Dienstag, 23. Juli 2019
Boris Johnson Premierminister

Der neu gewählte englische Premierminister Boris Johnson, hat die britische Bevölkerung, wider besseren Wissen, mit realitätsfernen Versprechen über den Brexit, gespalten.

Ein Austritt aus der Europäischen Union (EU), wird nur Wohlstand bringen und...ach, das so glorreiche, Britische Empire, wird wieder zur alten Pracht und Stärke zurückfinden.

Die Brexit-Befürworter haben nur (bewusst) die Kleinigkeit vergessen, dass sie heute nicht mehr auf die Ressourcen der Kolonien zurückgreifen können. Die britische Wirtschaft ist mit Verträgen in die EU eingebunden und der Globalisierung unterworfen.

Boris Johnson hat jetzt das erreicht, was er wollte - er ist Premierminister. Um mit Großbritannien aus der selbstverschuldeten Misere zu kommen, bleibt ihm nur noch eine Option...die Erpressung der EU.

Die Saat dafür ist schon lange gelegt. Johnsons Gerede vom ungeordneten Austritt - den sogenannten "no deal" - macht die Politik und Wirtschaftsunternehmen der übrigen EU nervös.

Es geht um mehrstellige Milliardenbeträge, die ein chaotischer Brexit an Kosten verursachen wird. Vom Verlust vieler Arbeitsplätze ganz zu schweigen.

Das reizt ein Herr Johnson bis zu Exzess aus, da er sich sicher ist, die Politik und Wirtschaft der EU, werden aus wirtschaftlichen Eigeninteressen, letztendlich einknicken und die Zugeständnisse machen, die er benötigt, um den Brexit, als Erfolg verkaufen zu können.

Diese erhoffte, "sich selbsterfüllende Prophezeiung", der politischen Brexit-Hardliner, wird nur möglich sein, wenn die EU sich uneinig ist.

Bleibt die EU standhaft, wird Großbritannien nach Vollzug des Brexit, nur noch als unbedeutende Inseln im Kanal wahrgenommen. Das kann aber nicht im Sinne der Europäer sein. Es müssen von beiden Seiten Wege gefunden werden, um die Spaltung zu überwinden.

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