Dienstag, 3. Dezember 2019
Pyro

Die Diskussion um das Abbrennen von Pyro in den Stadien, wird mit jedem Spieltag neu entfacht. Da helfen auch keine Zugeständnisse, das Benutzen von Pyro, in bestimmten Blöcken zu erlauben.

So langsam aber sicher, muss den Verantwortlichen in Sport und Politik doch deutlich geworden sein, dass mit herkömmlichen Mitteln (Verbote, lasche Eingangskontrollen, und Durchsagen der Stadionsprecher), das Abfackeln von Pyro - und damit die Verletzungsgefahr von Jung und Alt - nicht unter Kontrolle zu bekommen ist.

Warum ist das so? Setzt man den gesunden Menschenverstand ein und lässt seine eigenen, jungen Jahre Revue passieren, dann ist diese Vorgehensweise leicht nachvollziehbar.

Ohne großen psychologischen Sachverstand, kann man mit gutem Gewissen sagen, es geht hier ganz einfach nur um den Reiz des Verbotenen und um sich oder seine Gruppe hervorzuheben. Seht her, wir waren es! Das hat nichts mit dem Support der eigenen Mannschaft zu tun. Fördernd kommt in der heutigen Zeit hinzu, dass die Medien ein Katalysator und Antrieb für die Pyrofans sind. Das Brüsten mit außergewöhnlichen Vorgängen, die in aller Munde sind. Wem erinnert das nicht an seine Sturm- und Drangzeit.

Es ist keine Frage, Pyro ist für die sich im Umfeld befindenden Zuschauer - im wahrsten Sinne des Wortes - brandgefährlich.

Zu unterbinden, dass Pyro mit ins Stadion geschmuggelt wird, bedeutet ein enormer personeller und technischer Aufwand, der viel Geld kostet. Wird dieser Aufwand aber stichprobenartig vollzogen und alle, die mit Pyro erwischt werden, bekommen bundesweites Stadionverbot, würde sich diese Thematik schnell erledigen. Es muss nur gewollt werden - von allen verantwortlichen Seiten.

Die den Vereinen auferlegten Strafgelder, in Personal und Technik - zur Eindämmung des Pyro-Spuks - zu investieren, erscheint die sinnvollere Variante, als nur zu reden.

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