Freitag, 14. Februar 2020
Foulspiel im Fußball

Das Gespür, Für Respekt, Fairness und was ist Foulspiel, scheint vielen Profispielern und "Fußballlehrern" abhanden gekommen zu sein.

Bei noch so offensichtlichen, brutalen Fouls und Vergehen, wird das Schiedsrichterteam bedrängt, wenn ein Foul gepfiffen wurde. Verbal sowie mit Gesten, wird von den Spielern angedeutet, dass nur der Ball gespielt wurde. Der Ball wird aber in vielen Situationen erst getroffen, wenn die Beine beiseite geräumt wurden. Allen Akteuren, müsste in Zeiten der sozialen Medien klar sein, dass sie, sowohl was das Foulspiel anbetrifft, als auch bei den pausenlosen Reklamationen, Vorbildcharakter haben, der bis in die untersten Ligen und in den Jugendbereich ausstrahlt.

Es gilt aber auch zu differenzieren! Einerseits, die neuen Regeln, ab Saison 2019-2020. Diese sind grob gesagt dafür ausgelegt, dass die Schiedsrichterteams, von Spielern und Offiziellen, respektvoll behandelt werden. Aber auch um absichtliche Spielunterbrechungen zu verhindern.

Zum anderen, das Spielgeschehen. Hier gilt es, das Spiel zu leiten und das Foulspiel - entsprechend der Fifaregel 12 zu bewerten.

Beim Studium der Regel 12, fällt auf, nur der Versuch zum Foulspiel, zieht gleiche Konsequenzen nach sich, wie ein Foul. Diese Regelauslegung, wird so gut wie nie angewendet. Nimmt man die Regeln ernst – dafür sind Regeln ja da - würden in jedem Profispiel, nach 15 Minuten, nur noch acht gegen acht spielen und vier Elfmeter verhängt worden sein. Auffällig ist, dass in den ersten Minuten - egal wie schwer das Foul ist - selten ein Strafstoß gepfiffen oder eine rote Karte gezeigt wird.

Nach den neuen Regeln, werden für Missachtung und Respektlosigkeit (z.B. abwinken und verbal beschweren) gegenüber dem Schiedsrichterteam und/oder den Versuch einer Spielverzögerung, sofort Gelbe und im Wiederholungsfall Rote Karten für Spieler und Offizielle an der Seitenlinie verteilt.

Bei der o.a. Foulspielregel 12, werden noch so brutale Fouls, die im öffentlichen Leben eine Klage wegen schwerer Körperverletzung nach sich ziehen, immer häufiger: "als Spiel gegen den Ball gewertet" und in vielen Fällen, ohne entsprechende Strafe durch gewunken.

Ohne wenn und aber, sind in beiden Fällen die entsprechenden Strafen anzuwenden. Die entscheidene Frage, die sich hier stellt, ist die Verhältnismäßigkeit der Strafen. Körperliche Attacken, die schwere Verletzungen bewirken, werden mit verbalen und nonverbalen Verhalten gleichgestellt. Ursache und Wirkung passen nicht zusammen.

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