Samstag, 10. August 2019
Foulspiel im Fußball

Die Spielregeln und Richtlinien der FIFA für Schiedsrichter dienen nur noch als Makulatur.

Brutale Fouls, die schwere körperliche Verletzungen verursachen und im öffentlichen Leben eine Klage wegen Körperverletzung nach sich ziehen würden, werden als normaler, körperlicher Einsatz bewertet. Schiedsrichter haben die Order, das Spiel laufen zu lassen. Beispiele sind in allen Profispielen präsent.

Beim Studium der Fifa-Regel 12 fällt auf, nur der Versuch zum Foulspiel, zieht gleiche Konsequenzen nach sich, wie ein Foul.

Ohnehin ist es nicht mehr oder nur schwer möglich, einmal senkrecht am Gegenspieler vorbeizukommen. Von allen Seiten wird mit gestreckten Beinen und den Sohlen voraus – wie heißt es so schön - der Ball gespielt wird. Das gelingt in vielen Fällen allerdings erst, wenn die Beine beiseite geräumt wurden.

Nimmt man die Regeln ernst – dafür sind Regeln ja da - würden in jedem Profispiel, nach 15 Minuten, nur noch acht gegen acht spielen und vier Elfmeter verhängt worden sein. Auffällig ist, dass in den ersten Minuten - egal wie schwer das Foul ist - selten ein Strafstoß gepfiffen oder eine rote Karte gezeigt wird. Das Gespür ein Foulspiel zu begehen, wird bei den Spielern dadurch immer geringer.

Man stelle sich vor, bei einer Ecke oder Freistoß, würde es für jedes Halten im Strafraum einen Elfmeter geben. Oder ein Spieler, der von hinten, mit gestecktem Bein grätscht, bekommt gleich die Rote Karte.

Diese, den Regeln entsprechende Vorgehensweise, würde dem Fußball und seinen technisch versierten und kreativen Spielern wieder das erlauben, was wir am Fußball lieben - schönen Fußball spielen und die Verletzungsgefahr minimieren.

Es bleibt nur zu hoffen und wünschen, dass die Fifa und alle angeschlossenen Verbände, die Schiedsrichter anweist - endlich wieder entsprechend ihrer eigenen Regeln - zu pfeifen.

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