Donnerstag, 10. September 2020
Moria

Für Außenstehende ist es schwer nachvollziehbar, wie die Europäische Union (EU), auf das Drama in Moria reagiert. Schon vor dem Brand waren die Flüchtlinge, in Moria, auf der griechischen Insel Lesbos und in anderen Lagern unerträglichem Leid ausgesetzt.

Um Leib und Leben zu retten, haben sich ganze Familien auf die Flucht begeben und werden jetzt in Lägern, wie Moria kaserniert und menschenunwürdig untergebracht. Die Verantwortung hierfür wird, zwischen den EU-Staaten, wie beim Ping Pong hin und hergeschoben. Durch Ignoranz, Wegschauen und Verdrängenin, sind sie sehenden Auges, in dieses Drama hereingelaufen. Hilfe, durch Aufnahme und Integration von Flüchtlingen wird verweigert. Abschreckung dient allen Staaten als Geschäftsmodell.

Was die (Nicht) Aufnahme von Flüchtlingen, anbelangt, hebt sich besonders die Visegrad-Gruppe (ein Zusammenschluss von vier ost- und mitteleuropäischen Staaten: Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei) negativ hervor. Alle vier Staaten lehnen feste Umverteilungsquoten innerhalb der EU strikt ab und instrumentalisieren die EU nur für ihre Vorteile.

Menschenrechte, darf man getrost in die Tonne treten. Für die EU, die sich als Wertegemeinschaft sieht, gibt es die Menschenrechte nur noch auf Papier. Sie sind Makulatur und dienen höchstens als Feigenblatt der Humanität. Das zählt auch für unsere Große Koalition. Wie sonst ist es möglich, dass unsere Regierungsparteien mit einem "C" für christlich und "S" für sozial - in ihrem Parteilogo - zuschauen und verhindern, wie tausende Flüchtlinge - vor allen Dingen aber Kinder, dahinvegetieren müssen.

Kinder, deren Eltern in vielen Fällen nicht mehr leben und die alleine in den Flüchtlingslagern untergebracht sind, sollte - nein muss - sofort geholfen werden. Unser christlicher Innenminister Seehofer lehnt dieses jedoch ab. Deutschland und die EU schauen bewusst zu, welche humanitäre Katastrophe dort ihren Lauf nimmt. Das nur, weil die europäischen Politiker, bis zum heutigen Tag, nicht in der Lage sind und waren, einen gemeinsamen, politischen Plan zu erstellen, der die Fluchtursachen - durch Hilfe vor Ort - der Menschen, an den Wurzeln packt.

Es ist an der Zeit, dass die Europäer sich darauf besinnen, dass sie die Hauptverursacher - historisch und aktuell - der Flüchtlingswelle, aus den betroffenen Ländern, sind.

  • Das fing mit der Kolonialisierung und Versklavung an
  • Ging weiter, mit der Ausbeutung der Ressourcen dieser Länder
  • Setze sich fort, mit dem Leerfischen der Küstenregionen, durch europäische Fangflotten
  • Nahm seinen Lauf, mit der Überschwemmung von subventionierten, europäischen Waren, in diesen Regionen
  • Weiter ging und geht es mit der Klimapolitik der Industriestaaten, die den Menschen, durch Dürre und Mangel an Trinkwasser, die Lebensgrundlagen entzieht
  • Nicht zu vergessen, die europäische Unterstützung, korrupter, selbsternannter Politiker, die Wirtschaftshilfe, als persönliche Geschenke, für sich und ihre Familien veruntreuen
  • Als Krönung des Ganzen, die Waffenlieferungen in Bürgerkriegsgebiete, durch Deutschland und die EU
Alle diese Fakten trugen und tragen dazu bei, den Menschen in diesen Regionen, jegliche Basis zum Überleben zu entziehen.

Deutschland und Europa haben die politische und moralische Verpflichtung zum Helfen.

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Dienstag, 1. September 2020
Wirecard - Update 08.10.2020

Mit den Stimmen von FDP, Linke und Grüne, ist die Voraussetzung, für die Einsetzung eines
Untersuchungsausschuss-Wirecard

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Freitag, 28. August 2020
Berliner Gericht kippt Demo-Verbot

Update: 29.08.2020, 13:30 Uhr
Gerade lief über den News-Nachrichten, dass die Polizei die Demo für beendet erklärt hat, da die Abstandregeln nicht eingehalten wurden.

28.08.2020
Es gibt Situationen, die es erfordern, abzuwägen, was wichtiger ist. Die Grundrechte Art. 8 (Versammlungsfreiheit) oder Art. 2 (Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit).

Nimmt man das Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts, kommt man zum Schluss, die Gesundheit der Allgemeinheit spielt keine Rolle. Das Hygienekonzept der Veranstalter und deren Vorkehrungen rechtfertigen - aus Sicht des Gerichts - die Demo, der Corona-Ignoranten.

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden, die Demo darf stattfinden. Es stellte fest: Für ein Verbot lägen keine Voraussetzungen vor. Unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit bestehe nicht.

Hier stellt sich die Frage, wer trägt die Verantwortung, wenn diese Demo zum Covid19-Hotspot mutiert und wie blauäugig muss man sein zu glauben, dass Konzept der Veranstalter geht auf. Abgesehen davon, dass viele Demo-Teilnehmer von Haus aus ohne Maske kommen, werden die Ordner, nicht in der Lage sein, mehrere zehntausend Teilnehmer auf Abstand zu halten. Konflikte sind vorprogrammiert, da die Polizei eingreifen muss, wenn die Hygieneregeln nicht eingehalten werden.

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Dienstag, 4. August 2020
Corona-Demos

Die Berliner Demonstranten, haben mit ihrem Egoismus, ignorieren der wissenschaftlichen Erkenntnisse und Eigennutz dafür gesorgt, dass eine zweite Welle der Corona-Pandemie, ein Stück näher gerückt ist. Sie tragen eine Mitschuld, an den nächsten Lockdown.

Alle Demo-Teilnehmer sind verantwortlich. Und sie werden am lautesten jaulen, wenn es wieder zu einem Lockdown kommt. Wer sich mit seiner Teilnahme, gegen den Schutz der Gesellschaft stellt und skrupellos Menschen gefährdet, wird selbst zur Gefahr. Die Vernachlässigung der sozialen Distanz und das Verweigern von Schutzmasken, kann man als Tatbestand der vollendeten Körperverletzung sehen.

Es kann nicht angehen, dass eine legale, genehmigte Demonstration, dazu dient, die gesundheitlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu verniedlichen. Im Umkehrschluss, stellt sich Frage, was ist schützend würdiger, die Versammlungsfreiheit oder die Gesundheit der Bevölkerung?

Um es aber noch einmal zu verdeutlichen. Was die Einschränkung der Grundrechte anbetrifft, kann nur gelten: „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“. Der föderale Rechtsstaat, ist mit allen seinen Stärken gefordert, das richtige Maß zu finden.

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Samstag, 25. Juli 2020
Ursache allen Übels ist der Mensch

Gleich ob Coronakrise oder Flüchtlingsdrama, die momentane Weltlage, mit allen ihren führenden Politikern, als gut zu bewerten, wäre übertrieben. Zu sehr fühlen sich "demokratisch gewählte" Egomanen wie: Trump, Bolsonaro, Putin, Erdogan, Lukaschenko, Orban, um nur ein paar zu nennen, als Mittelpunkt der Welt. Nicht zu vergessen Xi Jinping (China) und Kim Jong-Un (Nordkorea), die einen großen Teil zum weltweiten Chaos beitragen.

Solange diese sogenannten Volksvertreter, die Covid19-Pandemie, trotz weltweit, hunderttausenden von Toten, Massengräbern, Millionen Infizierten und überfüllten Krankenhäusern, als harmlose Grippe, verleugnen und verniedlichen, kann man sie nicht ernst nehmen. Ganz abgesehen davon, dass die im Syrienkrieg involvierten Staaten, unendliches Leid, durch aktive Handlungen und/oder bloßes Zuschauen unterstützen und humanitäre Hilfe unterbinden.

Um persönliche Interessen und Vorteile zu stärken und auszuweiten, werden unabhängige Rechtssprechung, instrumentalisiert, die Meinungs- und Pressefreiheit ausgehebelt, ohne Skrupel Menschen niedergeknüppelt und ins Gefängnis deportiert und Klima-notwendige Natur (Amazonas) vernichtet.

Die Folge? Ein wahrer Massenexodus über Land- und Seewege, deren Auswirkungen - speziell für Europa - nicht überschaubar sind. Die Flüchtlinge werden sich selbst, der Corona-Pandemie und kriminellen Banden überlassen. Tote werden als Geschäftsrisiko hingenommen. Die Welt, inkl. Deutschland schaut zu und erscheint hilflos.

Der amerikanische Präsident und mehrfach gescheiterte Geschäftsmann Trump, lässt das gesamte Weltwirtschaftssystem - mit seinem Amerika first - gegen die Wand laufen. Lichtblicke, dass sich etwas ändert, sind nicht zu erkennen. Warum das so ist, kann man auf einem einfachen Nenner bringen: "Ursache allen Übels ist der Mensch"!

Was bleibt zu tun - das Gute stärken. Jeder einzelne, moralisch denkende Mensch, kann seinen Teil dazu beitragen, diesen Wirrköpfen zu widersprechen. Das viele Kleine wird in der Summe seine Wirkung entfalten.

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Mittwoch, 22. Juli 2020
Wirecard

Betrug hin oder her. Die Politik wurde früh eingebunden und gewarnt. Tatsache ist, die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-aufsicht) war nicht in der Lage oder Willens, die Machenschaften von Wirecard offenzulegen, obwohl Hinweise vorhanden waren. Die Versäumnisse und Untätigkeit, können jetzt noch so viele Ausreden, über ausgeklügelte Betrugssysteme und hohe kriminelle Energie, nicht verbergen. Bei allen, in der Vergangenheit vorgetragenen Auffälligkeiten und Verdächtigungen, wurde das System Wirecard, von Politik und Wirtschaft, weiterhin fahrlässig hofiert.

Hier stellt sich die Frage, für wem arbeiten die Wirtschaftsprüfer, die Expertisen für die politisch Verantwortlichen erstellen und mit Steuergeldern in Millionenhöhe bezahlt werden. Der Umstand, dass diese Prüfer, zum großen Teil auch für die Unternehmen tätig sind, die sie prüfen sollen, zeigt die (gewollte ?) Schwäche des Systems.

Was nicht sein darf, wurde ignoriert, da ein deutsches DAX-Unternehmen, im Kreise der Großen mitspielen durfte. Das auch noch in der digitalen Finanzwelt. Auf Teufel komm raus, wurde Wirecard mit Milliardenbeträgen gepampert. Anleger und Politik sind genauso hereingefallen, wie Bayer Leverkusen mit dem Monsanto Deal. Auch hier griff, die immer wiederkehrende Regel, "Gier frisst Gehirn auf".

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Dienstag, 14. Juli 2020
Vermögens- und Schuldenverteilung

Ein Überblick, über die Finanzsituation in Deutschland, zeigt auf, dass ein Verteilungsdefizit, zwischen Superreichen und deren Steuerabgaben vorherrscht.
Die Vermögens- und Schuldenuhr (Quelle: Wirtschaftspolitik, ver.di), zeigt auf die Sekunde, das Nettoprivatvermögen und wie sich das Vermögen der Superreichen vermehrt. Gleichzeitig tickt die Schuldenuhr des Staates unerbittlich.
Deutlich wird auch, dass nur 1 % der reichsten Bundesbürger, über ein Drittel dieses Vermögens besitzen. Diese Summe ist mehr als das zweifache der Staatsverschuldung.

Hier einen vernünftigen Mittelweg - zwischen Staatsverschuldung und Superreichtum - zu finden, müsste ein Hauptanliegen der jeweiligen Bundesregierung sein. Ganz besonders in Coronazeiten, wo dreistellige Milliardenbeträge benötigt werden, um Wirtschaft und Gesundheitswesen zu stabilisieren.

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Dienstag, 7. Juli 2020
Maskenpflicht

Jetzt, wo sich Virologen und Bundesminister einig sind, dass eine Maskenpflicht, die beste Lösung ist, um das Virus unter Kontrolle zu halten, fangen verschiedene Lobbyverbände und Kommunalpolitiker an, das Tragen von Masken infrage zu stellen.

Ohne Zweifel, es geht bei vielen, kleinen Einzelhandelsgeschäften ums Überleben. Die Frage, die sich allerdings stellt, welches Überleben meinen die Gegner der Maskenpflicht? Das Überleben der Geschäfte oder das Überleben der Verkäufer*innen und Kunde*innen, bei denen, durch die leichtfertige Rücknahme der Maskenpflicht, der Virus übertragen wird. Hier werden Gesundheit und sogar das Leben, gegen wirtschaftliche Belange ausgespielt. Es kann nicht sein, dass die wirtschaftlichen Interessen, dass Recht auf Gesundheit aushebeln. Zum Glück gibt es einen gerichtlichen Beschluss (Stand: 07.07.2020) der das Tragen von Masken für rechtmäßig festlegt.

Das die Politik, in der Lage ist, Großkonzerne mit Milliardensummen (Autoindustrie, DB, LH, etc.) zu unterstützen, hat sie ja schon bewiesen. Im Umkehrschluss, ist sie - die Politik - in dieser Pandemie, aber auch für das wirtschaftliche Überleben, des Klein- und Einzelhandels, der Kulturschaffenden und der Soloselbständigen gefordert.

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Dienstag, 16. Juni 2020
Corona-App

Update 02.07.2020

Wenn man die Argumente zur Corona-App und deren Einsatz einmal in Ruhe hinterfragt, dann bekommt man das Gefühl, man hat in der Schule beim Rechnen etwas versäumt.
Warum? Die immer wieder von offizieller Seite genannte Studie, der Uni Oxford, sagt aus, dass der volle Effekt erst bei einer Beteiligung von ca. 60 % der Bevölkerung greift.

Was jetzt folgt, ist ein einfaches Rechenexempel:
Anzahl Personen, die ein Handy besitzen. Die geschätzte Anzahl Handybesitzer, die freiwillig mitmachen.
Davon Anzahl Handybesitzer, die Voraussetzungen für die Corona-App besitzen (IOS 13.5 Iphone und Android 6). Wieviel Prozent der Bevölkerung bleibt da noch übrig?

Es wäre schön zu wissen, ob es von offizieller Seite eine vergleichbare Erhebung gibt, die eben diesen Prozentanteil, der eventuellen App-Teilnehmer - unter den o.a. Voraussetzungen – aufzeigt und wie hoch sich der errechnete Prozentsatz, im Vergleich zu den benötigten 60 %, beläuft.

Um es deutlich zu machen, jede Corona-Infizierung, die durch die App verhindert wird, trägt einen kleinen Teil zu deren Rechtfertigung bei.

Fakt ist aber auch, die sogenannte Risikogruppe - die älteren Jahrgänge (auch der Autor gehört dazu), halten in den meisten Fällen, an ihr gewohntes - älteres, nicht Corona-App kompatibles Handy fest. Somit ist ein großer Teil der relevanten Gruppe außen vor.

Darum muss auch die Frage erlaubt sein, soll der Öffentlichkeit, wieder einmal, die sogenannte „gefühlte Sicherheit“ verkauft werden? Unter dem Motto:“ wir machen ja alles, um Euch zu schützen!

Ich werde allerdings, weiterhin die analoge Variante wählen – Abstand und Maske.

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AfD Brandenburg
Update:16.06.2020 - AfD Rechter Flügel

Endlich hat sich der Verfassungsschutz dazu durchgerungen, die gesamte AfD, des Landes Brandenburg unter Beobachtung zu stellen. Nach wie vor, haben die Personen des sogenannten Flügels, das Sagen in der Partei. Die Gesinnung zum Rechtsstaat und der Demokratie, ist die Gleiche geblieben, da dieselben Menschen unverändert, ihr rechtes Gedankengut verbreiten.

Das jetzt, die gesamte AfD Brandenburgs unter Beobachtung steht, zeigt, dass der Rechtsstaat - nach jahrzehntelanger Verniedlichung der rechten Szene, handlungsfähig wurde.

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Dienstag, 19. Mai 2020
Statistik im Fußball

Statistik hin oder her, nach wie vor sind beim Fußball, die geschossenen Tore, die einzige Statistik, die zählt. Da bringt es auch nichts, wenn jeder Zentimeter Laufweg, jeder Sprint und jeder Dreimeterpass, etc. in einer Datenbank festgehalten und statistisch ausgewertet wird. Über alles wird Statistik geführt. Was ich vermisse, ist eine Art praktische, spielbezogene Statistik:

Zum Beispiel:
Wie häufig kommt der Gegner in Ballbesitz, weil pausenlos, in der eigenen Hälfte quer gespielt wird und wie viele unnötige Gegentore fallen dadurch.

Das Gleiche gilt für Rückpässe, die ohne Not zum Torwart gespielt werden, ihn in Bedrängnis bringen, und er den Ball nur noch unkontrolliert - oftmals zum Gegner - wegschlagen kann.

Oder, wie häufig werden Punkte verschenkt, weil ohne zwingenden Grund (zB. Verletzung), in den letzten Minuten oder sogar in der Nachspielzeit ausgewechselt wird. Meist passiert das, wenn eine Mannschaft unter Druck steht.

Jeder Fußballer weiß aber, dass es eine Zeit braucht, um von Null auf Hundert zu kommen und sich ins System zu integrieren. Seine Leistung innerhalb von ein paar Minuten abzurufen ist schwer möglich. Unordnung im System ist die Folge.

Außerdem werden für die Auswechslung noch einmal ein paar Minuten darauf gegeben.

Wenn eine Mannschaft eh schon unter Druck steht, sind Auswechslungen - in der Nachspielzeit - meistens kontraproduktiv. Anschauungsbeispiele, dass die Zeitschinderei nach hinten losgeht, lieferten in den letzten Saisonspielen, der HSV sowie in der Relegation zur 2. Liga, Ingolstadt.

Update: 11.07.2020
Da wird lamentiert, wie brutal der Fußballgott ist. Vergessen werden aber, die sich immer wiederholenden Fehler der Trainer. Ingolstadt verschenkt den Aufstieg in die 2. Liga gegen Nürnberg, genauso leichtsinnig, wie der HSV den Aufstieg in die Bundesliga. Wie oben beschrieben, durch unmotivierte Auswechslungen in der Nachspielzeit.

Update: 09.06.2020
Es ist nicht nachvollziehbar, dass ein Trainer, wie Hecking, seine Fehler mehrmals wiederholt. Exakt nach dem gleichen Muster (auswechseln in der Nachspielzeit), verschenkte der HSV in Fürth 2:2, in Stuttgart 2:3 und jetzt gegen Kiel beim 3:3, fünf Punkte, die den Aufstieg gekostet haben.

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Dienstag, 12. Mai 2020
Fußball und Corona

Update: Spieltag 16./17. Mai 2020
Die Vorgaben von DFB/DFL, wie darf nach einem Tor gejubelt werden, sind total weltfremd und nicht zu Ende gedacht worden. Einerseits, soll beim Jubeln so wenig Körperkontakt wie möglich praktiziert werden - was speziell beim Spiel von Hertha BSC in Hoffenheim ad absurdum geführt wurde. Andererseits werden aber Situationen, wie direkte und hautnahe Körperkontakte, im Zweikampf, aus dem Tabu-Katalog ausgeklammert. In Standardsituationen (Freistöße und Ecken) wurde gehalten und geklammert, wie eh und je, ohne Rücksicht auf Körperkontakt. Hier würde es sich anbieten, entsprechend der Regel für Foulspiel Fifaregel 12 zu pfeifen. Beim Studium der Regel 12, fällt auf, Halten (Körperkontakt), ist ein Foul. Gerade in Coronazeiten - unabhängig von den Quarantäne-Maßnahmen des DFB - ist es wichtig, diese Regel ernst zu nehmen. Verhängt man beim Halten im Strafraum - wie vorgesehen - einen Strafstoß, hätte man das Problem Körperkontakt schnell im Griff. Das hätte Vorbildcharakter und wäre ein Zeichen, dass alle verstehen.
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12. Mai 2020
Was im Moment läuft, können - nicht nur - Fußballfans schwer verstehen. Da wird auf einmal eine Branche - die da Profi-Fußall heißt - gepampert. Unabhängig von der finanziellen Lage, machen sich die Herren Großverdiener und deren Führungskräfte, auch noch Sorgen, wie sie diese ach so gruselige Saison, ohne Zuschauer überstehen sollen. Da werden auf einmal sogenannte Mentaltrainer aktiviert, die dafür sorgen sollen, dass die nötige Motivation vorhanden ist und hochgehalten wird. Als ehemaliger Fußballer (5. Liga) waren bei unseren Spielen, maximal ein paar Hundert Zuschauer anwesend. Trotzdem musste uns niemand motivieren, dass Letzte aus und herauszuholen. Fußball spielt man, weil es von Kindheit an Spaß bringt und man (Charaktersache) gewinnen will.

Jetzt rächt sich es, dass es keine Straßenfußballer mehr gibt, Typen mit Ecken und Kanten, die auf dem Platz zur Attacke blasen und den Willen haben, unbedingt zu gewinnen. Zuschauer hin oder her.

Hinzu kommt, wer als Profi, heute Charakter zeigt und seine Meinung vertritt, ist vielfach Trainern und Funktionären, ein Dorn im Auge. Außerhalb des Spielfeldes wird fast jede persönliche Meinung eines Bundesligaprofis, als vereinsschädigend dargestellt. Die Spieler werden und wurden entsprechend der jeweiligen Funktionärsmeinung sozialisiert. Ohne Zweifel eine Charakterfrage, ob man sich dass, als mündiger Bürger bieten lässt.

Wenige Spieler, wie Kölns Verstraete üben Kritik und fordern gerade jetzt, wo es um die Gesundheit - auch ihrer Familie geht - ein Mitspracherecht und ordnen sich aber nach einer Rüge des Vereins, stillschweigend wieder unter. Die Spiele sollen durchgezogen werden. Gesundheit erscheint zweitrangig.

Hier stellt sich Frage, warum es in Deutschland keine Spielervertretung wie z.B. in England oder Italien gibt.

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Sonntag, 10. Mai 2020
Wie entsteht Geld

Bankenkritische NGO (Non Goverment Organisationen) vertreten die These, die Banken, die in unserem Wirtschaftssystem das Geld schaffen, sind gewinnorientierte, private, Institutionen, die in keiner Weise demokratisch kontrolliert werden. Das sei gefährlich, man denke nur an die Finanzkrise 2008, wo gezockt wurde bis zum Chaos.

Bei dem Geld, das die Privatbanken schaffen, handelt es sich um das "Buchgeld" oder "Giralgeld". Eine Bank, gibt einem Kunden mit gewissen Sicherheiten (z. B. eine Immobilie) einen Kredit und schreibt den Betrag auf dessen Konto gut. Vereinfacht ausgedrückt, handelt es sich hierbei nur um einen Buchungsvorgang, nicht um echtes Geld. Buchgeld wird also von Banken geschaffen, indem sie Kredite vergeben.

Nach Gewährung des Kredits kann der Kreditnehmer, von einem Konto, bei seiner Bank aus, über ein Guthaben bis zur Höhe des gewährten Kredits verfügen.

So wurde neues Geld geschaffen. Die gesamte im Umlauf befindliche Geldmenge ist also um den Kreditbetrag gewachsen.

Wenn der Kredit an die Bank getilgt wurde, ist dieses zusätzlich geschaffene Geld wieder weg.

Was noch als fester Geldwert übrig bleibt, sind die Zinsen, die der Kreditnehmer an die Bank gezahlt hat. So verdient die Bank ihr Geld. Keiner erklärt es so überzeugend, wie der Kabarettist Volker Pispers.

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Dienstag, 5. Mai 2020
8. Mai 2020 - 75 Jahre nach Kriegsende

Geboren während des Hamburger Feuersturms - im Juli 1943 - wuchs ich als Vollwaise, bei meinen Großeltern, in Hamburg-St. Pauli auf. Direkt von den Auswirkungen des Krieges betroffen, habe ich einen legitimen Grund, mir Gedanken zu machen, ob Konflikte oder gar Kriege zu vermeiden sind. Mir ist klar, dass es sich hier um einen realitätsfernen Wunsch handelt. Ursache allen Übels ist schließlich der Mensch - und der wird sich nicht ändern.

Es gibt - vielleicht - einen einfachen Ansatz. Jeder Mensch, kann mit seinen eigenen, kleinen Möglichkeiten, zumindest im sozialen und menschlichen Bereich, so einen Verlauf entgegenwirken. Mein Leben hat mir gezeigt, dass es möglich ist. In Schule, Sport und Beruf, mit Sinti und Roma, Farbigen, Asiaten und Muslimen aufgewachsen, haben sich in den 50er und 60er Jahren natürliche Freundschaften gebildet. Das heißt nicht, dass es genau wie bei uns Deutschen, unter den damaligen, sogenannten Gastarbeitern und Migranten keine "Arschlöcher" gab. Um es einmal deutlich auszudrücken: "Arschloch bleibt Arschloch", egal welcher Zeit, Nationalität, Hautfarbe oder Religion sie zuzuordnen sind. Das verhinderte aber nicht ein friedliches Miteinander. Rassismus ist nicht politisch, sondern unmenschlich.

Fakt ist, dass zunehmend nationalistische und rassistische Tendenzen, immer häufiger von politischen Egomanen instrumentalisiert werden. Und das, obwohl die Historie, Gegenwart und Realität uns immer wieder lehrt, dass die Entstehung von Konflikten und Kriegen auf eine ganz einfache Formel beruht, die da heißt:

Rassismus + Nationalismus = Krieg!

Deswegen sollten wir nicht vergessen, dass die Mehrzahl der damaligen Deutschen es waren, die Hitler, mit ihrer Stimme an die Regierung brachten und den Krieg, mit allen seinen Gräueltaten, der SS und Wehrmacht, an die vielen Millionen Menschen ermöglichte.

Der 8. Mai 1945 ist das Ende eines grausamen von Deutschland ausgehenden Kriegs. Ohne Zweifel, ein Datum zum Gedenken. Ein Tag der Befreiung ist dieser Tag nur für die Überlebenden. Die Frage, die man sonst im Umkehrschluss, bei dem Begriff "Befreiung" stellen muss, wäre: "Wie befreit man ein Volk von einer Ideologie, die von diesem Volk demokratisch gewählt wurde und der sie mehrheitlich zujubelten.

Viele der Hitler-Sympathisanten und die sogenannte schweigende Mehrheit, schauten bei den Mordorgien an Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen zu. Das Gleiche gilt genauso, für die Ermordung, der sogenannten "Nicht lebenswerten Wesen" und den Menschenversuchen an Erwachsene und Kinder. Hinterher, wollte angeblich niemand davon etwas gewusst haben. Andererseits, gab es aber auch zahlreiche Deutsche, die unter Lebensgefahr, Menschen gerettet haben.

Es zeigt sich, zum Glück, auch in der heutigen Zeit, aber immer wieder, dass es sich trotz oder gerade deswegen lohnt, diese demokratiefeindlichen und nationalistischen Tendenzen, gemeinsam zu bekämpfen und zu überbrücken. Gerade Deutschland ist jetzt gefordert, eine Brücke, für und mit alle(n) Europäer zu bauen.

Ein vereintes Europa, mit Achtung auf Menschenwürde, füreinander einstehen, Rechtsstaatlichkeit, Antirassismus, Antisemitismus, freiheitliches Denken, Toleranz, freier Handel und Nachhaltigkeit in der Wirtschaft - verbunden mit Klimaschutz, ist die Grundlage, einer demokratischen, globalisierten Welt - gerade jetzt, in Zeiten des Brexit, "Amerika First", der Migranten und der Corona-Krise. Ein MUSS!

Jede europäische Nation, die auf Nationalstatus- und Stolz beharrt, wird von den großen Nationen wie China, USA, Kanada, Russland und den aufstrebenden Nationen, wie Indien, Brasilien und den afrikanischen Staaten, zukünftig nur noch als kleiner Punkt auf dem Globus wahrgenommen werden. Sie werden Spielball derer politischen, wirtschaftlichen und militärischen Macht.

Ein guter Grund, zu hoffen, dass sich die europäischen Politiker und ganz viele Menschen, wieder auf die elementaren Grundsätze, für ein friedliches Zusammenleben, besinnen - Menschenwürde, Toleranz und Respekt, gerade in und für Europa, ist die Grundlage für Frieden und Wohlstand.

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Freitag, 24. April 2020
Coronakrise-Maskenpflicht

Es ist schwer nachvollziehbar, wie die Bundesregierung und die unterschiedlichen Bundesländer, mit dem Tragen von Masken rumeiern.

Fest steht, die Politik war auf eine Pandemie nicht vorbereitet. Weder auf die Verbreitung (Schutz vor Ansteckung), Tragen von Masken (wann, wo und welche), Quarantänedauer, Sperrzonen, Impfungen und Vorsorgemaßnahmen für zukünftige Pandemien. Von der Versorgung der Schutzkleidung inkl. Masken, für das Gesundheitswesen und für die Bevölkerung, ganz zu schweigen.

Dass auf einmal eine bundesweite Maskenpflicht besteht, ist vergleichbar mit der Werbestrategie der Ex-DDR. Da wurden immer nur Artikel beworben, die gerade im ausreichenden Maße vorhanden waren. So kommt es mir auch mit der Maskenpflicht vor. Jetzt, wo genügend Masken zur Verfügung stehen, fällt allen Politikern ein, dass Masken ja doch ein adäquater Schutz sein können. So kann man Versäumnisse auch vertuschen.

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