Dienstag, 18. März 2025
Trumps Chaos

Die USA haben die Unterstützung für die USAID (US-Entwicklungshilfe) eingestellt. Dadurch wird der finanzielle Anteil der USA für die Verwirklichung von 17 humanitären Zielen, auf die sich die Weltgemeinschaft geeinigt hatte, durch den USA-Präsidenten Trump gestrichen. Die USAID ist ein zentrales Instrument der USA, um Armut zu bekämpfen, Bildung zu fördern und Krisenregionen zu stabilisieren.
Die Entscheidung der Trump-Regierung, die US-Entwicklungshilfeagentur USAID weitgehend aufzulösen, hat weltweit Besorgnis ausgelöst.
Diese drastischen Kürzungen betreffen zahlreiche globale Initiativen, darunter Gesundheitsprogramme zur Bekämpfung von HIV, Malaria und Tuberkulose, Bildungsprojekte in Entwicklungsländern sowie humanitäre Hilfsmaßnahmen in Krisengebieten. Die plötzliche Einstellung dieser Programme gefährdet die Gesundheit und das Wohlergehen von Millionen von Menschen weltweit. Sie sind ein weiteres Zeichen dafür, wie autoritäre Tendenzen und private wirtschaftliche Macht in den USA unter Trump Hand in Hand gehen.
Die Konzentration von Reichtum und Macht in den Händen weniger Superreiche hat in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen, was zu einer Verschiebung des politischen Einflusses geführt hat. Diese Elite nutzt oft ihren Einfluss, um politische Entscheidungen zu ihren Gunsten zu lenken, sei es durch Lobbyarbeit, Medienbesitz oder direkte finanzielle Unterstützung politischer Akteure. Das erzeugte Ungleichgewicht untergräbt demokratische Prozesse und fördert politische Entscheidungen, die den Interessen der Mehrheit der Bevölkerung widersprechen.
Besorgniserregend ist die Rolle von Milliardären wie Elon Musk, die durch ihre wirtschaftliche Macht – ohne die Legitimität einer demokratischen Wahl – erheblichen Einfluss auf politische Entscheidungen ausüben können. Musk, der von Präsident Trump zum Leiter des Departments of Government Efficiency (DOGE) ernannt wurde, spielte eine Schlüsselrolle bei der Entscheidung, USAID-Institutionen abzuwickeln.
Gleichzeitig stellt er sein privates Starlink-System, als Geschenk für das Weiße Haus, zur Verfügung. Dieser offensichtliche Interessenkonflikt wirft Fragen zur Integrität politischer Entscheidungen und der Sicherheit auf.

Fazit
Die aktuelle Politik der USA, sich aus internationalen Verpflichtungen zurückzuziehen, könnte globale Ungleichheiten verschärfen und Regionen destabilisieren, die bereits unter wirtschaftlicher Ausbeutung und den Folgen des Klimawandels leiden. Der Rückzug aus der Entwicklungszusammenarbeit könnte zudem das geopolitische Gleichgewicht zugunsten anderer aufstrebender Mächte verschieben, die bereit sind, in diese Lücken zu treten.
Die zentrale Frage bleibt also: Wird die Mehrheit der amerikanischen Wählerinnen und Wähler erkennen, dass sie von Trump instrumentalisiert werden und er keinerlei Rücksicht auf sie und Ihre Existenz, durch die einseitige Kündigung ihrer Arbeitsplätze, in Kauf nimmt. Oder bleibt der ideologische Schleier, genährt durch Fake News, Lügen, Angstkampagnen und geschickte Propaganda, durch die hauseigenen sozialen Medien so stark, dass wirtschaftliche Realitäten von den Betroffenen ignoriert werden?
Trumps Rückgrat, die arbeitende, amerikanische Bevölkerung hat die Möglichkeit, nach 18 Monaten (3. November 2026) sich bei den Midterms (Zwischenwahlen) zu korrigieren. Da wird sich zeigen, ob seine Fans immer noch so geschlossen zu ihm stehen.
Letztlich hängt es von den öffentlichen, demokratisch geprägten (analogen und digitalen) Medien ab, ob es gelingt, das System Trump offenzulegen und Alternativen anzubieten, die echte soziale Gerechtigkeit anstreben und aufzeigen, dass Trump kein Wirtschaftsexperte, sondern vielmehr ein Chaosfaktor ist.
Doch mit der schleichenden Aushöhlung demokratischer Institutionen und der zunehmenden Kontrolle über Kommunikationskanäle durch Trump-freundliche Akteure wird es immer schwerer, eine breite Öffentlichkeit mit faktenbasierten Informationen zu erreichen und zu überzeugen.

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