Sonntag, 5. Juli 2026
Wahlumfrage

Aktuelle Sonntags-Umfrage
Schaut man sich die Vorhersagen der Umfrageergebnisse der AfD zur nächsten Bundestagswahl an, gruselt es jeden demokratischen orientierten Menschen. Die AfD wird von allen Institutionen als stärkste Kraft geführt. Warum?
Einfache Antworten werden attraktiv – selbst dann, wenn die vorgeschlagenen Lösungen komplexe Probleme nicht wirklich lösen oder neue Probleme schaffen.
Die aktuelle Zustimmung zur AfD ist weniger mit einem einzigen Thema erklärbar, als mit einer Mischung aus:
* wirtschaftlicher Unsicherheit
* Vertrauensverlust in Institutionen
* gesellschaftlicher Polarisierung
* medialer Zuspitzung
* Fehler der etablierten Parteien
Dass viele Menschen die Entwicklung und Zustimmung zur AfD schwer verständlich finden, ist nachvollziehbar. Gerade weil Deutschland historisch und hautnah erlebt hat, wohin Nationalismus, Ausgrenzung und demokratiefeindliche Entwicklungen führen können.

Fazit
Die Menschen haben anscheinend vergessen oder verdrängt, was Adolf Hitler, die NSDAP und der Faschismus und bewirkt haben.
Kritiker der AfD weisen seit Jahren darauf hin, dass Teile ihres Programms besonders Menschen mit niedrigen oder mittleren Einkommen treffen könnten.
Es wäre deswegen sinnvoll, wenn die demokratische Politik und die Medien, die folgenden Fakten des AfD-Programms entsprechend thematisieren und gegesteuern:
* Kürzungen oder Umbauten des Sozialstaats
* Schwächung solidarischer Sicherungssysteme
* Marktradikale Wirtschaftspositionen
* Steuerpolitische Vorteile für höhere Einkommen

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Walter Trier - Wie man Diktatoren überlebt

Nicht nur in den 1930 Jahren war Satire gefährlich für Diktaturen. Autoritäre Regime fürchten auch heute noch Spott und Häme, weil sie ihren Anspruch auf Unfehlbarkeit zerstört. Deshalb wurden Karikaturisten wie Walter Trier verfolgt.
* Walter Trier war mehr als der Illustrator von Kinderbüchern. Obwohl ihn viele - vor allem durch die Illustrationen zu den Büchern von Erich Kästner kennen, war er einer der bedeutendsten politischen Zeichner seiner Zeit.
* Die Nationalsozialisten verfolgten ihn früh. Als Jude erhielt Trier Berufsverbot, musste fliehen und setzte seinen Kampf gegen den Nationalsozialismus aus dem Exil fort.
* Humor als Widerstand. Für die britische Regierung zeichnete er Propagandamaterial gegen Adolf Hitler. Seine Zeichnungen machten Diktatoren lächerlich – und nahmen ihnen damit einen Teil ihrer Macht. Trotz seiner Erfahrungen wurde Trier kein Zeichner des Hasses.
Seine Arbeiten waren von Humanismus geprägt und sollten Menschen zum Nachdenken bringen, nicht zur Vergeltung aufstacheln.

Fazit
Dieser Zeit sind wir wieder erschreckend nahegekommen. Viele aktuelle Politiker*innen – mit rechtem Gedankengut – erinnern uns daran, dass Demokratie kein Selbstgänger ist. Sie wirken darauf hin, dass Nationalismus, Antisemitismus und autoritäres Denken wieder mehr Einfluss gewinnen.

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