Die Klimakrise und Folgen
Die vollständige Verhinderung des Klimawandels ist nicht mehr möglich. Das zeigt sich trotz langjähriger Warnungen der Klimawissenschaft immer eindringlicher.
Deutlicher als je zuvor wird uns das auch, an der aktuellen, weltweiten Klimasituation - im Juli 2026 - vor Augen geführt.
Die Erde und Meere haben sich trotz aller Warnungen bereits zu deutlich erwärmt - das Polareis schmilzt und der Meeresspiegel steigt. Dürren, Flutkatastrophen und orkanähnliche Stürme (mit Unmengen Regen und Hagel) werden immer ausgeprägter.
Die jahrzehntelangen Warnungen der Klimawissenschaftler zeigen, dass viele Entwicklungen, vor denen die Forschenden seit Langem gewarnt haben, politisch vernachlässigt wurden und bereits Realität sind.
Die Klimawende noch vollständig zu verhindern, ist Wunschdenken. Das zeigen uns gerade die verheerenden Flächenbrände in Deutschland und Südeuropa.
Was jedoch weiterhin möglich ist
Die schlimmsten Klimaauswirkungen zu begrenzen und Gesellschaften besser an die unvermeidbaren Veränderungen anzupassen, dafür sieht die Klimawissenschaft mehrere zentrale Handlungsfelder der Politik:
Die Energieerzeugung aus Kohle, Öl und Erdgas, schrittweise - durch Wind-, Solar- , Erdwärme und Wasserkraft
✅ Grüne Oasen in den Innenstädten pflanzen.
✅ Gebäudedächer, Fassaden und Balkone begrünen
✅ Wo möglich, entsiegeln und begrünen betonierter Flächen
✅ Gebäude besser dämmen und ohne Öl, Gas und Kohle beheizen
✅ Industrie - durch alternative Energie - klimafreundlicher gestalten
✅ Öffentlicher Nahverkehr - finanzielle Nutzungsanreize schaffen
✅ Fahrradverkehr fördern
✅ Elektrofahrzeuge für Individualverkehr fördern
✅ Mehr Güterverkehr auf die Schiene verlagern
✅ gegen Hochwasser aufstocken
Mensch und Natur
✅ Krankenhäuser, Altenheime, öffentliche Gebäude durch bessere Dämmung und effektive Klimaanlagen schützen
✅ Artenvielfalt erhalten: Vielfältige Ökosysteme schaffen
✅ Wälder erhalten und aufforsten
✅ Moore vernässen, da sie große Mengen CO₂ speichern
✅ Meere und Küste schützen
Die Reihenfolge ist kein Ranking!
Warum wurde so wenig umgesetzt?
Viele dieser Maßnahmen sind seit Jahren bekannt. Dennoch wurden sie in zahlreichen Ländern nur zögerlich oder unzureichend umgesetzt.
Häufig wurde die Klimakrise politisch (z. B. durch die USA, Russland, China) ignoriert und verleugnet. In Deutschland werden die Auswirkungen auf das veränderte Klima und damit auf unsere Umwelt – von vielen Politikern – ebenso verharmlost.
Die notwendigen Kosten und die politische Bürokratie, verhindern und verhinderten ein - schnelles und effizientes - Handeln.
In den meisten Fällen konnte sich die Energielobby - mit ihren Vorstellungen - durchsetzen.
Parallel dazu häuften sich die Folgen der Erderwärmung: Starkregen mit Überschwemmungen, längere Dürreperioden, Waldbrände, Hitzewellen und schwere Stürme verursachten menschliches Leid und wirtschaftliche Schäden - wie zB: Arbeitsausfall und durch Hitze verzogene Gleise der Bahn.
Leider ignorieren die Verantwortlichen – unter dem Motto: „Nach mir die Sintflut“ – diese kostentreibenden Fakten.
Durch diese Vernachlässigung der Situation, entstehen Umweltzerstörung und Schäden.
Hinzu kommen Arbeitsausfall durch Hitze. Vom menschlichen Leid, ganz zu schweigen.
So entstand bei vielen Menschen der Eindruck, als würden Teile der Politik diese klimabedingten Naturkatastrophen eher als unvermeidbare Ereignisse hinnehmen, statt ihre Ursachen entschlossen zu bekämpfen. Beschlossene Klimaschutzmaßnahmen, wurden jedoch langsamer umgesetzt, als wissenschaftliche Empfehlungen nahelegen.
Fazit
Die Nutzung fossiler Energieträger wurde vielerorts über Jahrzehnte fortgesetzt, obwohl längst bekannt war, dass sie den größten Anteil an den menschengemachten CO₂-Emissionen hat. Gleichzeitig verlief der Ausbau erneuerbarer Energien – insbesondere von Windkraft, Solarenergie und in geeigneten Regionen auch der Geothermie (Erdwärme) – häufig langsamer, als es aus Sicht vieler Fachleute notwendig gewesen wäre.
Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht mehr, ob wir handeln müssen, sondern warum wir so lange gezögert haben. Denn jeder weitere Aufschub erhöht die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Kosten – und schränkt den Handlungsspielraum kommender Generationen weiter ein.
Auf einem einfachen Nenner gebracht: Die Natur wehrt sich gegen die Misshandlung durch die Menschen.
Überlastete Notaufnahmen, rationiertes Trinkwasser, aufgesprengte Straßen, ausgetrocknete Flüsse.
Deutschland kollabiert unter der Hitzewelle. Doch statt den Folgen der Klimakrise etwas entgegenzusetzen, beschließt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) den Einbau von neuen fossilen Gasheizungen – und nimmt damit den Bruch der deutschen Klimaziele und somit der Gesellschaft in Kauf.
Wer die Interessen der Gas- und Öllobby, über den Schutz von Mensch und Umwelt stellt, sabotiert die Zukunft - unsere Gesundheit und die der uns folgenden Generationen.
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