Die jüngsten Maßnahmen der Trump-Administration haben erhebliche Auswirkungen auf Unternehmen in Europa und weltweit. Insbesondere auf diejenigen, die mit den USA Geschäfte tätigen.
Am 21. Januar 2025 unterzeichnete Präsident Donald Trump eine Executive Order, mit dem Titel “Beendigung illegaler Diskriminierung und Wiederherstellung von leistungsbasierten Chancen”. Diese Anordnung verbietet privaten Organisationen, Diversity-, Equity-, Inclusion- und Accessibility-Programme (DEIA), im Zusammenhang mit Arbeitsplätzen, die durch Bundesverträge geschaffen wurden, durchzuführen.
US-Botschaften und Konsulate wurden weltweit angewiesen, ihre Lieferanten und Empfänger von US-Zuschüssen dazu zu verpflichten, die DEIA-Programme einzustellen oder mit Zahlungsstopps zu rechnen. Dies betrifft auch europäische Unternehmen, die mit US-Behörden zusammenarbeiten. Beispielsweise haben BMW und einige französische Unternehmen solche Aufforderungen erhalten, was zu Spannungen mit den europäischen Regierungen geführt hat.
Spanien bezeichnete die Direktive als “eklatanten Verstoß” gegen ihre Gesetze, und das Arbeitsministerium kündigte Untersuchungen gegen Unternehmen an, die versuchen, den US-Forderungen nachzukommen.
Diese Entwicklungen stellen europäische Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Sie müssen zwischen der Einhaltung nationaler Antidiskriminierungsgesetze und den Anforderungen der US-Administration abwägen. Was den Unternehmen nicht hilft, ist vorauseilendes Gehorsam. Dieses könnte ihre Abhängigkeit vom US-Markt verdeutlichen und sie potenziell erpressbar machen. Es ist daher entscheidend, dass Europa eine koordinierte Antwort auf diese Übergriffe findet und der US-Administration klar macht, dass die Regeln unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens weiterhin von uns selbst bestimmt werden.
Fazit
Amerikas Wählerinnen und Wähler aus der Mitte, die am 5. November 2024 teils nur zögernd bei Trump ihr Kreuz gemacht haben, hatten sich das sicherlich etwas anders vorgestellt. Es ging ihnen weniger, um den von Trump ausgerufenen Kulturkampf zu unterstützen, sondern sie erhofften sich primär wirtschaftliche Sicherheit für sich und ihr Land. Genau das verhindern Trump und sein Co-Pilot Musk mit ihrer aktuellen Chaos-Politik.
Der Erfolg oder Misserfolg jedes US-Präsidenten entscheidet sich auf dem Feld des Ökonomischen. Und für Trump blinken jetzt genau hier – zurecht – die roten Alarmlampen.
Hinzu kommt das Vorhaben, Grönland zu übernehmen und Kanada als amerikanischen Bundesstaat einzuverleiben. Das zeigt auf, dass dieser Mann in einer anderen Welt lebt. Plötzlich entdecken viele US-Bürgerinnen und Bürger die Diskrepanz zwischen Trumpwahl und der Realität.
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