Mittwoch, 11. Dezember 2019
Soziale Gerechtigkeit

Das Juso-Chef-Kevin Kühnert und Teile des linken SPD-Flügels, die soziale Schieflage in der Republik anprangern und Vorschläge zur Grundrente, Mindestlohn und den Besitz von Immobilien und Vermögen in Deutschland machen, ruft bei allen Neoliberalen und in großen Kreisen der Konservativen, ja sogar bei seiner eigenen Partei, reflexartige Ablehnung und Schnappatmung hervor.

Was die Enteignung anbetrifft, die ist doch in Deutschland auf der Tagesordnung. Es werden Privatgrundstücke für Au­to­bah­nabschnitte, Trassen für die Bundesbahn, Flächen für Flughäfen und für den Bergbau/Braunkohle enteignet.

Grundstücke und Häuser von Einzelpersonen, werden und wurden per gerichtlichen Beschluss enteignet. Wieso gibt es jetzt auf einmal einen Aufschrei, wenn es große und lobbystarke Unternehmen betrifft.

Es geht hier um die Grundbedürfnisse der Allgemeinheit, wie das Recht auf wohnen und bezahlbare Mieten. Diese Doppelzüngigkeit bestimmter Politiker ist nur schwer zu ertragen.

Es wird auf Kühnert eingeprügelt und das, obwohl er nur den Denkanstoß dazu gab, sich auf die "Soziale Marktwirtschaft" unserer Gründerväter zu besinnen. Wird diese doch von allen demokratischen Parteien, als ein Grundpfeiler der Demokratie hervorgehoben, die ganz nebenbei, den sozialen Frieden absichert.

Die folgenden Thesen zeigen auf, dass Kühnert, nur das aufgegriffen hat, was die "Soziale Marktwirtschaft" aussagt. Siehe auch Artikel 14 und 15 des Grundgesetzes.

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung Soziale Marktwirtschaft

  • Deutschlands Wirtschaftsordnung ist die Soziale Marktwirtschaft. Sie wurde aus der Freien Marktwirtschaft entwickelt. Damit keine zu großen sozialen Ungerechtigkeiten entstehen, greift der Staat durch bestimmte Regeln in die Freie Marktwirtschaft ein.

  • Privateigentum ist grundsätzlich geschützt. Aber es gilt der Grundsatz: "Eigentum verpflichtet". Es besteht die Möglichkeit, dass - gegen Entschädigung - jemand enteignet werden kann, zum Beispiel wenn die Sicherheit des Staates betroffen ist.

  • Der Staat greift in die Gewerbefreiheit ein, zum Beispiel wenn die Gefahr besteht, dass von bestimmten Produkten besondere Gefahren ausgehen.

  • Die Vertragsfreiheit ist eingeschränkt: die Rechte von Menschen, die wirtschaftlich schwächer sind, müssen besonders geschützt werden (so gibt es zum Beispiel Gesetze gegen Wucher oder zum Kündigungsschutz).

Nimmt man diese Fakten, als Grundstein für die derzeitige Vermögens- und Immobilienstruktur in Deutschland, so stellt sich die Frage, ob wir uns in einer sozialen oder freien Marktwirtschaft bewegen.

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Montag, 9. Dezember 2019
Abschaffung des Bargelds

Immer wieder wird in bestimmten politischen und wirtschaftlichen Gremien, die Abschaffung des Bargelds gefordert. Das alles, unter dem Deckmantel, kriminelle Machenschaften wie z.B. Terrorismus, Geldwäsche und Schattenwirtschaft zu unterbinden. Denkt man diese Vorstellung aber konsequent zu Ende, kräuseln sich jedem Demokraten die Nackenhaare.

Die Auswirkungen für den einzelnen Menschen werden wie immer - bei solchen dramatischen Vorgehen - nicht benannt oder nur als vorteilhaft dargestellt. Jeder, der diese Zeilen liest, sollt aber bedenken, dieser Schritt bedeutet das Ende der Selbstbestimmung über das eigene Geld und die Vollendung des gläsernen Menschen.

Die Frage, die sich bei solchen Vorhaben immer wieder stellt - wem nützt es was? Der Umkehrschluss kann nur heißen - der Finanzwirtschaft, die noch mehr Geld und damit Macht generiert.

Die Banken haben doch nur vor Augen, welche Milliardenbeträge sie zusätzlich erwirtschaften, wenn Bargeldautomaten abgeschafft werden, Transportkosten und Sicherheitsmaßnahmen entfallen und noch mehr Schalterpersonal entlassen werden kann.

Das Traurige daran ist, dass die Politik dieses Spiel, in bemerkenswerter Weise unterstützt. Warum? Einerseits, um noch mehr Kontrolle über die Bürger zu bekommen. Andererseits, gibt es genügend Beispiele, wie Loyalität von Politikern, zu entsprechenden wirtschaftlichen Institutionen - nach der Politikkarriere - belohnt wird.

Folgend ein paar Fakten, die aus Sicht der mündigen Bürger, gegen die Abschaffung des Bargelds sprechen:

  • Der Datenschutz, wird schon heute nicht sichergestellt.

  • Die Abschaffung des Bargelds ist gleichbedeutend
    mit einer Enteignung.
  • Nicht mehr Sie als Bürger, sondern Banken und Politik bestimmen über IHR Vermögen. Siehe Griechenlandkrise
  • Keinen Einfluss mehr darauf, über wieviel Geld sie verfügen dürfen.
  • Lückenlose Überwachung (gläserner Mensch) durch den Staat, da die Spur des Geldes verfolgt wird.
  • Bewegungsprofile werden erstellt, wo hielt sich die Person wann auf.
  • Ihr Konsumverhalten wird durchleuchtet. Was wurde zu welchem Preis gekauft?
  • Durch die Auswertung von bargeldlosen Transaktionen werden Arztbesuche und Gewohnheiten wie z. B. die politische- und sexuelle Gesinnung (welche Zeitschriften, Magazine werden gekauft), für Banken, Politik und Hacker???) offen gelegt.
    Man stelle sich folgende Vision vor, die politische Landschaft driftet noch weiter nach rechts ab.
  • Es gibt keine Alternative bei Störungen des Systems, z.B. Stromausfall? Wie dann bezahlen?

Die Alternative kann nur heißen, Bargeld und bargeldloser Zahlungsverkehr muss nebeneinander laufen. Jeder muss für sich selbst entscheiden, welche Zahlungsart, die individuell richtige ist.

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Dienstag, 3. Dezember 2019
Pyro

Die Diskussion um das Abbrennen von Pyro in den Stadien, wird mit jedem Spieltag neu entfacht. Da helfen auch keine Zugeständnisse, das Benutzen von Pyro, in bestimmten Blöcken zu erlauben.

So langsam aber sicher, muss den Verantwortlichen in Sport und Politik doch deutlich geworden sein, dass mit herkömmlichen Mitteln (Verbote, lasche Eingangskontrollen, und Durchsagen der Stadionsprecher), das Abfackeln von Pyro - und damit die Verletzungsgefahr von Jung und Alt - nicht unter Kontrolle zu bekommen ist.

Warum ist das so? Setzt man den gesunden Menschenverstand ein und lässt seine eigenen, jungen Jahre Revue passieren, dann ist diese Vorgehensweise leicht nachvollziehbar.

Ohne großen psychologischen Sachverstand, kann man mit gutem Gewissen sagen, es geht hier ganz einfach nur um den Reiz des Verbotenen und um sich oder seine Gruppe hervorzuheben. Seht her, wir waren es! Das hat nichts mit dem Support der eigenen Mannschaft zu tun. Fördernd kommt in der heutigen Zeit hinzu, dass die Medien ein Katalysator und Antrieb für die Pyrofans sind. Das Brüsten mit außergewöhnlichen Vorgängen, die in aller Munde sind. Wem erinnert das nicht an seine Sturm- und Drangzeit.

Es ist keine Frage, Pyro ist für die sich im Umfeld befindenden Zuschauer - im wahrsten Sinne des Wortes - brandgefährlich.

Zu unterbinden, dass Pyro mit ins Stadion geschmuggelt wird, bedeutet ein enormer personeller und technischer Aufwand, der viel Geld kostet. Wird dieser Aufwand aber stichprobenartig vollzogen und alle, die mit Pyro erwischt werden, bekommen bundesweites Stadionverbot, würde sich diese Thematik schnell erledigen. Es muss nur gewollt werden - von allen verantwortlichen Seiten.

Die den Vereinen auferlegten Strafgelder, in Personal und Technik - zur Eindämmung des Pyro-Spuks - zu investieren, erscheint die sinnvollere Variante, als nur zu reden.

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Mittwoch, 27. November 2019
Geld = Macht

Seit Menschengedenken dreht sich das Leben um zwei Begriffe - Geld und Macht. Das ist ein Naturgesetz. Historie und Gegenwart beweisen diese Tatsache, immer wieder aufs Neue.

Die Realität zeigt, gleich welche politische Situation vorherrscht, Entscheidungen, die durch Politik, Wirtschafts- und Industriebetriebe oder Einzelpersonen getroffen werden, haben meistens nur ein Ziel - Geld und noch mehr Macht zu generieren. Welche Institutionen oder Investoren davon profitierten, ist mit zwei Fragen leicht zu beantworten.

1. Wem nützen die getroffenen Entscheidungen etwas?
2. Welche Auswirkungen (positiv und negativ) hat dieses Vorhaben?

Werden diese beiden Punkte kritisch hinterfragt, wird vieles deutlich. Wir brauchen uns nur einmal in Kreis zu drehen, um die Profiteure zu erkennen.

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Freitag, 1. November 2019
Rechtes Gedankengut

Seit den Sechziger Jahren, habe ich als politisch interessierter Bürger, in vielen Diskussionen, bei privaten Zusammenkünften, in Sportvereinen und im Beruf feststellen müssen, das „pi mal Daumen“, bei 20 bis 30 % der Menschen rechtes Gedankengut vorherrschend war und ist. Das wurde immer wieder - durch rassistische, antisemitische und fremdenfeindliche Aussagen - deutlich.

Konservative Politiker, haben jahrzehntelang das rechte Problem verniedlicht. Es müsste ihnen langsam deutlich geworden sein, dass es sich um schlummerndes, rechtes Gedankengut handelte und handelt, dass von der AfD nur wach geküsst wurde.

Das nach der Wahl, der Thüringer CDU-Kommunalpolitiker und stellvertretende Fraktionschef im Landtag Michael Heym, eine Zusammenarbeit mit der AfD ins Auge fasste, zeigt die - oben aufgeführte - rechte Gesinnung mancher Landsleute deutlich auf.

Zum Glück, machte der CDU-Landesvorsitzende Mike Mohring jedoch klar, er will die Stimmen der AfD-Politiker nicht.

Jetzt, wo der Terror von rechts nicht mehr zu verleugnen ist, übertreffen sich alle demokratischen Parteien mit Vorschlägen, wie man der braunen Gefahr, Einhalt gebieten kann.

Man kann jetzt nicht mehr rückgängig machen, was Jahrzehnte versäumt wurde.

Wenn ein Herr Seehofer, nach dem Mord an Walter Lübcke, von einer neuen Qualität des rechten Terrors spricht, dann fragt man sich, was für eine Qualität war es, die Rostock-Lichtenhagen, Mölln, Solingen mit Brandanschlägen und Toten, ermöglichte?

Welche Qualität haben dann die vielen Toten durch den Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)?

Welche Qualität hatte der Messerangriff, auf die parteilose Kandidatin für die Kölner Oberbürgermeisterwahl, Henriette Reker? Der rechtslastige Täter nannte Frau Rekers liberale Flüchtlingspolitik, als Motiv für seinen Mordversuch. Frau Reker überlebte knapp.

Wieso durften Pegida und der rechte Mob in Chemnitz schalten und walten wie sie wollten? Anschläge, auf Leib und Seele, offenes zeigen von Nazi-Devotionalien, Übergriffe auf liberal eingestellte Menschen, Hasstiraden im Internet, all das wurde, zum Großteil, von der Polizei und Teilen der Politik, einfach hingenommen.

Viele der oben aufgeführten Taten, wurden bis zum heutigen Tag, nicht oder unzureichend aufgearbeitet. Immer wieder werden in Behörden, bei der Bundeswehr und Polizei, rechte Aktivitäten verniedlicht und als Einzelfälle dargestellt. Aufklärung - entsprechend der Gesetzeslage - schien nicht gewollt zu sein.

Es musste erst der Politiker Walter Lübcke, durch einen Täter der rechten Szene, erschossen werden, damit die deutsche Politik, ihre Sehschwäche auf dem rechen Auge zur Kenntnis nimmt. Noch deutlicher wurde der braune Terror, durch das Attentat auf die Synagoge in Halle, mit zwei Toten.

Hektisch eingeleitete Aktivitäten der Politik und Justiz, helfen weder den Opfern, noch den Angehörigen.

Die CSU / CDU, hat mit ihrer Toleranz und den hofieren der europäischen (Orban, Salvini, etc.) und der Nichtbeachtung deutscher Rechtspopulisten, wie Herrn Höcke, einen Nährboden der Gewalt, gegen alles was den Anschein hat, liberal und linkslastig zu sein, geschaffen.

Jahrelang haben, allen voran, unsere christlichen, konservativen "Wertepolitiker" tatenlos zugeschaut, wie der rechte Mob, unsere demokratischen Werte zerlegt.

Hätten Legislative, Exekutive und Judikative, den gleichen personellen und logistischen Aufwand gegen Rechts betrieben, wie es seit Jahrzehnten gegen Links selbstverständlich war, wäre das rechte Problem weniger aktuell. Anschläge, auf Leib und Seele, von liberal eingestellten Menschen, wären ein Stückchen unwahrscheinlicher.

Dem Staat, der Polizei und Gerichtsbarkeit, stehen mit dem Grundgesetz - Art 1 und Art 2, in Verbindung mit dem § 130 Volksverhetzung, des Strafgesetzbuchs, alle rechtlichen Mittel zur Verfügung, um rechten Terror, im Vorfeld zu erkennen und potenzielle Täter zu beobachten und bei Bedarf zu bestrafen. Es bedarf keiner neuen Gesetze, man muss die bestehenden nur anwenden.

Um so passiver der Staat reagiert, umso mehr ist jeder Demokrat gefordert, sich gegen den braunen Mob zu positionieren.

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Sonntag, 27. Oktober 2019
Wahl in Thüringen

Ministerpräsident Bodo Ramelow, mit seinen "Linken", ging als stärkste Partei aus der Wahl hervor. CDU und SPD verloren massiv. Die SPD ist nur noch viertstärkste Kraft, ebenso mussten die Grünen Abstriche machen. Wieder im Landtag ist die FDP.

Die AfD, schon in Brandenburg und Sachsen, mit Rekordgewinnen, wurde auch in Thüringen zweitstärkste Kraft. Eine Partei, die eine demokratische und liberale Gesellschaft gezielt und gewollt zerbröseln lassen möchte, hat erneut ein Ergebnis erzielt, das alle demokratischen Kräfte - endgültig - wachrütteln sollte.

Wählerinnen und Wähler in Thüringen - wie zuvor in Brandenburg und Sachsen - hatten die Chance, der AfD und deren Führungskräften deutlich aufzuzeigen, dass sie nicht gewillt sind, eine Partei und Personen zu wählen, die von unserem demokratischen System profitieren, es aber gleichzeitig zerstören wollen. Deswegen ist es schwer nachvollziehbar, für welche Errungenschaften und Erfolge, Bürgerinnen und Bürger, der AfD und deren Spitzenkandidaten Björn Höcke, ihre Stimme gegeben, und sie zur zweitstärksten Partei in Thüringen gemacht haben. Das unter der Tatsache, dass Herr Höcke als Faschist bezeichnet werden darf. Wer einen Herr Höcke wählt, weiß genau, für welche Ideologie, die AfD steht.

In der Realität wurde doch schon deutlich, dass der AfD und ihren Spitzenkräften, nicht das Wohl ihrer Wählerinnen und Wähler, sondern monetärer Eigennutz und die Gier nach Macht, der Antrieb für ihr nationalistisches und rassistisches Handeln ist. Die sogenannten Protestwähler haben, mit ihrer Wahl, genau dieses Gedankengut unterstützt. Das Gleiche gilt übrigens auch für ihre Wähler in den alten Bundesländern.

Eine AfD, die angetreten ist, um Korruption, Vetternwirtschaft, laxen Umgang mit Steuer- und Spendengeldern, auszumerzen - so deren Aussage - ist in dem Sumpf versunken, den sie trockenlegen wollte.
Korruption, Veruntreuung von Geldern, Spendenaffären und interne Machtkämpfe bestimmen die Tagesordnung der AfD.

Im Gegensatz zu ihren Wählern haben diese populistischen Selbstdarsteller - einmal gewählt - für ihr den Rest ihres Lebens ausgesorgt.

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Freitag, 25. Oktober 2019
CO2-Rechner

Das Treibhausgas Kohlendioxid CO2 ist für mehr als die Hälfte des vom Menschen verursachten Treibhauseffekts verantwortlich. Treibhausgase im vierstelligen Milliardenbereich (Tonnen) werden zusätzlich in die Atmosphäre geblasen. Einen Teil dieses CO2 nehmen Ozeane und Wälder wieder auf.

Nicht nur die Industrie und Landwirtschaft, der gesamte Verkehr auf Straße, Schiene, Wasser und in der Luft und produziert CO2 und gerade, der Mensch trägt mit seinem persönlichen Verhalten (Bewegungsprofil, Stromerzeugung- und Verbrauch, Wärmeerzeugung, Nahrungsmittelerzeugung, Isolierung von Häusern, Brandrodungen) einen großen Teil dazu bei, die menschengemachten CO2-Emissionen und damit den Treibhauseffekt, in die Höhe zu treiben.

Dass durch verantwortliches Handeln vorhandene Potenzial, zur Einsparung von CO2, sollte sich jeder Mensch vor Augen halten und überdenken, wie er seinen persönlichen Teil zur CO2-Reduzierung einbringen kann.

Jeder einzelne Haushalt kann - sofort - einen kleinen Teil dazu beitragen, das zeigt der CO2-Rechner auf. Sie können errechnen, wie viel CO2 Sie persönlich produzieren bzw. einsparen können.

Die Anzahl der Bäume, die sie - entsprechend der Berechnung - pflanzen müssten, um Produktion und Abbau von CO2 auszugleichen, ist genauso ein Wunschdenken, wie das Umdenken der Menschen. Hier gilt der immer wiederkehrende Spruch: "wenn das alle machen würden." Es machen aber nie alle.

Das eher mittel- und langfristige Klimaschutzprogramm der Bundesrepublik, kann deswegen - im Moment - nur als eine flankierende Maßnahme angesehen werden, die der Bevölkerung suggerieren soll, wir machen doch was, möchten aber niemanden wehtun.

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Samstag, 19. Oktober 2019
Sport und Politik

Man mag es nicht mehr hören. Da stellen sich immer wieder hohe Sportfunktionäre den Medien und behaupten allen Ernstes: "Sport und Politik" gehören getrennt".

Gerade in Zeiten, wo türkische Fußballprofis, statt Torjubel, mit den militärischen Salutieren zum Ausdruck bringen, dass sie die kriegerischen Handlungen ihres Landes unterstützen, werden von Funktionären auch noch solche Sprechblasen verbreitet.

Statt sich vom Krieg zu distanzieren, wurden die Bilder der salutierenden Sportler in die sozialen Medien gestellt und dadurch auch noch glorifiziert. Zieht man den Umkehrschluss, könnte man meinen, sie finden den Krieg gut. Wohlgemerkt, es handelt sich um erwachsene und intelligente Spieler, die sich Ihrer Vorbildfunktion bewusst sein sollten.

Ein Angriffskrieg, der ohne Not, von der türkischen Regierung, initiiert wurde, mit massenhaften Opfern, auf allen involvierten Seiten. Tote Menschen, Krüppel, Kinder wie Erwachsene, Flüchtlinge und Trümmerfelder, sind die Folge.

Wenn sich jetzt auch noch Sportfunktionäre vor die Kameras stellen, ihre türkischen Spieler schützen möchten und allen Ernstes behaupten, das ist nicht so von den Sportlern gemeint. Sie haben halt, in den sozialen Medien, zu schnell auf die Freigabetaste gedrückt und außerdem muss man Sport und Politik trennen, dann ist es eine große Lüge. All diese Sportler haben Millionen sogenannte Follower und spielen mit ihrer Popularität. Sie und/oder Ihre Berater wissen genau, welche Auswirkungen so etwas hat.

Sport ist Politik! Das wussten sie schon im alten Griechenland. Nazi-Deutschland, hat es mit der Olympiade in Berlin (1936), ebenso eindrucksvoll bewiesen, wie später die Ex-DDR. Das Zusammenspiel - Politik und Sport - ist untrennbar.

Der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 war ein hochpolitischer Akt. Die Bundesrepublik Deutschland wurde doch auf internationaler Bühne erst wieder politisch wahrgenommen, nachdem sie 1954 Weltmeister im Fußball wurde.

Warum, stellen sich die Staatsoberhäupter der Welt, mit Ihren erfolgreichen Mannschaften und Spitzensportler vor Kameras? Weil sie dadurch politisch aufgewertet werden.

Und jetzt kommen Sportfunktionäre und wollen, der Bevölkerung wahrmachen - mit anderen Worten - sie für dumm verkaufen, dass man Sport und Politik trennen muss.

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Mittwoch, 9. Oktober 2019
Halle

Der Anschlag in Halle, mit Toten und Verletzten, ist die Fortsetzung, der Jahrzehntelangen Verniedlichung, der rechtsradikalen Szene. Die rechten Extremisten konnten sich seit den sechziger Jahren sicher sein, dass sie politischen Geleitschutz - in Form von nicht hinschauen, durch die etablierten Parteien - genossen und das, obwohl die Vernetzung der rechten Szene für Jedermann nachvollziehbar war.

Man müsste meinen, durch den Mordfall Lübcke, wurden die staatlichen Institutionen sensibilisiert. Anscheinend begreifen die politisch Verantwortlichen nur langsam, dass Antisemitismus, Nationalismus und Rassismus nur schlummerndes Gedankengut, war und immer noch ist.

Die Politik war bis vor kurzem auf dem rechten Auge blind, ließ im Gegensatz zur linken Szene, die Rechten gewähren und bereitete so den Nährboden für die AfD vor. Die wiederum trägt mit ihrer politischen Haltung und aggressiver Wortwahl dazu bei, dass es ein so tragisches Erwachen gibt.

Welche Auswirkungen das Wegschauen - durch Legislative, Judikative und Exekutive - auf unser Zusammenleben hat, wurde der Gesellschaft, wieder brutal vor Augen geführt.

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Donnerstag, 3. Oktober 2019
E-Autos

Die E-Auto-Offensive der Autoindustrie, dient jetzt als Allzweckwaffe gegen Feinstaub, CO2 und Klimakatastrophe. Außerdem ist sie ein exzellentes Mittel, um von der Betrügerei der Autohersteller und der Untätig- und Hilflosigkeit, der Politik, gegenüber der Autolobby, abzulenken.

USA, mit Tesla, die Europäer, mit Audi, VW, BMW, Daimler, Renault. etc. und der riesige asiatische Markt mit China, Japan und Südkorea, liefern sich zur Zeit, einen weltweiten Wettbewerb, um die Kunden für die E-Autos.

Ob E-Autos, dass Maß aller Dinge sind, wird die Zukunft zeigen. Entscheidend, für den Absatz, wird der Preis, die Reichweite, eine vernünftige Infrastruktur der Ladestellen und die Ladezeiten sein. Kurz- und mittelfristig können E-Autos sicherlich ökologisch sinnvoll sein.

Denkt der neutrale Beobachter aber ein paar Jahre weiter, kommt ein bekanntes Gefühl auf - die Endlagerung. Es ist zwar nicht so brisant und akut gefährlich, wie der Atommüll, für den es, bis heute noch keine Endlagerung gibt. Jetzt kommt aber noch eine Baustelle hinzu - der Batterieschrott, das ist ein schleichender Prozess, der von Jahr zu Jahr Unmengen Batteriemüll hinterlässt.

Es wird eine nicht mehr überschaubare Menge an Batterien auf die Menschheit zukommen, die hochgiftige Bestandteile (z.B. Blei, Cadmium, Zink, Nickel, Quecksilber, etc.) enthalten. Diese müssen umweltgerecht entsorgt werden und/oder nachhaltig, wieder den Materialkreislauf zurückgeführt werden.

Spannend, wäre von der Politik zu hören, ob die Alternativen wieder Afrika, Bangladesch, etc. heißen. Diese Länder, haben mit unserem westlichen Elektroschrott, ohnehin schon eine riesige Umweltkatastrophe.

Es bleibt nur zu hoffen, dass die Geschichte sich nicht wiederholt und die verantwortlichen Politiker, bei den riesigen Mengen ausgedienter Batterien, nicht genauso so hilflos reagieren, wie bei der Endlagerung des Atommülls.

Die Politik muss aus diesem Grund umgehend handeln und ein entsprechendes Gesetz und Vorkehrungen (Infrastruktur) zum Recyceln und der umweltgerechten Entsorgung, von Batterien für E-Autos einbringen.

Es darf nicht auf freiwilliger Basis - durch die Verursacher - geregelt werden. Praxis und Realität zeigen auf, dass egal in welchem Wirtschaftsbereich, die Freiwilligkeit, durch die Wirtschaft und Industrie, wird gnadenlos - zulasten der Umwelt und der Bürgerinnen und Bürger - ausgenutzt wird.

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Samstag, 28. September 2019
Angela Merkel

Wenn nach Ansicht von Kanzlerin Merkel, Greta Thunberg, in ihrer emotionalen Rede, auf dem UN-Klimagipfel, nicht ausreichend zum Ausdruck gebracht hat, welche Chancen moderne Technologie sowie Innovationen sich für den Klimaschutz eröffneten, dann hat Frau Merkel leider noch nicht erkannt, weswegen sie ihren Amtseid abgelegt hat.

Sie ist die Verantwortliche für Deutschlands Klimapolitik und muss - wirksame - Konzepte vorlegen und die Chancen, die moderne Technologie, Innovationen für den Klimaschutz bieten, aufzeigen, vorantreiben und umsetzen.

Nichts anderes, als die Botschaft der seriösen Klimaforscher wird von Greta Thunberg immer wieder verbreitet. Genügend internationales Bewusstsein für das Klima schaffen, Politiker wachrütteln und die schweigende Mehrheit mobilisieren, geht nur mit spektakulärem Vorgehen, wie mit dem Schulstreik "Friday for Future" und der Segelaktion über den Atlantik, nach New York.

Man kann zu Greta Thunberg stehen, wie man möchte, aber Greta hat genau das getan, was jeder verantwortungsbewusste Mensch machen müsste, um die entsprechenden Politiker und Personen - an der Macht - unter Druck zu setzen, damit sie endlich etwas tun. Dafür müssten wir alle: "Danke, Greta sagen"!

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Montag, 23. September 2019
Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI), ist in der Arbeits- und Wirtschaftswelt, das all um spannende Thema. Gleichwohl, ob es sich um die Industrie, Büroarbeit, Gesundheitswesen oder um alles was mit dem Transport- und Verkehrswesen zusammenhängt.
Ohne Zweifel wird die KI unser aller Leben verändern. Müssen wir aber deswegen Angst vor der KI haben?

Fakt ist, ohne menschlichen Einfluss geht nichts. KI ist ein Zusammenspiel von Mensch und Maschine und sollte es auch bleiben. Aber wie heißt es so schön: "Die Ursache allen Übels ist der Mensch." Es wird alles gemacht, was machbar ist. Aus diesem Grund ist es elementar, dass die Instanz Mensch, immer das letzte Wort hat.

Die KI darf den Menschen nicht fremd bestimmen, sondern muss ihn dienen. Was nicht passieren darf, dass die KI zum Herrschaftswissen, von ein paar privilegierten Multiunternehmen oder viel schlimmer, Einzelpersonen mutiert. Die Politik ist gefordert, hier die richtigen, gesetzlichen Leitplanken einzubauen.

KI basiert auf Algorithmen. Diese Algorithmen sind nicht mehr und weniger, als viele, genau definierte Einzelschritte.

Durch Mathematik und Steueranweisungen der Informatik, werden im Zusammenspiel mit den Algorithmen, die Grundlagen der KI, von Menschen programmiert und erschaffen.

Das Produkt (KI), kann man als Vergleich von unzähligen, menschlichen Verhaltensmuster ansehen. Mit jeder zusätzlichen Kommunikation = Information, z. B. aus Sprache, Text und Verhaltensweise/-art, analysiert, verarbeitet und integriert das KI-System die neuen Verhaltensmuster.

Die KI lernt selbsttätig, die aufgenommenen Informationen zu verarbeiten, um daraus ein Ergebnis abzuleiten. Das KI-System (z.B. Roboter) wird - durch diese Kommunikation - immer intelligenter und passt sich mehr und mehr, der menschlichen Verhaltensweise an.

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Montag, 16. September 2019
Björn Höcke

Es ist nicht mehr auszuhalten. Da verbreiten führende Mitglieder der AfD, Parolen und Vergleiche aus der Nazizeit und unsere Politiker sowie die schweigende Mehrheit der Bevölkerung lassen es größtenteils, gelangweilt, über sich ergehen.

Die Medien bereiten der AfD und deren Spitzenleute auch noch eine Bühne, auf der sie ihre faschistoiden Parolen verbreiten und sich im gleichen Atemzug, als missverstanden darstellen können. Zum Glück gibt es Ausnahmen.

In einem ZDF-Interview mit Herrn Höcke, wurden vor dem Interview, AfD-Abgeordneten, Zitate von Herrn Höcke gezeigt und befragt, ob diese Ausführungen von Herrn Höcke oder aus "Mein Kampf" stammen? Der AfD-Abgeordnete Jens Maier war sich nicht sicher. Führte aber aus, eher aus "Mein Kampf" als von Höcke. Es erübrigt sich jeder Kommentar.

Statt der AfD, in den Talkshows - bei Illner, Lanz, Anne Will und Co, die Möglichkeit zu geben, die Märtyrerrolle einzunehmen, packt sie. Konfrontiert sie mit ihren eindeutigen faschistischen, nationalistischen und rassistischen Aussagen. AfD-Parolen, mit nicht mehr wegzudiskutieren Feststellungen ihrer Spitzenleute. Zeigt das wahre Gesicht der AfD. Eine AfD, die jetzt schon, in den Sumpf versunken ist, den sie trockenlegen wollte. Wo Korruption, Spendenaffären und interne Machtkämpfe die Tagesordnung der AfD-Parteitage bestimmen.

Das ist die einzig praktikable Vorgehensweise, den Spiegel vorhalten, damit jeder sehen kann, welche Grundhaltung in der AfD schlummert. Das Herr Höcke das Interview abgebrochen hat, zeigt doch auf, dass die Damen und Herren ein Problem mit dem demokratischen Diskurs haben.

Parteien und Personen, die von unserem demokratischen System profitieren und finanziert werden, es aber gleichzeitig zerstören wollen, sollten mit allen zur Verfügung stehenden, rechtsstaatlichen Mitteln bekämpft werden, damit sich das braune Gedankengut, nicht noch mehr, in der Mitte der Gesellschaft, ausbreitet.

Um so passiver der Staat und Politik reagieren, desto mehr ist jede/r demokratische/r Bürgerin und Bürger gefordert, sich gegen den braunen Mob zu positionieren.

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Freitag, 30. August 2019
Greta Thunberg

In welcher Welt leben wir eigentlich? Da wird eine Jugendliche, von vielen Seiten angefeindet, nur weil sie darauf aufmerksam macht, was seriöse, wissenschaftliche Untersuchungen, immer wieder aufs neue ausweisen - den Klimawandel.

Verdammt noch einmal, wir sprechen über einen jungen Menschen, der für alle Klima-Besorgten (und auch für die Leugner des Klimawandels) seine Jugend verschenkt. Gerade die Erwachsenen sollten dankbar sein, dass Greta, ein weltweites Umdenken erreicht hat. Stattdessen wird ihr vorgeworfen, die Schulpflicht zu verletzen und sich für Werbezwecke instrumentalisieren zu lassen.

Wann begreift das letzte Individuum endlich, die aktuelle Klimasituation ist kein Naturereignis, sondern zum großen Teil menschengemacht und am Kippen.

Die Natur ist nicht verhandelbar. Hitzeperioden, Dürre, Überschwemmungen, Stürme, abschmelzen des Polareis, auftauen des Permafrostes, Waldbrände im Amazonasgebiet und in der Taiga sind die Auswirkungen des Klimawandels.

Wenn man mit offenen Augen und Ohren, die seriösen, Jahrzehnte lang erforschten, wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klima wahrnimmt, kommt man an diese Fakten nicht vorbei.

Es geht darum, die Klimakrise abzuwenden, da gibt es keinen Mittelweg. Die Message kann nur heißen: "Hört auf die Wissenschaft und reagiert sofort".

Nichts anderes, als diese Botschaft wird von Greta Thunberg immer wieder verbreitet. Genügend internationales Bewusstsein für das Klima schaffen, Politiker wachrütteln und die schweigende Mehrheit mobilisieren, geht nur mit spektakulärem Vorgehen, wie mit dem Schulstreik "Friday for Future" und der Segelaktion über den Atlantik, nach New York. Nicht Greta, sondern die Verantwortlichen, in Politik und Wirtschaft, müssen umgehend Konzepte vorlegen und umsetzen.

Greta hat genau das getan, was jeder verantwortungsbewusste Mensch machen müsste, um die entsprechenden Politiker und Personen - an der Macht - unter Druck zu setzen, damit sie endlich etwas tun. Dafür müssten wir alle: "Danke, Greta sagen"!

Satirisch gesehen, könnte man die Verweigerungs- und Verzögerungshaltung der Politik und Wirtschaft auch so interpretieren:

Politiker und Konzernlenker müssen das Große Ganze im Auge haben. Deswegen handelt es sich, volkswirtschaftlich gesehen, um eine Win Win Situation, da:

  • einerseits, wird durch die deutsche Blockade der EU - zur Minimierung des CO2-Ausstoß - sowie der andauernden Braunkohle Verfeuerung, die Auto- und Energieindustrie geschützt, was Arbeitsplätze erhält.

  • andererseits, werden die durch den Klimawechsel auftretenden Naturkatastrophen dazu beitragen, dass Arbeitsplätze - durch den Neuaufbau von zerstörter Infrastruktur, Häuser und überfluteten Arealen - neu geschaffen werden. Wenn das kein vorausschauendes Denken ist.

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