Samstag, 30. Mai 2026
Fußball-WM in USA

Kommerzialisierung des Sports
Die WM 2026 ist tatsächlich die größte der Geschichte: 48 statt 32 Teams und 104 statt 64 Spiele. Die Kritik lautet, dass die FIFA immer weiter expandiert, um mehr TV-Gelder, Sponsorenverträge und Ticketeinnahmen zu erzielen.
Der Vorwurf, die WM werde für viele Fans unbezahlbar, findet sich auch in aktuellen Berichten über die hohen Ticketpreise und das umfangreiche Geschäft der FIFA, mit den Medien wieder.
Der Weg von der WM 2018 in Russland über die WM 2022 in Katar bis zur WM 2026 in den USA, zeigt die Richtung. Dahinter steht die These, dass große Sportereignisse autoritären oder problematischen Regierungen helfen können, ihr internationales Image aufzupolieren.
Bei Russland standen Krieg und Repressionen im Fokus, bei Katar die Menschenrechtslage und die Arbeitsbedingungen von Gastarbeitern. Die USA unter Donald Trump werden hier in eine ähnliche Reihe gestellt – allerdings aus einer anderen politischen Perspektive.

Kommerzialisierung
Politische Anklage gegen Trumps Migrationspolitik
Der Kontrast zwischen feiernden Fans in den Stadien und den Maßnahmen der US-Einwanderungsbehörde ICE außerhalb der Stadien, ist schwer auszuhalten.
Die WM schafft eine Art „Gute-Laune-Kulisse“, während gleichzeitig harte Abschiebungs- und Migrationspolitik betrieben. Das wirft die Frage auf, ob internationale Sportgroßereignisse noch als unpolitische Feste betrachtet werden können oder ob sie zunehmend Teil von Imagepolitik, Kommerz und Machtinteressen geworden sind. Einfach ausgedrückt: Sport ist Poltik.
Die FIFA selbst dürfte das natürlich anders sehen und die WM als weltweites Sport- und Kulturereignis darstellen.

Faktisch korrekt ist jedenfalls: Die WM 2026 beginnt am 11. Juni, wird in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen und ist mit 48 Mannschaften sowie 104 Spielen die größte Fußball-Weltmeisterschaft aller Zeiten.

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