Sonntag, 27. Oktober 2019
Wahl in Thüringen

Ministerpräsident Bodo Ramelow, mit seinen "Linken", ging als stärkste Partei aus der Wahl hervor. CDU und SPD verloren massiv. Die SPD ist nur noch viertstärkste Kraft, ebenso mussten die Grünen Abstriche machen. Wieder im Landtag ist die FDP.

Die AfD, schon in Brandenburg und Sachsen, mit Rekordgewinnen, wurde auch in Thüringen zweitstärkste Kraft. Eine Partei, die eine demokratische und liberale Gesellschaft gezielt und gewollt zerbröseln lassen möchte, hat erneut ein Ergebnis erzielt, das alle demokratischen Kräfte - endgültig - wachrütteln sollte.

Wählerinnen und Wähler in Thüringen - wie zuvor in Brandenburg und Sachsen - hatten die Chance, der AfD und deren Führungskräften deutlich aufzuzeigen, dass sie nicht gewillt sind, eine Partei und Personen zu wählen, die von unserem demokratischen System profitieren, es aber gleichzeitig zerstören wollen. Deswegen ist es schwer nachvollziehbar, für welche Errungenschaften und Erfolge, Bürgerinnen und Bürger, der AfD und deren Spitzenkandidaten Björn Höcke, ihre Stimme gegeben, und sie zur zweitstärksten Partei in Thüringen gemacht haben. Das unter der Tatsache, dass Herr Höcke als Faschist bezeichnet werden darf. Wer einen Herr Höcke wählt, weiß genau, für welche Ideologie, die AfD steht.

In der Realität wurde doch schon deutlich, dass der AfD und ihren Spitzenkräften, nicht das Wohl ihrer Wählerinnen und Wähler, sondern monetärer Eigennutz und die Gier nach Macht, der Antrieb für ihr nationalistisches und rassistisches Handeln ist. Die sogenannten Protestwähler haben, mit ihrer Wahl, genau dieses Gedankengut unterstützt. Das Gleiche gilt übrigens auch für ihre Wähler in den alten Bundesländern.

Eine AfD, die angetreten ist, um Korruption, Vetternwirtschaft, laxen Umgang mit Steuer- und Spendengeldern, auszumerzen - so deren Aussage - ist in dem Sumpf versunken, den sie trockenlegen wollte.
Korruption, Veruntreuung von Geldern, Spendenaffären und interne Machtkämpfe bestimmen die Tagesordnung der AfD.

Im Gegensatz zu ihren Wählern haben diese populistischen Selbstdarsteller - einmal gewählt - für ihr den Rest ihres Lebens ausgesorgt.

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