein: Politische Traumtänzer!

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