Die Union hat Wahlen verloren. Statt zu hinterfragen – warum das so ist – streiten sie sich. Das, obwohl die Union seit 2018 offiziell, die Zusammenarbeit mit der AfD ablehnt.
✅ Das wird von einer demokratischen Partei der Mitte auch erwartet.
✅ Eine Brandmauer ist aber kein Programm gegen die AfD. Wer sich schon so lange abgrenzt und trotzdem Stimmen und Wahlen verliert, sollte sich fragen, ob das Problem der schlechten Wahlergebnisse nicht die Politik der eigenen Partei ist.
✅ Das Original wird immer das Original bleiben und eine Union, die der AfD hinterherläuft, stärkt diese Partei nur.
✅ Manfred Weber (CSU), Mitglied des Europäischen Parlaments, sowie einzelne CDU-Abgeordnete rütteln nun an der Brandmauer. Aber wer von ihnen hofft, mit einer Öffnung nach rechts Wähler*innen zurückzuholen, hat nichts begriffen.
✅ Genauso falsch ist es, sich hinter die Brandmauer zurückzuziehen und zu glauben, damit sei alles gesagt. Es ist eine Haltung, aber keine Antwort. Besonders unter den Aspekten, für die sozialen Belastungen der Menschen - durch:
✅ unsichere Arbeitsplätze
✅ hohe Mieten
✅ steigende Lebenshaltungskosten
✅ teure Krankenversicherung und Pflege
✅ Rentenkürzungen
✅ Der Frust - nicht nur der Unionswähler*innen - über den politischen Umgang mit diesen lebensnotwendigen Fakten bleibt bestehen, solange von den politisch Verantwortlichen, dass soziale Gefälle nicht so ernst genommen wird, wie es die Situation erfordert.
✅ Nicht gelieferte Antworten – auf diese Probleme – sind eine Steilvorlage für die AfD und deren potenzielle Wählerschaft. Die jüngsten Wahlniederlagen, sind die Quittung für den Sozialabbau.
✅ Die Union steht vor einer grundsätzlichen Richtungsentscheidung. Dabei geht es nicht nur um die Frage, wie CDU und CSU verlorenes Vertrauen zurückgewinnen können, sondern auch um ihren künftigen Umgang mit der AfD.
✅ Vor der Präsidiumsklausur der CDU am Sonntag und Montag (11. und 12. Oktober 2026) ist die Debatte über die Brandmauer erneut befeuert worden. Während der CSU-Politiker Manfred Weber und einzelne CDU-Abgeordnete das bisherige Konzept der Abgrenzung infrage stellen, halten führende CDU-Politiker an einer klaren politischen Distanz zur AfD fest.
✅ Bundeskanzler und CDU-Vorsitzender Friedrich Merz steht damit vor einer schwierigen Aufgabe.
✅ Einerseits muss er die unterschiedlichen Positionen innerhalb der Union zusammenführen.
✅ Andererseits muss seine Partei Antworten auf die sozialen und wirtschaftlichen Probleme finden, die viele Menschen im Alltag beschäftigen.
✅ Die Antwort kann nur lauten: Der Mensch steht im Mittelpunkt.
Fazit
Die Union steht vor mehr als einer parteiinternen Strategiedebatte. Es geht um ihre politische Glaubwürdigkeit und um die Frage, welchen Kurs sie künftig einschlagen will.
Eine bloße Verteidigung der Brandmauer reicht jedoch ebenfalls nicht aus, um verlorene Wähler*innen zurückzugewinnen.
Nicht die Brandmauer entscheidet letztlich über die Zukunft der Union, sondern ihre Fähigkeit, überzeugende Antworten auf die Probleme der Menschen zu geben. Probleme werden nicht mit Rhetorik beseitigt, sondern durch Anpacken.
Und dabei sollte eines nicht vergessen werden: Wer die AfD schwächen will, muss nicht ihre Politik übernehmen, sondern die eigene Politik verbessern. Eine Zerbröselung der Brandmauer und Positionen der AfD zu übernehmen, birgt das Risiko, diese Partei politisch aufzuwerten.
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