Mittwoch, 16. September 2026
Geschichte der E-Autos

Die Geschichte der Elektro-Autos , geht schon um 1900 los. Hätten die Autohersteller in den 1910er Jahren konsequent den Weg der Elektroautos weiterverfolgt, wäre ein großer Luftverpester und Mitschuldiger des Klimawandels - das Verbrennerauto - schon lange Vergangenheit. Es ging aber wie immer um das Geld.

Günstigere Energiequelle Öl
Mit der Erschließung großer Erdölvorkommen, der zunehmenden Verfügbarkeit von Benzin und der technischen Weiterentwicklung des Verbrennungsmotors setzte sich dieser Antrieb schließlich durch. Elektroautos verschwanden weitgehend von den Straßen.
Natürlich war es nicht nur das Geld. Auch die damals begrenzte Reichweite, lange Ladezeiten und die fehlende Infrastruktur sprachen gegen das Elektroauto. Aber wirtschaftliche Interessen spielten eine entscheidende Rolle. Erdöl wurde zum großen Geschäft – und das Auto mit Verbrennungsmotor entwickelte sich zum dominierenden Verkehrsmittel.
Man kann deshalb durchaus darüber nachdenken, wie unsere Welt heute aussehen würde, wenn die Entwicklung des Elektroautos bereits vor mehr als hundert Jahren konsequenter vorangetrieben worden wäre.
Vielleicht wären uns viele Jahrzehnte voller Abgase, Luftverschmutzung und eines enormen Ausstoßes von CO₂ erspart geblieben.
Und was lernen wir daraus?
Eigentlich eine ziemlich einfache, aber unbequeme Erkenntnis:
Was technisch möglich und was ökologisch sinnvoll ist, setzt sich nicht automatisch durch.
Oft entscheidet darüber, womit sich Geld verdienen lässt.
Und genau deshalb sollten wir auch heute genauer hinschauen. Wenn es um Energie, Verkehr, Umwelt oder Klimaschutz geht, darf die entscheidende Frage nicht ausschließlich lauten: „Was bringt den größten Gewinn?“
Sie muss auch lauten:
„Was nutzt den Menschen – und was können wir unserer Umwelt und den kommenden Generationen zumuten?“
Denn eines hat die Geschichte des Elektroautos eindrucksvoll gezeigt:
Manchmal ist eine bessere Idee schon da – sie muss nur gegen mächtige wirtschaftliche Interessen bestehen.

Fazit
Wie auch Heute geht es nicht um die Natur, das Wohl und die Gesundheit des Menschen sondern ausschließlich um Geld!

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Berliner Landtagswahl - 20. September

Wer AfD wählt, sollte auch über die Folgen seiner Stimme nachdenken. Die Berliner Abgeordnetenhauswahl ist mehr als ein Wettbewerb zwischen Parteien. Natürlich geht es um Mieten, Wohnungsbau, Bildung, Verkehr, Sicherheit und die Frage, wer künftig politische Verantwortung in Berlin übernimmt. Doch gleichzeitig geht es auch um die Stärke, die die AfD im Berliner Parlament erreichen wird.
Aktuelle Umfragen sehen die AfD bei etwa 17 bis 18 Prozent. Damit ist sie ein gewichtiger Faktor im Berliner Parteiensystem.
Deshalb sollte sich jede Wählerin und jeder Wähler vor der Stimmabgabe eine einfache, aber wichtige Frage stellen: Was genau unterstütze ich mit meiner Stimme – und welche Folgen könnte dieses Wahlergebnis für mich persönlich haben?
Das gilt selbstverständlich für jede Partei. Aber eine Wahlentscheidung sollte nicht allein von Schlagworten, Protest oder kurzfristigem Ärger bestimmt werden. Entscheidend ist, welche politischen Ziele eine Partei tatsächlich verfolgt, welche Positionen sie vertritt und welche Konsequenzen deren Umsetzung haben könnte.
Gerade bei der AfD lohnt deshalb ein genauer Blick auf die eigenen Wahlversprechen und politischen Forderungen. Wer ihr seine Stimme gibt, sollte sich nicht nur fragen, wogegen er oder sie protestieren möchte, sondern auch, wofür diese Stimme steht.
Ebenso wichtig ist die andere Seite: Demokratische Wählerinnen und Wähler sollten sich bewusst machen, dass Nichtwählen, taktisches Wählen oder eine Aufsplitterung der Stimmen ebenfalls Auswirkungen auf die Kräfteverhältnisse im Parlament haben können.
Die Berliner Wahl sollte deshalb nicht auf ein simples „für oder gegen die AfD“ reduziert werden. Aber sie ist eine Gelegenheit, genauer hinzusehen: Welche Politik will ich unterstützen? Welche politischen Veränderungen halte ich für wünschenswert – und welche Folgen nehme ich mit meiner Stimme in Kauf?

Fazit
Eine demokratische Wahl lebt davon, dass Menschen frei entscheiden. Aber zu dieser Freiheit gehört auch Verantwortung. Wer eine Partei wählt, sollte wissen, was diese Partei politisch erreichen will – und bereit sein, sich mit den möglichen Folgen der eigenen Entscheidung auseinanderzusetzen.

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Bumerang

Wenn AfD-Politik die eigenen Wähler trifft
Es ist ein bemerkenswerter Widerspruch: Gerade in Regionen, in denen die AfD besonders viele Stimmen erhält, könnten die wirtschaftlichen Folgen einer Umsetzung ihrer Politik besonders stark ausfallen.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Modellrechnung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Für Sachsen-Anhalt errechnet das DIW im untersuchten Szenario durchschnittlich rund 1.600 Euro weniger Einkommen pro Kopf und Jahr. Außerdem könnten dort rund 10.000 Arbeitsplätze verloren gehen.
Das klingt zunächst nach einer exakten Prognose. Das ist es aber ausdrücklich nicht. Die Berechnungen beruhen auf einem Szenario, in dem zentrale Forderungen der AfD tatsächlich umgesetzt würden. Dazu gehören unter anderem ein weitgehender Zuwanderungsstopp, erhebliche staatliche Kürzungen sowie der angestrebte Austritt Deutschlands aus EU und Euro. Gerade deshalb sollte man sich die Zahlen genauer ansehen.
Das DIW kommt für das Szenario zu dem Ergebnis, dass das Wirtschaftswachstum in Deutschland innerhalb von fünf Jahren um etwa sechs Prozentpunkte geringer ausfallen könnte. Gleichzeitig könnte die Inflation um gut fünf Prozentpunkte steigen und die Arbeitslosenquote um etwa zwei Prozentpunkte zunehmen.
Besonders stark betroffen wären nach der Modellrechnung Regionen mit einer kleinteiligen Wirtschaftsstruktur und einem hohen Anteil von Beschäftigten mit niedrigerer Qualifikation.

Politische Brisanz
Sachsen-Anhalt gehört zu den Regionen, in denen die AfD besonders erfolgreich ist. In den Kreisen mit hohen AfD-Anteilen – darunter Burgenlandkreis, Mansfeld-Südharz und Salzlandkreis – könnten die Einkommensverluste laut Szenario sogar bis zu acht Prozent erreichen.
Das bedeutet nicht, dass jeder Mensch, der AfD gewählt hat, anschließend automatisch 1.600 Euro weniger im Portemonnaie hätte. Eine solche Aussage wäre aus der Studie nicht ableitbar.
Aber die Modellrechnung stellt eine grundsätzliche Frage:
Was passiert, wenn politische Versprechen, die auf Unzufriedenheit mit den bestehenden Verhältnissen reagieren, bei ihrer Umsetzung genau jene wirtschaftlichen Probleme verschärfen, die diese Unzufriedenheit ursprünglich befördert haben?
Wer beispielsweise höhere Einkommen, sichere Arbeitsplätze und wirtschaftliche Stabilität erwartet, sollte deshalb nicht nur auf die politischen Versprechen einer Partei schauen. Entscheidend ist auch, welche wirtschaftlichen Folgen deren Umsetzung haben könnte. Das gilt insbesondere für Forderungen nach Abschottung, einem starken Abbau staatlicher Leistungen und einem Bruch mit den europäischen Wirtschaftsstrukturen. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:
Warum wählen Menschen AfD?
Sondern auch:
Was würde eine Umsetzung der AfD-Politik konkret für diese Menschen bedeuten?
Denn ein Wahlergebnis ist zunächst eine politische Entscheidung. Die wirtschaftlichen Folgen dieser Entscheidung lassen sich jedoch nicht einfach wegwählen.

Fazit
Genau darin könnte der eigentliche Bumerang liegen, Eine Partei kann von wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Unzufriedenheit profitieren – während bestimmte Teile ihrer eigenen Politik nach einem solchen Szenario eben diese Probleme noch verschärfen könnten.
Das DIW beschreibt damit keine sichere Zukunft.
Es beschreibt ein mögliches Szenario. Aber gerade solche Szenarien sollte man ernst nehmen, bevor aus politischen Versprechen politische Realität wird.

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Kommunale Macht

Landtagswahl in Niedersachsen - 26. September 2026
In Niedersachsen findet die AfD bescheidenere Dimensionen als in Sachsen-Anhalt vor.
Bei der vergangenen Kommunalwahl war die AfD in Niedersachsen noch weit davon entfernt, eine flächendeckend starke kommunale Kraft zu sein. Entsprechend der Wahlvorhersage, wird es aktuell immer enger.
Das macht die kommende Landtagswahl bundespolitisch interessant. Denn die entscheidende Frage lautet nicht allein, wie viele Stimmen die AfD erhält, sondern ob sie ihren bundesweiten Stimmenzuwachs auch in dauerhaften kommunalen Einfluss umsetzen kann. Dabei sollte man allerdings einen wichtigen Unterschied nicht übersehen: Eine Bundestagswahl und eine Kommunalwahl funktionieren politisch nicht nach denselben Regeln. Bei Kommunalwahlen spielen örtliche Kandidatinnen und Kandidaten, persönliche Bekanntheit, konkrete Probleme vor Ort und die bisherige Arbeit in den Gemeinden eine wesentlich größere Rolle.
Trotzdem wäre es falsch, den Bundestrend als bedeutungslos abzutun. Wenn eine Partei bundesweit deutlich an Zustimmung gewinnt und gleichzeitig immer mehr Gemeinden erreicht, kann daraus Schritt für Schritt eine stärkere kommunale Verankerung entstehen. Genau darin liegt die eigentliche Bedeutung der nächsten Kommunalwahl in Niedersachsen: Sie wird zeigen, ob der bundesweite Aufstieg der AfD auch vor Ort zu mehr politischer Macht und Verantwortung führt.
Denn mit dem Einzug in Gemeinderäte beginnt erst die eigentliche Bewährungsprobe.

Fazit
Wahlversprechen lassen sich nicht mehr nur auf Plakaten formulieren. Sie müssen sich an konkreten Entscheidungen, Mehrheiten und den tatsächlichen Folgen für die Menschen in den Gemeinden messen lassen.

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