Freitag, 30. August 2019
Greta Thunberg

In welcher Welt leben wir eigentlich? Da wird eine Jugendliche, von vielen Seiten angefeindet, nur weil sie darauf aufmerksam macht, was seriöse, wissenschaftliche Untersuchungen, immer wieder aufs neue ausweisen - den Klimawandel.

Verdammt noch einmal, wir sprechen über einen jungen Menschen, der für alle Klima-Besorgten (und auch für die Leugner des Klimawandels) seine Jugend verschenkt. Gerade die Erwachsenen sollten dankbar sein, dass Greta, ein weltweites Umdenken erreicht hat. Stattdessen wird ihr vorgeworfen, die Schulpflicht zu verletzen und sich für Werbezwecke instrumentalisieren zu lassen.

Wann begreift das letzte Individuum endlich, die aktuelle Klimasituation ist kein Naturereignis, sondern zum großen Teil menschengemacht und am Kippen.

Die Natur ist nicht verhandelbar. Hitzeperioden, Dürre, Überschwemmungen, Stürme, abschmelzen des Polareis, auftauen des Permafrostes, Waldbrände im Amazonasgebiet und in der Taiga sind die Auswirkungen des Klimawandels.

Wenn man mit offenen Augen und Ohren, die seriösen, Jahrzehnte lang erforschten, wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klima wahrnimmt, kommt man an diese Fakten nicht vorbei.

Es geht darum, die Klimakrise abzuwenden, da gibt es keinen Mittelweg. Die Message kann nur heißen: "Hört auf die Wissenschaft und reagiert sofort".

Nichts anderes, als diese Botschaft wird von Greta Thunberg immer wieder verbreitet. Genügend internationales Bewusstsein für das Klima schaffen, Politiker wachrütteln und die schweigende Mehrheit mobilisieren, geht nur mit spektakulärem Vorgehen, wie mit dem Schulstreik "Friday for Future" und der Segelaktion über den Atlantik, nach New York. Nicht Greta, sondern die Verantwortlichen, in Politik und Wirtschaft, müssen umgehend Konzepte vorlegen und umsetzen. Was nützen Arbeitsplätze, wenn die Küstenregionen dieser Welt unter Wasser stehen und ganze Inseln vom Meer überflutet werden.

Greta hat genau das getan, was jeder verantwortungsbewusste Mensch machen müsste, um die entsprechenden Politiker und Personen - an der Macht - unter Druck zu setzen, damit sie endlich etwas tun. Dafür müssten wir alle: "Danke, Greta sagen"!

Satirisch gesehen, könnte man die Verweigerungs- und Verzögerungshaltung der Politik und Wirtschaft auch so interpretieren:

Politiker und Konzernlenker müssen das Große Ganze im Auge haben. Deswegen handelt es sich, volkswirtschaftlich gesehen, um eine Win Win Situation, da:

  • einerseits, wird durch die deutsche Blockade der EU - zur Minimierung des CO2-Ausstoß - sowie der andauernden Braunkohle Verfeuerung, die Auto- und Energieindustrie geschützt, was Arbeitsplätze erhält.

  • andererseits, werden die durch den Klimawechsel auftretenden Naturkatastrophen dazu beitragen, dass Arbeitsplätze - durch den Neuaufbau von zerstörter Infrastruktur, Häuser und überfluteten Arealen - neu geschaffen werden. Wenn das kein vorausschauendes Denken ist.

... comment