Mittwoch, 16. September 2026
Berliner Landtagswahl - 20. September

Wer AfD wählt, sollte auch über die Folgen seiner Stimme nachdenken. Die Berliner Abgeordnetenhauswahl ist mehr als ein Wettbewerb zwischen Parteien. Natürlich geht es um Mieten, Wohnungsbau, Bildung, Verkehr, Sicherheit und die Frage, wer künftig politische Verantwortung in Berlin übernimmt. Doch gleichzeitig geht es auch um die Stärke, die die AfD im Berliner Parlament erreichen wird.
Aktuelle Umfragen sehen die AfD bei etwa 17 bis 18 Prozent. Damit ist sie ein gewichtiger Faktor im Berliner Parteiensystem.
Deshalb sollte sich jede Wählerin und jeder Wähler vor der Stimmabgabe eine einfache, aber wichtige Frage stellen: Was genau unterstütze ich mit meiner Stimme – und welche Folgen könnte dieses Wahlergebnis für mich persönlich haben?
Das gilt selbstverständlich für jede Partei. Aber eine Wahlentscheidung sollte nicht allein von Schlagworten, Protest oder kurzfristigem Ärger bestimmt werden. Entscheidend ist, welche politischen Ziele eine Partei tatsächlich verfolgt, welche Positionen sie vertritt und welche Konsequenzen deren Umsetzung haben könnte.
Gerade bei der AfD lohnt deshalb ein genauer Blick auf die eigenen Wahlversprechen und politischen Forderungen. Wer ihr seine Stimme gibt, sollte sich nicht nur fragen, wogegen er oder sie protestieren möchte, sondern auch, wofür diese Stimme steht.
Ebenso wichtig ist die andere Seite: Demokratische Wählerinnen und Wähler sollten sich bewusst machen, dass Nichtwählen, taktisches Wählen oder eine Aufsplitterung der Stimmen ebenfalls Auswirkungen auf die Kräfteverhältnisse im Parlament haben können.
Die Berliner Wahl sollte deshalb nicht auf ein simples „für oder gegen die AfD“ reduziert werden. Aber sie ist eine Gelegenheit, genauer hinzusehen: Welche Politik will ich unterstützen? Welche politischen Veränderungen halte ich für wünschenswert – und welche Folgen nehme ich mit meiner Stimme in Kauf?

Fazit
Eine demokratische Wahl lebt davon, dass Menschen frei entscheiden. Aber zu dieser Freiheit gehört auch Verantwortung. Wer eine Partei wählt, sollte wissen, was diese Partei politisch erreichen will – und bereit sein, sich mit den möglichen Folgen der eigenen Entscheidung auseinanderzusetzen.

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