Dienstag, 18. Juni 2019
Mordfall Walter Lübcke

Wann begreifen unsere konservativen Politiker endlich, rechts zu überholen, führt zum Totalcrash. Das schlummernde, braune Gedankengut, frisst sich durch deren Tolerierung, immer tiefer die Mitte der Gesellschaft ein.

Wenn ein Herr Seehofer, nach dem Mord an Walter Lübcke, von einer neuen Qualität des rechten Terrors spricht, dann fragt man sich, was für eine Qualität war es, die Rostock-Lichtenhagen, Mölln, Solingen mit Brandanschlägen und Toten, ermöglichte.

Welche Qualität haben dann die vielen Toten durch den National Sozialistischen Untergrund (NSU)?

Welche Qualität hatte der Messerangriff, auf die parteilose Kandidatin für die Kölner Oberbürgermeisterwahl, Henriette Reker. Der rechtslastige Täter nannte Rekers liberale Flüchtlingspolitik als Motiv für seinen Mordversuch. Frau Reker überlebte knapp.

Wieso durften Pegida und der rechte Mob in Chemnitz und Freital schalten und walten wie sie wollten?

Warum wird nicht gegen die Reichsbürger vorgegangen, die immer noch vom deutschen Reich fabulieren, Waffen horten und das Grundgesetz mit Füßen treten.

All die mörderischen Taten und rechtswidrigen Vorfälle, wurden bis zum heutigen Tag, nicht oder unzureichend aufgearbeitet.

Immer wieder werden in Behörden, bei der Bundeswehr und Polizei, rechte Aktivitäten verniedlicht und als Einzelfälle dargestellt. Aufklärung - entsprechend der Gesetzeslage - schien und scheint nicht gewollt zu sein.

Es musste erst ein Politiker, durch einen Täter der rechten Szene, erschossen werden, damit die deutsche Politik, ihre Sehschwäche auf dem rechen Auge zur Kenntnis nimmt.

Die hektischen Aktivitäten der Justiz, helfen weder dem Opfer, das sein Leben für seine liberale Haltung und Menschenfreundlichkeit einbüßte, noch seinen Angehörigen.

Die CSU / CDU, hat mit ihrer Toleranz und den hofieren der europäischen (Orban, Salvini, etc.) und deutschen Rechtspopulisten, einen Nährboden der Gewalt, gegen alles was den Anschein hat, liberal und linkslastig zu sein, geschaffen.

Jahrelang, haben allen voran, unsere christlichen, konservativen "Wertepolitiker" tatenlos zugeschaut, wie der rechte Mob, unsere demokratischen Werte zerlegt.

Hätte die Politik und Justitia, den gleichen personellen und logistischen Aufwand gegen "Rechts" betrieben, wie sie es seit Jahrzehnten, gegen alles "Linke" selbstverständlich war, wäre das rechte Problem heute weniger aktuell.

... comment